Vektorsignalanalysator/-generator für Signale bis 6,6 GHz für PXI Express vor

Neue modulare RF-Messgeräte und PXI-Express-Chassis erlauben schnelle, flexible RF-Messungen
6,6 GHz Instrumente (PresseBox) (München, ) National Instruments (Nasdaq: NATI) gab die Markteinführung von neuen RF-Vektorsignalanalysatoren/-generatoren sowie eines PXI-Express-Chassis mit 18 Steckplätzen bekannt. Diese softwaredefinierten modularen Messgeräte - der RF-Vektorsignalanalysator NI PXIe-5663 und der RF-Vektorsignalgenerator NI PXIe-5673 für Signale bis jeweils 6,6 GHz - werden vom NI-PXIe-1075-Chassis, das 18 Steckplätze bietet und eine Übertragung von Daten mit hoher Bandbreite ermöglicht, ideal ergänzt. Das Modul NI PXIe-5663 kann Signale von 10 MHz bis 6,6 GHz bei einer analogen Bandbreite von bis zu 50 MHz analysieren, und das Modul NI PXIe-5673 kann Signale von 85 MHz bis 6,6 GHz bei einer analogen Bandbreite von bis zu 100 MHz generieren. Das Chassis NI PXIe-1075 ist das branchenweit erste PXI-Express-Chassis, bei dem PCI-Express-Lanes direkt an jedem Steckplatz zur Verfügung stehen, wodurch bis zu 1 GB/s Bandbreite pro Steckplatz und bis zu 4 GB/s Gesamtsystembandbreite bereitgestellt werden.

Die neuen modularen RF-Messgeräte können die Vorteile leistungsstarker Multicore-Prozessoren voll ausnutzen und eignen sich daher besonders für Hochgeschwindigkeits-RF-Messungen und automatisierte Wireless-Prüfungen. Die Möglichkeit, mit LabVIEW 8.6 parallele Messalgorithmen auf Multicore-Prozessoren zu implementieren, befähigt Anwender der neuen RF-Vektorsignalanalysatoren und -generatoren, gängige Messungen in der Funk- und Nachrichtentechnik erheblich schneller durchzuführen als mit traditionellen Messgeräten. Beispielsweise können die modularen RF-Messgeräte im Vergleich mit traditionellen Instrumenten viele individuelle WCDMA-Messungen über 20-mal schneller ausführen. Da Messungen wie etwa die Adjacent-Channel Leakage Ratio (ACLR) in nur ca. 8 ms durchgeführt werden können, sind Anwender in der Lage, komplette WCDMA-Gerätecharakterisierungen bis zu 5-mal schneller durchzuführen.

Anwender können diese Messgeräte zudem zur schnelleren Durchführung von Standardmessungen einsetzen. So werden beispielsweise für eine typische Spektrumanalyse (Breite des Bandes: 50 MHz Band, Auflösungsbandbreite: 30 kHz) mit dem Controller NI PXIe-8106 nur knapp 4 ms benötigt. Im Vergleich dazu benötigen führende traditionelle Messgeräte für dieselbe Messung 100 ms oder mehr. Mit dem Aufkommen neuer Multicore-Prozessoren werden die Zeiten für PXI-basierte RF-Messungen weiter abnehmen, ohne dass Änderungen bei den RF-Messgeräten oder der Programmierung in NI LabVIEW erforderlich werden. Dadurch werden maximale Messleistung, erhöhte Systemlebensdauer und sinkende Investitionen möglich.

Neben Leistungsfähigkeit bieten die neuen modularen RF-Messgeräte aufgrund der komplett softwaredefinierten Architektur maximale Flexibilität. Anwender können Wireless-Protokolle einfach durch Rekonfigurierung der Software mithilfe von standardspezifischen LabVIEW-Toolkits oder durch Erstellen eigener Modulationsalgorithmen entwickeln und testen. NI und National Instruments Alliance Partner bieten auf LabVIEW basierende Toolkits, die für viele gängige und neue Kommunikationstechnologien eingesetzt werden können. Zu diesen zählen u. a. WiMAX, GPS, WCDMA, GSM, EDGE, Videoübertragungsstandards, 802.11, Bluetooth, OFDM und MIMO. Daneben können Anwender RF-Messgeräte für PXI in über 1500 PXI-Module wie Hochgeschwindigkeits-Digitizer, Signalgeneratoren und Präzisions-DC-Messgeräte integrieren, um ihre gesamten Prüfanforderungen zu erfüllen.

