Internationales Interesse an Medizintechnik-Konferenz in Wien

Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren Entwicklungen mit Marktpotenzial
Internationales Interesse an Medizintechnik-Konferenz in Wien. (PresseBox) (Steyr-Gleink, ) "Mit dem Interesse, das wir auf der Medizintechnik-Konferenz SMIT 2008 geweckt haben, sind wir vollauf zufrieden. 210 Teilnehmer aus 24 Ländern, dieser Ansturm hat unsere Erwartungen weit übertroffen", freut sich Gernot Kronreif, Wissenschafter bei der PROFACTOR Gruppe und Co-Präsident der SMIT 2008. "Die international besuchte Konferenz hat uns gezeigt, dass wir mit der Vernetzung von Automatisierungstechnik, Sensorik und Medizin im Trend liegen."

25 Postervorträge, 125 Vorträge, in 26 thematischen Vortragsblöcken und eine Industrie-Ausstellung mit 13 Unternehmen standen bei der diesjährigen SMIT von 28. bis 30. August am Programm. Die Veranstaltung der "Society for Medical Innovation and Technology" wurde heuer bereits zum 20. Mal durchgeführt.

Vernetzung von Medizin, Medizintechnik und Industrie

Die TeilnehmerInnen an der Veranstaltung waren etwa je zur Hälfte Medizinwissenschafter und technische Entwickler von Medizintechnik. Gernot Kronreif: "Was die Konferenz interessant und weltweit einzigartig macht, ist die Vernetzung der Themen. Wissenschaft und Wirtschaft trafen zusammen, um gemeinsam Entwicklungen mit Marktpotenzial zu diskutieren."

Enormes Potenzial für Medizinrobotik

Die Entwicklungstätigkeit der PROFACTOR Gruppe konzentriert sich seit über neun Jahren auf den Einsatz von Medizinrobotern und Assistenzsystemen. In enger Zusammenarbeit mit den Anwendern wie Ärzten, Therapeuten, Pflegepersonal und Patienten werden mögliche Einsatzbereiche für diese Arten von Servicerobotern identifiziert und unter Berücksichtigung der ganz spezifischen Anforderungen realisiert. Das Spektrum umfasst die Erstellung von Konzepten und Studien bis hin zur Entwicklung von marktnahen Prototypen. "Die Medizinrobotik bietet noch enormes Potenzial. Was Effektivität, Sicherheit und Kosten/Nutzen-Verhältnis anbelangt, stecken wir noch in den Kinderschuhen. Nach 20 Jahren Forschung und Entwicklung gibt es noch viele offene Fragen", so Kronreif.

Kompetenzzentrum für Medizinische Geräte und Systeme

Um einen weiteren Kompetenzaufbau in der Medizintechnik zu sichern, arbeiten PROFACTOR und die IMA, Integrated Microsystems Austria GmbH, in Zukunft verstärkt zusammen. In Planung ist ein gemeinsames Kompetenzzentrum für Medizinische Geräte und Systeme. Dazu wird ein Fördereintrag im Kompetenzzentrum-Programm "COMET" eingereicht. Entwickelt werden sollen zukunftsweisende medizinische Verfahren durch innovative Geräte und Systeme für neue Operationstechniken und begleitende Therapieverfahren. Die Themenschwerpunkte werden computer- und bildgestützte Robotersysteme, Operations-Instrumente sowie Sensorik- und Work-Flow-Lösungen sein.

Vielseitiges Modulsystem "IntraROB"

Ein Kernstück der Arbeiten bei PROFACTOR ist die Entwicklung des "IntraROB", einer modularen Roboterplattform für nadelbasierte Eingriffe. Dieses einfache und sehr flexible Modulsystem kann mittels "Plug-and-Play" auf eine Vielzahl von chirurgischen Applikationen angepasst werden. Als "dritte Hand des Chirurgen" hält und führt das System chirurgische, strahlen-therapeutische und diagnostische Instrumente. Mehrere klinische Anwendungen und erste Ergebnisse dieses Robotersystems wurden im Rahmen der SMIT 2008 in drei Vorträgen und einer Live-Demonstration vorgestellt.

Medizinisches Robotersystem für nadelbasierte Eingriffe

Basis der neuartigen Operationsplattform "IntraROB" sind die sogenannten "B-ROB-II-Module"."B-ROB-II" ist ein medizinisches Robotersystem, das zum Beispiel Gewebeproben entnimmt. Die Kooperation Arzt/Roboter gemeinsam mit computer-basierter Planung ermöglicht komplexe Biopsien mit sehr hoher Zielgenauigkeit und Transparenz. Das modulare System besteht aus ein oder zwei hoch-präzisen Positioniermodulen mit jeweils zwei Bewegungsachsen. Durch seine Kompaktheit kann es auch innerhalb der Öffnung eines Computer-Tomografen verwendet werden. Die unterschiedliche Anordnung einzelner Grundmodule eröffnet vielerlei Anwendungsmöglichkeiten.

Erfolgreich abgeschlossen

Erste erfolgreiche Studien in den Bereichen Brachytherapie, Neurochirurgie und HNO belegen die Vielseitigkeit und Anwendbarkeit des ausgearbeiteten Modulkonzeptes. So konnte im Sommer 2007 eine klinische Studie im Bereich Brachytherapie an der Prostata in Kooperation mit der Johns-Hopkins Universität (Baltimore, USA) erfolgreich abgeschlossen werden. Derzeit wird an der Produktüberleitung des Systems gearbeitet - es soll schon Mitte 2009 international vermarktet werden.

Kontakt

PROFACTOR GmbH
Im Stadtgut A2
A-4407 Steyr-Gleink
Bakk.Komm. Kathrin Riedlecker
PROFACTOR Gruppe
Corporate Communication
DI Dr. Gernot Kronreif
PROFACTOR-Gruppe
Leiter Fachbereich Assistenzsysteme und Service-Robotik

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