Von Schamanen, Werten und Zielen

Thema „Führungskultur“ begeisterte Teilnehmer des 3. Alumni-Tags der Donau-Universität Krems
Die Diskutanten der Gesprächsreihe (PresseBox) (Krems, ) Mehr als 200 TeilnehmerInnen nützten vergangenen Samstag die Gelegenheit, ein hochwertiges Programm über "Führungskultur" zu erleben. Beim dritten fachübergreifenden Alumni-Tag der Donau-Universität Krems wurde in Vorträgen, Workshops und bei der Podiumsdiskussion "Blue Hour" über Aspekte des erfolgreichen Leadership diskutiert. Schlagworte wie Werte, Ziele, Transparenz, Motivation und Intuition prägten den lebhaften fachlichen Austausch der Alumni mit den Vortragenden, der bei Wein, Buffet und Live-Musik am Abend stimmungsvoll fortgesetzt wurde.

Mit Manfred Winterheller setzten die Veranstalter des dritten Alumni-Tags der Donau-Universität Krems heuer gleich zu Beginn des Programms, einen Höhepunkt. Der gebürtige Steirer zieht regelmäßig Massen an, wenn er aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz als erfolgreicher Unternehmer und Management-Trainer spricht. Winterheller bestach das Publikum, das ihm als langjähriger Vortragender der Universität vertraut ist, auch beim Alumni-Tag durch seine Überzeugungskraft und lieferte die Formel für erfolgreiches Führen gleich mit: "Fordern und Fördern". Führung bedeute, so Winterheller, Mitarbeiter zu motivieren, ihnen Freiräume zu schaffen, sie zu respektieren.

Vorbildwirkung durch Selbstverwirklichung

Gleichzeitig sei es die Aufgabe von Führungspersonen, Werte zu vermitteln und klare Vorgaben zu definieren. Dies könne nur, wer dabei authentisch sei. "Denn wer nicht mit Überzeugung und Freude führt, wird nie ein guter Manager sein", ist Winterheller überzeugt. Erfolg empfinde jeder ähnlich, meint der ausgebildete Betriebswirt. "Er zeichnet sich durch hohe Energie, Begeisterung, Freude, Glück, das Gefühl der Unbesiegbarkeit, Geborgenheit, Ruhe und Sicherheit aus", sagt Winterheller.

Zurück zu den Wurzeln: Schamanische Führungsweisheit

Die anschließenden Workshops griffen die Bedeutung emotionaler Komponenten im modernen Management auf. Coach Christian Mang begrüßte die TeilnehmerInnen mit einem schamanischen Ritual und zeigte anhand zahlreicher Beispiele wie altes Wissen über Führung sinnvoll in die Gegenwart übertragen werden kann. In Begriffen wie "Teamgeist" oder "Spirit" findet er Brücken zum Schamanentum, wo die emotionale Führung das wichtigste Element war. Visionsarbeit, Besinnung, Rituale sind solche ursprüngliche Konzepte, die laut Mang auch heute durchaus ihren Platz haben und sinnvoll angewandt zum Unternehmenserfolg beitragen können.

Gewusst wie: Selbstcoaching als Management-Tool

Berater und Psychotherapeut René Reichel erörterte in seinem Workshop die Bedeutung der Reflexion und lieferte praktische Anleitungen zum Selbstcoaching, einem wichtigen Tool, gerade für Leute in Führungspositionen. "Günstig für Führungsverhalten ist, wenn man mit Widersprüchlichkeiten gut umgehen kann", sagt Reichel in Bezug auf Sozialverhalten. Eine Haltung des Probierens sei in jedem Fall hilfreicher als der Glaube an den einzig richtigen Weg", empfiehlt der Psychologe.

Gesprächsreihe "Blue Hour": keine Angst vorm Führen

Bei der "Blue Hour", dem offiziellen Abschlussprogramm, diskutierte Michael Prüller, stellvertretender Chefredakteur der "Presse" mit Evelin Mayr, Personaldirektorin Hewlett-Packard Österreich, Manfred Drennig, Autor des im Frühjahr erschienen Buches "Tauschen und Täuschen", Unternehmensberater Michael Smeryczanski und Manager Josef Buttinger von Manpower GmbH über Angst als Führungsinstrument. Auch hier waren sich die DiskutantInnen rasch einig. Gutes Management vermeidet destruktive Emotionen durch eine konstruktive Kommunikationskultur, so der Tenor. Auch in schwierigen Situationen wie etwa bei anstehendem Personalabbau komme es auf den richtigen Umgang mit Veränderungen an, wie Personalchefin Mayr betonte. Klare Ziele definieren, mit den MitarbeiterInnen kommunizieren, Offenheit und Raum für Reflexion sind wesentlich für eine funktionierende Unternehmenskultur.

Networking gelebt

Erstmals waren mehr als 200 TeilnehmerInnen der Einladung des Alumni-Clubs nach Krems gefolgt. Es zeigte, dass "Führung" ein zentrales und aktuelles Thema für die AbsolventInnen aus allen Bereichen der Universität ist. Schließlich ist der Großteil der Alumni der Donau-Universität Krems im Führungsbereich tätig. Beim inoffiziellen Teil des dritten Alumni-Tags im Audimax wurde dementsprechend noch lange weiterdiskutiert. In bester Stimmung bei Wein, Buffet und Live-Musik.

Alumni-Club der Donau-Universität Krems

Die AbsolventInnen der Donau-Universität Krems sind Teil eines über 8.000 Alumni umfassenden Netzwerks. Der Alumni-Club wurde 2006 gegründet. Er zählt inzwischen 935 Mitglieder aus 16 Nationen. Neben Österreich, Deutschland und der Schweiz sind insbesondere Mitglieder aus osteuropäischen Staaten im Club vertreten.

Der Alumni-Club veranstaltet regelmäßig Events, bietet seinen Mitgliedern Ermäßigungen für ausgewählte Weiterbildungsprogramme der Donau-Universität Krems und seit 2007 das Alumni-Portal. Die Online-Plattform fördert die Vernetzung der AbsolventInnen und stellt im "Career Service" den Kontakt zu den Unternehmen her. Der Jahresbeitrag für Mitglieder beträgt 30 Euro.

Weitere Informationen und Fotos unter www.donau-uni.ac.at/alumni

Kontakt

Donau-Universität Krems
Dr. Karl-Dorrek-Straße 30
A-3500 Krems
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