Hamburgs Luftfahrtcluster ist Spitze!

Innovative Strategie „Neues Fliegen“ gewinnt Fördermittel vom Bund
(PresseBox) (Hamburg, ) Das Luftfahrtcluster der Metropolregion Hamburg ist Deutschlands Spitzencluster. Mit der ganzheitlichen Strategie vom "Neuen Fliegen" konnte sich die Luftfahrtbranche an Alster und Elbe unter 38 Bewerbern beim bundesweiten und branchenübergreifenden Spitzencluster- Wettbewerb behaupten und darf sich nun mit vier weiteren Spitzenclustern 200 Millionen Euro Fördermittel teilen. Herausragend in der neuen Clusterstrategie sind die drei Leuchtturmprojekte "Kabinentechnologie und innovative Brennstoffzellenanwendung", "Neue MRO - Kompetenzerweiterung auf neue Flugzeuggenerationen" sowie "Effizienter Flughafen 2030". Die Führung der drei Leuchtturmprojekte übernehmen jeweils Airbus, Lufthansa Technik und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie binden dabei zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute ein. Gestützt wird die Umsetzung der Strategie durch mehr als 20 Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Forschung & Technologie und Clustermanagement.

"Große Ziele erreicht man nur gemeinsam. Diese Erkenntnis ist in Hamburg gelebte Tradition. Deshalb haben hier seit Beginn der 100-jährigen Luftfahrtgeschichte Industrie, Wissenschaft und Forschung, Politik und Verwaltung konsequent die Entwicklung des Luftfahrtstandortes voran getrieben", sagt Walter Birkhan, Manager des Luftfahrtclusters Hamburg und zugleich Projektleiter Luftfahrt bei der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH. "In Hamburg gab es schon Clusterstrukturen als dieser Begriff in Deutschland noch nahezu unbekannt war. Es freut mich sehr, dass auch diesmal alle Akteure am Luftfahrtstandort Hamburg an einem Strang gezogen haben, um zum Zentrum für "Neues Fliegen" zu avancieren und wir so Deutschlands Spitzencluster geworden sind."

Die ganzheitliche Strategie vom "Neuen Fliegen" mit ihren drei Leuchtturmprojekten spiegelt die Kernkompetenzen am Luftfahrtstandort Hamburg wider. Das Luftfahrtcluster umfasst die gesamte Wertschöpfungskette des Flugzeugbaus, des Flugzeugs im Lebenszyklus und des Lufttransportsystems. Somit hat sich die Metropolregion Hamburg zum Ziel gesetzt,ökonomischere Konzepte und Lösungen für den steigenden Flugverkehr zu entwickeln und das Fliegen wirtschaftlicher, aber auch komfortabler, zuverlässiger und flexibler zu gestalten.

Das Projekt "Kabinentechnologie und innovative Brennstoffzellenanwendungen" hat zum Ziel, durch leichtere Materialien und den Einsatz von Brennstoffzellen auf Wasserstofftechnologie den Ressourcenverbrauch und die Emissionen deutlich zu reduzieren. "Wir freuen uns sehr über diese positive Entscheidung, die die Forschungskompetenzen bei Airbus in Hamburg stärkt. Ich danke allen Forschungspartnern für das starke, persönliche Engagement und die exzellente Arbeit, mit der wir gemeinsam die hochrangige Jury überzeugt haben. Mit der Brennstoffzellentechnologie entwickeln wir ein wichtiges Instrument, um zukünftige Flugzeuggenerationen noch umweltfreundlicher und ökoeffizienter zu betreiben", sagt Dr. Gerald Weber, Airbus Executive Vice President Operations und Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus in Deutschland.

Beim Projekt "Neue MRO" steht im Vordergrund, die Kompetenzen auf neue Flugzeuggenerationen zu erweitern. Mit innovativen Werkstoffwissenschaften, Diagnostik, Informations-, Verfahrens-, Prozess- und Automatisierungstechnologie soll eine optimale Betreuung über den gesamten Lebenszyklus der neuen Jets gewährleistet werden. Dazu Bernhard Conrad, Leiter Entwicklungsbetrieb und Innovation sowie Chief Technology Officer (CTO) bei der Lufthansa Technik AG, dem Weltmarktführer für Wartung, Reparatur und Überholung: "Wir arbeiten schon jetzt gemeinsam mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen und den Hochschulen auf sehr hohem Niveau. Hervorzuheben sind am Luftfahrtstandort Hamburg vor allem die Innovationslandschaft und das dichte Netzwerk. Mit dem Projekt "Neue MRO" erfahren diese Kernkompetenzen einen weiteren wichtigen Impuls.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, die mit großem Engagement alle Akteure im Luftfahrtcluster durch die Teilnahme am Wettbewerb noch enger zusammengebracht hat."

Mit dem Leuchtturm "Effizienter Flughafen 2030" sollen ökonomischere Konzepte und Lösungen für den steigenden Flugverkehr entwickelt werden. Prof. Dr.-Ing. Volker Gollnick vom Institut für Lufttransportkonzepte und Technologiebewertung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kommentiert : "Dieses Projekt bietet für das gesamte Team um den Flughafen Hamburg und für das DLR die große Chance, Technologien in einem für Hamburg noch nicht so ausgeprägten Gebiet, nämlich der Luftfahrtprozesse und deren Steuerung voranzubringen. Ebenso wird die Entwurfsfähigkeit für Flugzeuge hier in Hamburg deutlich gestärkt. Vor allem für die KMU, die kleinen und mittelständischen Unternehmen, werden hieraus mehrere neue Produktlinien entstehen, die ein gutes Marktpotential haben. Wir alle profitieren von der Bewerbung, weil diese die Einzelkompetenzen von Großindustrie, KMU, Großforschung und Hochschulen zusammengeführt und zu einem Team geschmiedet hat. Allein das ist ein großer Schritt nach vorn. Die Teilnahme am Spitzencluster-Wettbewerb ist für das DLR und allen Beteiligten am Leuchtturm "Effizienter Flughafen 2030" ein großer Glücksfall, der uns riesig freut!"

Das Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg teilt sich in den kommenden fünf Jahren die 200 Millionen Euro Fördermittel mit den vier weiteren Spitzenclustern BioRN - Der Biotechnologie-Cluster Zellbasierte & Molekulare Medizin in der Metropolregion Rhein- Neckar, Cool Silicon - Energy Efficiency Innovations from Silicon Saxony, Forum Organic Electronics in der Metropolregion Rhein-Neckar und Solarvalley Mitteldeutschland.

Kontakt

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