Bundesstatistik bestätigt Spitzenposition im Bildungsbereich

Müller: "Ergebnis kontinuierlicher und zukunftsweisender Bildungspolitik"
(PresseBox) (Erfurt, ) Der heute veröffentlichte Bericht des Statistischen Bundesamtes "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" bestätige erneut die bundesweite Spitzenposition des Freistaats im Bildungsbereich, erklärt Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU).

Kultusminister Müller: "Das gute Abschneiden ist Ergebnis einer seit 18 Jahren kontinuierlichen und zukunftsweisenden Bildungspolitik. Dank des durchlässigen und zweigliedrigen Schulsystems sowie dank unserer hervorragenden Hochschulen ist der Freistaat eine Kaderschmiede für Ingenieure und Nachwuchsforscher. Außerdem haben wir die höchsten Bildungsausgaben und die beste Schüler-Lehrer-Relation. Das hat nach dem Bildungsmonitor 2008 nun auch der Statistikbericht deutlich gemacht. Mit dem Entwicklungsvorhaben 'Eigenverantwortliche Schule', dem 'Thüringer Bildungsplan für Kinder bis 10 Jahre', der Weiterentwicklung des Gymnasiums und der Regelschule, dem Hochschulpakt im Rahmen der Zukunftsinitiative 'Exzellentes Thüringen' werden wir diesen erfolgreichen Weg weiter beschreiten. Thüringen ist und bleibt Bildungsland auf höchstem Niveau."

Laut Statistik sind Studienanfänger mit rund 20 Jahren in Thüringen am jüngsten, da die Hochschulreife bereits nach zwölf Jahren erworben werden könne. Mit 19 Prozent der Absolventen im Bereich der Ingenieurwissenschaften gehört Deutschland neben Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern zum Spitzenquartett in Deutschland. Der OECD-Durchschnitt liege bei 12 Prozent. Auch beim Frauenanteil der Absolventen in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern liege der Freistaat mit 28 Prozent im Spitzenfeld und über den OECD-Schnitt von 26 Prozent. Deutlich über dem OECD-Mittelwert sei auch die Zahl der weiblichen Absolventinnen mit einem Hochschulabschluss. Thüringen sei darüber hinaus insbesondere für Studierende aus China ein attraktiver Hochschulstandort. Ihr Anteil liege bei 24 Prozent aller ausländischen Studierenden. Deutschlandweit seien es 12 Prozent.

Bundesweit vorn sei der Freistaat auch bei den Bildungsausgaben pro Bildungsteilnehmer in Relation zum Bruttoinlandsprodukt je Einwohner. So würden die Ausgaben für Bildungseinrichtungen mit 42 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 26 Prozent liegen. Die jährlichen Ausgaben pro Schüler im Sekundarbereich würden 42 Prozent betragen. Im Durchschnitt aller Länder seien es 25 Prozent. Deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 44 Prozent und dem OECD-Schnitt von 42 Prozent seien auch die Ausgaben im Hochschulbereich. Mit 63 Prozent verzeichne Thüringen einen der höchsten Werte.

Auch beim Betreuungsverhältnis braucht sich der Freistaat nicht zu verstecken. Demnach würden im Sekundarbereich I elf Schüler auf einen Lehrer kommen. Deutschlandweit liege die Schüler-Lehrer-Relation hier bei 16:1. Die durchschnittliche Klassengröße im Sekundarbereich I betrage im Freistaat 20 Schüler (OECD-Wert: 24). Darüber hinaus habe Thüringen mit 8,8 Prozent die wenigsten frühen Schulabgänger und liegt damit deutlich unter dem EU-Zielwert von 10 Prozent und dem Bundesdurchschnitt von 13,8 Prozent.

Der Statistikbericht "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" ist im Internet unter www.destatis.de zu finden.

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