Vive l'évolution

Farbtrend-Update der BASF Coatings: Sanfter Wandel statt hartem Umbruch
(PresseBox) (Münster, ) Pünktlich zur Eröffnung ihres Color Design Studio Europe erneuern die BASF Coatings-Designer Eva Höfli, Mark Gutjahr und Katja Pauli ihre Farbtrendprognose für die europäische Automobilwelt. Noch immer erkennen sie das gestiegene Umweltbewusstsein in der Bevölkerung als den gesellschaftlichen Meta-Trend mit Einfluss auf die Farbtrends der Autos an. Gleichzeitig stellen sie jedoch klar: "In Europa wird sich der Wandel eher sanft vollziehen. Evolution statt Revolution ist das Gebot der Stunde." Denn neben dem Streben nach ökologisch verantwortungsbewusstem Handeln sehen sie einen weiteren Trend: Während es für einen Teil der Bevölkerung gar nicht hochwertig und nachhaltig genug sein kann, bestimmen für einen anderen Teil allein materielle Zwänge das Leben. "Geiz ist nicht mehr das Gebot der Stunde, aber Wirtschaftlichkeit und Konsequenz im Handeln sind teilweise überlebenswichtig", bringt es Mark Gutjahr auf den Punkt.

Auch die Automobilindustrie greift beide Trends auf: Neben emissionsfreien, aber noch sehr kostspieligen Elektroautos drängen vor allem in Osteuropa und Asien preiswerte Autos für eine neue Käuferschicht mit Macht auf den Markt. Gemeinsamer Ansatz beider Entwicklungen ist, dass sie den Wandel im Bestehenden suchen. So verhält es sich auch mit der Farbgebung zukünftiger Automobillacke. "Die Zeiten, in denen nur das als modern und gut galt, was gänzlich neu entwickelt wurde, sind vorbei", beschreibt Eva Höfli das Ergebnis der Trendrecherche. Noch immer seien Silber und Schwarz die absoluten Spitzenreiter unter den Farbtönen bei PKW-Neuzulassungen in Europa - und daran werde sich auch in naher Zukunft nichts verändern. Blau, Rot und Weiß folgen mit einigem Abstand. Die Trendexperten erkennen bereits heute, dass sich beide Entwicklungen - Öko-Boom und Sparzwang - auf ihre spezielle Weise in der automobilen Farbwelt widerspiegeln werden.

Besonders gut lässt sich dies am Beispiel Silber belegen. Einerseits effektvoll und facettenreich kommen die neuen Farbtöne daher. Neue Pigmente geben dem einstmals kühlen Silber einerseits eine warme, fast organisch anmutende Note, andererseits verleihen sie ihm subtilste farbliche Nuancen. "Die Auskunft: mein Auto ist silberfarben wird in Zukunft oftmals nicht mehr ausreichen", prognostiziert Eva Höfli. "Dazu ist das Spektrum der individuellen Möglichkeiten mittlerweile zu groß." Von sehr hellen, fast weißartigen Tönen bis zu dunklen, schweren Farbgebungen ist alles denkbar. Mit besonderer Spannung verfolgen die Designer in diesem Segment die Tendenz zu bewusster Unaufdringlichkeit, zu stilvollem Understatement. "Schick ist nicht mehr, was am pompösesten glitzert. Klasse zeigt sich oft erst beim zweiten oder dritten Blick", beschreibt Eva Höfli. Gleichzeitig gilt es jedoch auch, für weniger Design-affine Käufer Farbtöne zu entwickeln, deren Effekte weniger aufwändig in der Produktion und trotzdem keineswegs langweilig sind.

Mindestens ebenso deutlich erkennen die Designer konkurrierende gesellschaftliche Strömungen in der Entwicklung der Farbe Schwarz. Dieser Farbton wird in Zukunft ein bisher ungekanntes Spektrum an Emotionen vermitteln. "Das Schwarz von morgen ist nicht mehr länger die einfache Lösung, die es heute oft verkörpert", meint Mark Gutjahr. Vielmehr finden auch hier widerstreitende Kräfte ihren Ausdruck: klares Statement einerseits, Unsicherheit und Bedenken andererseits. Ersteres zeigt sich vor allem in den extrem klaren, tiefschwarzen Nuancen. Ganz anders kommen da die neuen, ausufernd funkelnden oder getönten Schwarztöne daher. Anders als zuvor werden diese nicht mehr sichtbar ins Gräuliche abdriften, sondern sattes Schwarz mit extremem Sparkle oder farbigen Highlights kombinieren. "So absurd es klingen mag: es wird ein Schwarz sein, das leuchtet. Und das auch ohne Licht", malt Mark Gutjahr die Vision.

Der sanfte Weißtrend der vergangenen Jahre setzt sich in Europa vor allem auf hochklassigen Automobilen aus dem Premium-Segment nach und nach weiter fort. Bei Blau- und Rottönen geht die Entwicklung in Richtung sehr tiefer, intensiver und gesättigter Farben. Bei diesen hochchromatischen Varianten zeigt sich nicht zuletzt, wie viel Technik im Designprozess steckt. "Nicht nur Trends breiten sich heute viel schneller global aus als früher, sondern auch Technologien", erklärt Mark Gutjahr. "Als Partner der Automobilhersteller müssen wir natürlich Ideengeber sein. Die Zeit der reinen Ideen ohne Umsetzungsmöglichkeit ist jedoch vorbei. Wir versuchen daher stets, bei der Idee schon die Umsetzung mitzudenken." Klingt nach einem Trend, der sich durchsetzen wird.

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