Die neuen modularen Messgeräte für Signale bis 6,6 GHz erreichen dieses neue Leistungsniveau mithilfe aktueller kommerzieller Technologien, darunter hochwertige Digital-Analog-Wandler und Analog-Digital-Wandler mit 16 bit, die bei der Erzeugung und Digitalisierung von Signalen für ein optimales dynamisches Verhalten eingesetzt werden. Der RF-Vektorsignalgenerator NI PXIe-5673 nutzt die direkte Aufwärtswandlung, um RF-Bandbreiten bis zu 100 MHz zu realisieren. In einem Impairment-Modus können Anwender einen integrierten FPGA (Field-Programmable Gate Array) verwenden, um Verstärkungsfehler, IQ-Offset und Quadraturfehler schnell manuell zu korrigieren. Durch Einstellungen im Basisband, die für eine bestimmte Frequenz optimiert wurden, können Anwender eine Träger- und Seitenbänderunterdrückung erzielen, die besser als -85 dBc ist. Der RF-Vektorsignalanalysator NI PXIe-5663 bietet einen nahezu konstanten Durchlassbereich und geringes Phasenrauschen, so dass modulierte Signale sehr genau gemessen werden können. Beispielsweise liegen typische Abweichungen (EVM-Wert, Error Vector Magnitude) für WCDMA mit mehr als 2600 Symbolen bei 0,8 Prozent für 2 GHz. Der typische EVM-Wert für WiMAX beträgt -52 dB für 3,8 GHz.

"Jetzt können Anwender von den Leistungsvorteilen echter softwaredefinierter RF-Messgeräte auf Basis von LabVIEW und der PXI-Plattform profitieren", so Joseph E. Kovacs, leitender RF and Communications Manager für National Instruments. "Dank der Bandbreite von PXI Express und den parallelen Verarbeitungsfunktionen von Multicore-Prozessoren werden softwaredefinierte RF-Messgeräte von NI entsprechend aktueller technologischer Entwicklungen auch zukünftig schneller werden. Unsere Kunden können von Geschwindigkeitsverbesserungen des Faktors 10 im Vergleich zu heutigen traditionellen Messgeräten profitieren, die sich dadurch ergeben, dass Prozessoren mit mehr Kernen auf den Markt kommen."

Das Chassis NI PXIe-1075 mit 18 Steckplätzen bietet acht Hybridsteckplätze, die entweder PXI-Express-Module oder mit Hybridsteckplätzen kompatible PXI-Module aufnehmen können und so die Wiederverwendungsmöglichkeiten vorhandener PXI-Module erhöhen. NI PXIe-1075 wurde für leistungsstarke Systeme konzipiert, stellt einen Betriebstemperaturbereich von 0 bis 50 ° Celsius bereit und liefert integrierte Funktionen zur Systemüberwachung, darunter Power Management, Lüfterregelung und Temperaturüberwachung für das gesamte Chassis.

Auf der Webseite ni.com/rf/d/platform finden Sie weitere Informationen zu den neuen modularen RF-Messgeräten für Signale bis 6,6 GHz und das leistungsstarke PXI-Express-Chassis mit 18 Steckplätzen.

Über PXI und modulare Messgeräte

PXI (PCI eXtensions for Instrumentation) ist eine offene Spezifikation der PXI Systems Alliance (www.pxisa.org), die eine robuste, auf CompactPCI basierende Plattform definiert, welche für Mess-, Prüf-, Steuer- und Regelanwendungen optimiert ist. Die im Jahr 1997 eingeführte PXI-Spezifikation wird von über 70 Mitgliedsunternehmen unterstützt und es sind mehr als 1500 Produkte auf dem Markt verfügbar. Mit modularen PXI-Messgeräten spezifizieren Anwender genau die Funktionalität, die sie benötigen und können dabei aus vielfältigen Mess-, Signalerzeugungs-, RF-, Stromversorgungs- und Schaltmodulen auswählen. Diese können sie anschließend softwareseitig an ihre speziellen Messaufgaben anpassen. PXI- und modulare Messgeräte ermöglichen hohe Geschwindigkeiten bei der Testdurchführung, indem sie sich die Leistung von Standard-PCs und anspruchsvollen Timing- und Synchronisationstechnologien zunutze machen. Die Produktfamilie beinhaltet folgende Produkte:
- Digitizer/Oszilloskope (Auflösung bis 24 bit, Abstastrate bis 2 GS/s, max. 8 Kanäle)
- Signalgeneratoren (Auflösung bis 16 bit, Abtastrate bis 200 MS/s)
- Digitalsignalgeneratoren/-analysatoren (Datenübertragungsrate bis 400 Mbit/s)
- RF-Signalgeneratoren und -analysatoren (Frequenzbereich bis 6,6 GHz)
- Digitalmultimeter (Genauigkeit bis 7 1/2 Stellen)
- Source Measure Unit (4-Quadranten-Quelle, 1-nA-Auflösung)
- Programmierbare Netzteile (bis 20 W, 16 bit)
- Analysatoren dynamischer Signale (Auflösung von bis zu 24 bit, Abtastraten von bis zu 500 kS/s)
- Schaltmodule (Multiplexer, Matrixschalter, universelle und RF-Schaltmodule

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