16,6 Mio. Euro aus Landesprogramm "ProExzellenz" für 12 Projekte

Kultusminister Müller: "Investitionen in die Köpfe und in innovative Projekte sind die beste Zukunftsvorsorge"
(PresseBox) (Erfurt, ) Gestern kam die Programmkommission, die den Freistaat bei der Vergabe der Mittel aus dem Landesprogramm "ProExzellenz" berät, zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. In dieser Sitzung wurden erste Förderempfehlungen für 12 Projekte mit einem Gesamtumfang von 16,6 Mio. Euro ausgesprochen. Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) zeigte sich erfreut: "Mit dem zur Zukunftsinitiative 'Exzellentes Thüringen' gehörenden Landesprogramm 'ProExzellenz' sollen bedeutende Maßnahmen zur Stärkung der Bereiche Forschung, Innovation, Nachwuchs und Lehre gebündelt werden. Die Thüringer Landesregierung unterstützt damit insbesondere herausragende Forschungsvorhaben, die Förderung von Spitzenclustern, die Förderung des wissenschaftlichen und des Fachkräftenachwuchses sowie Maßnahmen des Personalaustausches zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Investitionen in die Köpfe und in innovative Projekte sind die beste Zukunftsvorsorge."

Gefördert werden die drei Projekte, die bei der letzten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes nicht berücksichtigt wurden. Das sind die Graduiertenschulen "Religion in Modernisierungsprozessen" (Universität Erfurt, Förderung: 1,4 Mio. Euro) und "Human Behaviour in Social and Economic Change" (FSU Jena, Förderung: 1,4 Mio. Euro) sowie das Exzellenzcluster "Laboratorium Aufklärung" (FSU Jena, Förderung: 5,98 Mio. Euro).

Bei weiteren drei beantragten Vorhaben galt es eine Komplementärfinanzierung zu sichern. Gefördert werden das Projekt "iCycle" (Fraunhofer-Projektgruppe Kindermedien, Förderung: 1,0 Mio. Euro), die Graduiertenschule "Photonics" (FSU Jena, Förderung: 1,37 Mio. Euro) und der Master-Studiengang Photonik (FSU Jena, Förderung: 380.000 Euro). Darüber hinaus wurden zwei Projekte der Hochschule für Musik Weimar in die Förderung aufgenommen: die Thüringer Orchester- und Opernakademie (Förderung: 500.000 Euro) und die Einrichtung einer Professur für die Geschichte des Jazz und der populären Musik (Förderung: 500.000 Euro).

Unterstützung erhält auch das Zentrum für Innovationskompetenz "Septomics", das sich sich vor kurzem in einem Wettbewerb des Bundes (Unternehmen Region - Exzellenz schaffen - Talente sichern") durchsetzen konnte. Dieses Zentrum soll mit 1,8 Mio. Euro für eine zusätzliche Forschergruppe sowie insgesamt 5,35 Mio. Euro für einen Neubau unterstützt werden. Für das Bauvorhaben werden neben 1,35 Mio. Euro aus dem Landesprogramm EFRE-Mittel der EU in Höhe von 4 Mio. Euro zur Kofinanzierung eingesetzt.

Außerdem hat die Programmkommission empfohlen, die Graduiertenschule "Optical Microsystem Technologies" an den beiden Standorten Jena und Ilmenau mit insgesamt 1,8 Mio. Euro zu fördern. Diese Graduiertenschule verstärkt das "Kompetenzdreieck Optische Mikrosysteme Thüringen", das in diesem Jahr im Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" des Bundesforschungsministeriums erfolgreich war.

Die Programmkommission würdigte zudem das Optikcluster CoOPTICS aus Jena als herausragenden Leuchtturm in der deutschen Forschungslandschaft. Die Antragsteller zweier Teilprojekte des kürzlich nur knapp beim Spitzenclusterwettbewerb des Bundesforschungsministeriums gescheiterten Clusters wurden daher gebeten, für eine mögliche Förderung des Landes aus dem Programm "ProExzellenz" ein angepasstes Konzept vorzulegen. Über die Förderung soll schon in der nächsten Sitzung der Programmkommission entschieden werden, um rechtzeitig ein deutliches Signal für die Optischen Technologien in Thüringen zu setzen.

Das Landesprogramm "ProExzellenz" ist Teil der Zukunftsinitiative "Exzellentes Thüringen", die für die Jahre 2008 bis 2011 insgesamt 2,8 Milliarden Euro umfasst. Für das Landesprogramm stehen 50,3 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm wurde im Frühjahr ausgeschrieben. In den ersten beiden Ausschreibungsrunden gingen insgesamt 51 Anträge ein. Eine dritte Ausschreibungsrunde läuft noch bis Februar 2009. Die Programmkommission, die die Förderempfehlungen gibt, ist mit drei Wissenschaftlern und je einem Stellvertreter sowie drei Vertretern des Freistaates Thüringen besetzt. Die bislang vorliegenden Anträge aus den Hochschulen und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen umfassen institutionenübergreifende Forschungsprojekte mit den Schwerpunkten "Optische Technologien, Photonik" und "Mikrobiologie" sowie Vorhaben aus zur Verbesserung der Lehre. Die Anträge werden, bevor eine Förderempfehlung gegeben wird, in der Regel von jeweils zwei Gutachtern bewertet. Bis Juni nächsten Jahres sollen alle Förderentscheidungen im Rahmen des Landesprogramms "ProExzellenz" getroffen sein.

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Dr. Detlef Baer
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