Mehr Sicherheit auf europäischen Schienen

Neue Europäische Norm zur Kollisionssicherheit von Schienenfahrzeugkästen erschienen
(PresseBox) (Berlin, ) Im Juli ist eine neue Europäische Norm erschienen, die das Reisen auf der Schiene sicherer machen soll: DIN EN 15227 „Bahnanwendungen – Anforderung an die Kollisionssicherheit von Schienenfahrzeugkästen“. Die Norm enthält Anforderungen an die Konstruktion von Fahrzeugkästen, um die Auswirkungen einer Kollision, die in anderem Fall verheerende Folgen für Menschenleben haben kann, zu verringern. Die Norm gilt für Lokomotiven, Reisezüge, U-Bahnen, Regio-Stadtbahnen und innerstädtische Straßenbahnfahrzeuge, mithin also alle Zugtypen, mit denen der moderne Mensch seine Nah- und Fernreisen bestreitet.

Auf der Basis der häufigsten Unfälle - z. B. Zusammenstoß mit einem anderen Zug, Kollision mit Gegenständen oder Tieren auf den Schienen - und der damit verbundenen Risiken wurden Bedingungen entwickelt, die bei der Konstruktion von Fahrzeugkästen beachtet werden sollen. Diese Maßnahmen sollen Unfälle verhindern helfen oder ihre Auswirkungen senken, selbst wenn andere Sicherheitsmaßnahmen versagt haben. Der Schutz der Fahrzeuginsassen wird dabei grundsätzlich unter anderem dadurch erreicht, dass die Struktur der Fahrzeuge nach einem Unfall erhalten bleibt, das heißt, dass bestimmte in der Norm definierte Fahrgast-Überlebensräume auch nach der vollständigen Stauchung der Deformationszonen erhalten bleiben.

Die Anforderungen betreffen den Fahrzeugkasten und direkt dazugehörige Elemente wie Kupplung und Stoßeinrichtung, die bei einer Kollision energieabsorbierend wirken können. Die neue Norm ergänzt und ist kompatibel mit DIN EN 12663 zur Festigkeitsanforderung an Wagenkästen bei Schienenfahrzeugen.

Die DIN EN 15227 ist eine mandatierte Norm, das heißt sie unterstützt von der Europäischen Kommission herausgegebene Richtlinien, z. B. die Richtlinie 96/48/EG zur Interoperabilität des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsbahnsystems.


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