SAP Business ByDesign: Reden ist Silber - Schweigen ist Gold, oder doch nicht?

(PresseBox) (München, ) Auf die Einladung hin zu SAPs SME Customer Panel für die Region EMEA konnte Pierre Audoin Consultants (PAC) neben einer handvoll zufriedener Kunden auch den Erfolg der in diesem Segment bekannten Lösungen SAP Business One und SAP Business All-in-One dokumentieren. Jedoch blieb SAP konkrete Antworten zum Stand der Dinge bei ihrer SaaS-Lösung SAP Business ByDesign schuldig. In diesem Falle würde PAC entgegen dem Sprichwort das "Reden" als Gold ansehen und dem "Schweigen" vorziehen.

An einem Dienstagvormittag im September in einem Hotel nahe des Flughafens Heathrow gab SAP Vertretern der Presse und Analysten die Möglichkeit, 6 ihrer mittelständischen Kunden bezüglich ihrer Erfahrungen mit den erworbenen SAP-Lösungen zu befragen. Neben dem Ziel, in den kommenden Jahren wachsen zu wollen und dies mit Hilfe der SAP-Software IT-seitig zu unterstützen war allen darüber hinaus eines gemeinsam - die Marke SAP half bei der Entscheidungsfindung genau wie die Tatsache, dass eine Vielzahl der Kunden und Zulieferer auch SAP im Einsatz haben. Folgerichtig wäre zu schließen, dass sich die Marke und die Verbreitung SAPs auch bei der Lösung SAP Business ByDesign positiv auswirken müssten. "Doch über konkrete Erfolge und Fortschritte für diese als Software-as-a-Service (SaaS) angebotene Lösung wurde beharrlich geschwiegen," so Hassan Hosseini, Managing Consultant bei PAC.

Hans-Peter Klaey, President SME bei SAP, wurde nicht müde, auf die Erfolge bei den beiden anderen Lösungen zu verweisen. "Und ja, zweifelsohne ist es richtig, dass SAP in den vergangenen 18 Monaten hier erfreuliche Zuwachsraten verzeichnen konnte", so der Analyst des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens PAC im Weiteren. "Doch wie SAP selbst immer wieder gerne darauf hinweist wurden über 32.000 der ca. 38.000 Kunden im Mittelstand über SAPs Partner gewonnen. Allerdings muss man sich vor Augen führen, dass es sich um das klassische Geschäft Software + Services handelt." Bei der SaaS-Lösung und dem entsprechenden Volumengeschäft ist nicht nur ein anderes Geschäftsmodell gefragt, sondern auch ein (teilweise) anderer Typus Partner.

Nahezu ein Jahr nachdem SAP Business ByDesign präsentierte hat sich das öffentliche Auftreten in dieser Thematik gänzlich gedreht. Während man noch zu Beginn vollmundige Ankündigungen traf ist jetzt Schweigen im Walde. Wie PAC nach der SAPPhire in Berlin bereits analysierte ist hinlänglich bekannt, dass das Unternehmen seine ehemals ambitionierten Ziele - u.a. ein angepeiltes Umsatzziel von einer Milliarde Dollar und 10.000 Kunden bis 2010 - um 12 bis 18 Monate verschieben musste. Auch die Frage weshalb die SAP vormals eine derart offensive Kommunikation betrieben hatte bleibt unbeantwortet. Ist dies geschehen, um ihre Umsatzziele verfolgen zu können und aus dem Druck heraus, enorme Investitionen getätigt zu haben, oder hatte sie sich einfach von der eigenen Euphorie tragen lassen? Oder war es am Ende doch am ehesten eine Kombination aller Faktoren?

Seitdem ist jedoch die Rede davon gewesen, dass Herausforderungen auf der technologischen Seite zu lösen seien. Unter anderem verlangen laut SAP Kunden nach einem höheren Umfang an Funktionalitäten als ursprünglich erwartet, was auch zur Folge hat, dass beim Upgrade-Prozess mehr manuelle Eingriffe vonnöten sind als angenommen. Auf diese Herausforderungen reagierte die SAP unter anderem mit einem angepassten Entwicklungsplan und arbeitet an Automatisierungsroutinen, welche manuelle Eingriffe verringern sollen. Folglich spricht SAPs Führungsmannschaft mittlerweile nun davon, dass dieses Problem gelöst sei aber die Krux darin bestünde, wie man Geld damit machen kann.

Auf Seiten SAPs heißt es zurzeit, dass es Fortschritte an allen Fronten gäbe - Fortschritte bei dem Einbinden der Partner, Fortschritte bei der Lösung und bei der Organisation - und wenn dann alle Komponenten stimmig sind, könnten auch das Go-To-Market und das entsprechende Volumengeschäft einsetzen. "Natürlich erwartet niemand, dass die SAP dies sofort erfolgreich umsetzen könne und nicht erst eine Lernkurve zu verzeichnen hat," so PACs Hosseini, "und eventuell hat die SAP selbst ganz einfach diese Lernkurve sowohl in der Dauer als auch in den Ausmaßen unterschätzt, welche sie erst durchschreiten muss, um Erfolge ernten zu können. Aber nach dem ganzen Tohuwabohu um diese Lösung und den gemischten Signalen der letzten Zeit wäre es doch ratsam, mal wieder etwas konkreter zu werden. Wir bleiben gespannt!"

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