Bildung online? – Hauptstadtregion profiliert sich mit E-Portfolio Berlin und Web 3.0-Akademie als Innovationsstandort für E-Education

(PresseBox) (Berlin, ) In Fachkreisen ist man sich weitgehend einig, dass der Begriff E-Learning nur unzureichend beschreibt, was darunter vor dem Hintergrund der Entwicklung des Internets mittlerweile alles zusammengefasst wird. E-Portfolios, Wikis oder Second Life gehen weit über das Lernen am Computer hinaus. Bildung und Lernen finden zunehmend in virtuellen Kommunikations- und Arbeitsräumen statt. Deren Potenziale für die viel beschworene Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts richtig zu nutzen, wird die Aufgabe der Zukunft sein.

Am 22. September treffen sich in der Humboldt-Universität zu Berlin ausgewiesene Fachleute auf den Xinnovations 2008, um innovative Formen des Kompetenzerwerbs mit digitalen Medien zu erörtern und deren Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft aufzuzeigen. In gesellschaftlicher Hinsicht geht es dabei um die Frage, welchen Beitrag digitale Medien leisten können, um dem Einzelnen durch Unterstützung beim Lernen und Bilden die demokratische Teilhabe zu ermöglichen. Aus wirtschaftlicher Sicht soll gezeigt werden, dass die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bereits jetzt als Innovationsstandort für E-Education gelten kann.

Impulsvorträge

Das Forum E-Education eröffnet Prof. Dr. Norbert Bolz von der Technischen Universität Berlin mit seinem Impulsvortrag "Kompetenzentwicklung mit digitalen Medien - Entwicklungen, Herausforderungen und Innovationen". In drei weiteren Vorträgen werden das "E-Portfolio Berlin", die "Web 3.0-Akademie" und "Neue Ansätze für Wissensmanagement im Arbeitsprozess" vorgestellt.

Das Projekt E-Portfolio Berlin wird präsentiert von Jörg Hafer, Geschäftsführer Educational Design Bildung & Technologie GmbH und Mitglied im Beirat E-Education des Xinnovations e. V. "Jenseits von E-Learning" beschreibt sein Vortrag E-Portfolios als "digitale Werkzeuge für die Kompetenzentwicklung", was nicht weniger als einen Paradigmenwechsel im Bereich Bildung und Lernen mit digitalen Medien darstellt. Beim E-Portfolio rückt der Lernende in den Mittelpunkt, der seine Kompetenzen in Form eines elektronischen Portfolios selbst dokumentiert, reflektiert und im Laufe seines (Berufs-)Lebens Dritten wie Arbeitgebern, Universitäten oder Arbeitsvermittlern zur Verfügung stellt. Mit dem Projekt EPortfolio Berlin will die Initiative das vorhandene Know-how am Standort bündeln, um die Hauptstadtregion zum Vorreiter auf dem Weg in die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu machen.

Neue Wege beschreitet auch die Web 3.0-Akademie, eine Kooperation zwischen der Freien Universität Berlin - AG Didaktik der Informatik, AG Netzbasierte Informationssysteme und is-research GmbH - und der structura GbR, ein Berliner Unternehmen für Organisationsentwicklung.

Die Web 3.0-Akademie bietet Berliner Unternehmen der IT- und Medienbranche eine Plattform, um praktisches Wissen zu innovativen Web-Technologien zu erwerben, Informationen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Neu ist das didaktische Konzept der Web-Akademie, das von Beginn an die unterschiedlichen Qualifikationen der Lernenden berücksichtigt und bei Bedarf Präsenzveranstaltungen vorsieht. Auf der Plattform kommen semantische, sprich Web 3.0-Technologien, zum Einsatz, mit denen Aufgaben automatisch generiert und adaptiv an den Wissensstand des Lernenden angepasst werden.

Die Berliner Wirtschaft profitiert von der Web 3.0-Akademie in zweifacher Hinsicht: Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der IT- und Medienbranche bietet die Web-Akademie Fortbildungsangebote zu Web-Technologien, wie zahlreiche Unternehmen sie benötigen. In Bezug auf fehlende Entwicklungsabteilungen gerade in kleineren und mittleren Unternehmen bietet sich die Web 3.0-Akademie als ausgelagerter Think Tank an.

"Neue Ansätze für Wissensmanagement im Arbeitsprozess" beschreibt Maya Biersack, Geschäftsführerin der EsPresto AG. In ihrem Vortrag fokussiert sie das Thema Social Software, einen Teilbereich des Web 2.0, und gibt Beispiele, welche Rolle die unterschiedliche Software im Wissensmanagement eines Unternehmens spielen kann. Zu Beginn wird sie kurz die Softwarekategorien Wikis, Weblogs sowie Tagging vorstellen, um dann deren möglichen Nutzen für ein Unternehmen im Bereich Wissensmanagement zu identifizieren. Im Vordergrund steht dabei die Frage, inwiefern die Erfolge, die im World Wide Web mit Social Software erzielt werden, auf Unternehmen übertragbar sind und welche Kriterien entscheidend sind, damit der Einsatz von Social Software im eigenen Unternehmen erfolgsversprechend ist.

World Café Mit den Impulsvorträgen wird eine Basis für die vertiefenden Diskussionen an den Thementischen des World Cafés gelegt, die zu folgenden Themen angeboten werden:

E-Portfolio, Games/3D, Social Software, Wissensmanagement, Web 2.0, Web 3.0-Akademie, Content und Institution 2.0. Im Rahmen des World Cafés werden die Impulse aus den Vorträgen aufgegriffen und an den einzelnen Thementischen diskutiert. Die Ergebnisse werden am Ende der Veranstaltung zusammengetragen und allen Teilnehmern in einem einstündigen Resümee vorgestellt.

Um die Vernetzung der teilnehmenden Fachleute im Forum E-Education zu fördern und innovative Kooperationsprojekte anzustoßen, besteht im Anschluss an das World Café die Möglichkeit zum Networking beim Buffet. Darüber hinaus findet die Veranstaltung eine Fortsetzung im Rahmen sogenannter Themenworkshops, die allen interessierten Teilnehmern prinzipiell offen stehen.

Der Besuch des Forums ist kostenlos. Erforderlich ist eine Online-Registrierung unter:

http://www.xinnovations.de/... Wer sich für eine Teilnahme an den geplanten Themenworkshops interessiert, trägt sich mit seinem Thema im virtuellen Forum ein:

http://www.xinnovations.de/... Die vollständige Programmvorschau finden sie unter:
http://www.xinnovations.de/...
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