Flammhemmende Textilien

Optimierung der Pflegbarkeit und Langlebigkeit
(PresseBox) (Bönnigheim, ) Bei vielen Berufsgruppen sind flammhemmende Textilien als Teil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vorgeschrieben.

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens (AiF-Nr. 14311 N) suchten Wissenschaftler der Hohensteiner Institute in Bönnigheim nach Möglichkeiten, die Schutzwirkung flammhemmender Textilien über möglichst viele Trage- und Pflegezyklen hinweg zu erhalten.

Im Hinblick auf eine optimale ökologische und ökonomische Gestaltung der Produkte wurden sowohl die Gestaltung und Konstruktion des textilen Materials als auch die Prozesse innerhalb der gewerblichen Wäscherei einbezogen. Beispielhaft wurden flammhemmend ausgerüstete Baumwollmaterialien, Textilien aus Aramiden und Materialen aus flammhemmenden Polyesterfasern untersucht.

Die flammhemmende Wirkung blieb bei einer Reihe von Produkten über 50 Aufbereitungszyklen hinweg erhalten. Als entscheidend für die Beständigkeit der Schutzwirkung erwies sich nicht nur die Art des verwendeten Grundmaterials, sondern deren individuelle Qualität - ein Aspekt der den Herstellern hochwertiger flammhemmender Textilien ein zusätzliches Vermarktungsargument an die Hand gibt und sich von den Anbietern minderwertiger Billigware abgrenzen hilft.

Um eine optimale Haltbarkeit der flammhemmenden Wirkung zu erreichen, müssen auch die Aufbereitungsprozesse den individuellen Besonderheiten des Materials gerecht werden und fordern entsprechend die Sachkenntnis der gewerblichen Wäschereien.

Die Untersuchungen der Hohensteiner Wissenschaftler ergaben darüber hinaus, dass die nachträgliche Hydrophobierung von Textilien unter praxisüblichen Bedingungen ebenso wie unter gezielt fehlerhaften Bedingungen keinen negativen Einfluss auf den Erhalt der sicherheitsrelevanten Flammschutzfunktion hat - und das unabhängig vom verwendeten Hydrophobierungsmittel. Lediglich der Grad der Hydrophobie wird durch die Prozessparameter bestimmt. Da sie ihren Auftraggebern gegenüber für den Erhalt der flammhemmenden Wirkung garantieren müssen, sind auch diese Erkenntnisse für die textilen Dienstleister von großer Bedeutung.

Kontakt

Hohenstein Institute
Schlosssteige 1
D-74357 Bönnigheim
Rose-Marie Riedl
Leitung Unternehmenskommunikation und Forschungsmarketing
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