Energieberatung der Verbraucherzentralen schont Konto und Klima

Bundeswirtschaftsministerium und Verbraucherzentrale Bundesverband ziehen positive Bilanz zum 30jährigen Jubiläum der Verbraucherzentrale Energieberatung
(PresseBox) (Berlin, ) Auf einer Tagung aus Anlass des 30jährigen Bestehens der Energieberatung der Verbraucherzentralen hat Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, heute die finanzielle Aufstockung und die thematische Ausweitung der Energieberatung angekündigt. Zukünftig soll die Energieberatung der Verbraucherzentralen die Verbraucher auch zum Wechsel des Stromanbieters beraten, da die Energieunternehmen das Energiesparen der Verbraucher mittlerweile zunehmend mit speziellen Stromspartarifen belohnen.

Die Energiepreise sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen und werden absehbar auf einem hohen Niveau bleiben. Eine dauerhafte Entlastung der Verbraucher ist nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums und des Verbraucherzentrale Bundesverbands nur über verbesserte Energieeffizienz und verstärktes Energiesparen zu erreichen.

Dazu sagte Glos: "Der Ausbau der Energieberatung der Verbraucherzentralen ist neben mehr Transparenz und Information ein Eckpfeiler zur Stärkung der Verbraucher im Energiemarkt. Sie unterstützt die Verbraucher dabei, wirtschaftlich effiziente und sinnvolle Maßnahmen zur Energie- und Kosteneinsparung umzusetzen, mit denen sie sich dauerhaft unabhängiger von den hohen Energiepreisen machen. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe, die sich auch nachhaltig im Portemonnaie der Verbraucher bemerkbar macht, ihre Lebensqualität erhöht und gleichzeitig das Klima schützt."

Auch für den Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Gerd Billen, ist der Ausbau der Energieberatung der Verbraucherzentralen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings fordert Billen weitere Maßnahmen: "Die Verbraucher müssen noch stärker in die Lage versetzt werden, ihre Rechte und Möglichkeiten im Energiemarkt wahrzunehmen und auszuschöpfen. Damit Energie für alle Verbraucher bezahlbar bleibt, muss ein Förderprogramm für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Volumen von mehreren Milliarden Euro her. Unabhängige Energieberatung leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland. Sondern sie entpuppt sich als wirkungsvollste Maßnahme, die Ausgaben der Verbraucher für Öl, Gas und Strom zu senken."

Die 1978 vor dem Hintergrund der Ölkrise vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufene Energieberatung der Verbraucherzentralen leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz in privaten Haushalten. In den letzten 30 Jahren haben mehr als 1,5 Mio. Menschen die Beratung in Anspruch genommen. Für einen Eigenbeitrag in Höhe von 5 Euro erhalten sie von unabhängigen Energieberatern Tipps und Unterstützung rund um das Thema Energiesparen im Haushalt und im Gebäudebereich.

Der Ausbau der Energieberatung der Verbraucherzentralen erfolgt auch vor dem Hintergrund der Beschlüsse des Integrierten Energie- und Klimaprogramms. Darin hat die Bundesregierung entschieden, die Förderprogramme zur Steigerung der Energieeffizienz zu intensivieren und ihre Attraktivität weiter zu steigern.

Die Bilanz eines Jahres der Energieberatung in Zahlen:

Aufwand
Fördersumme des BMWi an den vzbv ca. 4 Millionen. Euro Anzahl der Energieberater bundesweit über 250 Berater Anzahl der Beratungsstellen über 400
Anzahl der Beratungen über 75 000

Ertrag
Für das Klima Vermeidung von bis zu 600.00 Tonnen CO2 Energieeinsparung bis zu 2 Mrd. kWh
Investitionen in Folge der Beratung 40 bis 80 Millionen Euro

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