Plagiate erkennen und verhindern

VDMA auf der Messe SPS/IPC/DRIVES 2008
(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Zum zweiten Mal präsentiert der VDMA das Thema Produktpiraterie auf der SPS-Messe. Vom 25. bis zum 27. November 2008 zeigt der Verband zusammen mit mehreren Partnern, was bereits heute gegen Plagiate unternommen werden kann. Der Messeauftritt steht unter dem Motto "Plagiate erkennen und verhindern".

Dass das Thema unverändert wichtig ist, zeigt die VDMA-Umfrage "Produkt- und Markenpiraterie in der Investitionsgüterindustrie 2008". Bereits zwei Drittel der Unternehmen sind von unzulässigen Nachbauten betroffen. Der geschätzte Jahresumsatzverlust für den deutschen Maschinenbau beträgt inzwischen circa sieben Milliarden Euro bei einem Branchenumsatz im Maschinen- und Anlagenbau in 2007 von rund 193 Milliarden Euro.

Nahezu jedes Unternehmen trifft Maßnahmen, um sich vor der Bedrohung durch Plagiate zu schützen. Neben der Anmeldung von gewerblichen Schutzrechten werden auch Möglichkeiten eines technischen Kopierschutzes genutzt. 56% der Unternehmen sind hier aktiv. Dabei stehen Maßnahmen der Produktkennzeichnung (33%), konstruktive Maßnahmen (26%) sowie der Schutz durch Software (20%) im Vordergrund. Allerdings gibt es auch ein großes Potenzial für den technischen Kopierschutz: 44% der Unternehmen nutzen ihn derzeit nicht, da entweder die derzeitigen Möglichkeiten sich nicht für das konkrete Produkt eignen (23%) oder geeignete technische Maßnahmen grundsätzlich unbekannt sind (17%).

Präsentationen auf dem VDMA-Messestand

Darauf beziehen sich die diesjährigen Präsentationen des VDMA auf der SPS-Messe. Zusammen mit mehreren Partnern zeigen wir, welche technischen Möglichkeiten derzeit schon bestehen. Die Präsentationen der Mitaussteller in Halle 10, Stand 10-310, erläutern folgende Aspekte:

- Schutz von Embedded Software sowie von Produktionsdaten und Dokumenten(WIBU-SYSTEMS)
- Globaler Markenschutz (SAP)
- Erfassung von sichtbaren und unsichtbaren Markierungen im Automatisierungsprozess (SICK)
- Forschungsoffensive "Innovation gegen Produktpiraterie" im Projekt ConImit.

Die Partnerfirmen stehen für Fragen und Diskussionen auf dem Messestand an allen drei Tagen zur Verfügung. Das Thema wird auch im Pressegespräch des VDMA am 2. Messetag dargestellt.

Bei den technischen Möglichkeiten gegen Plagiate spielt gerade Software, vielfach auch auf Chips in der Maschine abgelegt, eine wesentliche Rolle. Bei Bauteilen, Maschinen und Anlagen sieht die Sache etwas anders aus. Hier müssen Technologien genutzt werden, die mit bloßem Auge nicht und nur mit Hilfsmitteln (Lesegeräten oder ähnliches) erkennbar sind. Die auf dem VDMA-Stand präsentierten Lösungen geben Hinweise und bieten Hilfestellungen an.

VDMA-Kampagne Pro Original

Neben technischen Lösungen spielen Maßnahmen immer mehr eine Rolle, die bei den Käufern ansetzen und dort ein Bewusstsein für den Wert von Originaltechnologie schaffen. Dies erreicht die VDMA-Kampagne "Pro Original", deren zentrale Botschaft lautet: "Originaltechnologie macht sich bezahlt". Ziel des Vorhabens ist eine Förderung von Prävention gegen Produktpiraterie in der Investitionsgüterindustrie.

Ein wesentliches Ergebnis der VDMA-Umfrage zeigt, dass das Thema Plagiate keine Eintagsfliege ist. Nach Auffassung von 64% der Unternehmen - unabhängig davon, ob sie bereits von Produktpiraterie betroffen sind - hat die Schädigung oder Bedrohung durch Plagiate in den letzten drei Jahren zugenommen. Das Thema wird also den Maschinenbau weiterhin beschäftigen. Der VDMA leistet auf der SPS-Messe einen Beitrag zur Abwehr von Plagiaten.

Weitere Schwerpunkte, die der VDMA zur SPS-Messe 2008 ansprechen wird, sind die beiden Veröffentlichungen "VDMA-Kompass Steuerungstechnik 2009 - Tipps für den Maschinenbau" sowie der VDMA-Leitfaden "Programmierbare Sicherheitstechnik - Entscheidungshilfe für den Einsatz im Maschinenbau". Auch sie werden im Pressegespräch am 26. November 2009 genannt.

Kontakt

VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
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Peter Früauf
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