Mit Moorburg entscheidet sich die Zukunft Deutschlands als Industriestandort

Den deutschen Aluminiumhütten droht das Aus, wenn die aktuellen Verhandlungen in Brüssel nicht zu einer Befreiung von den indirekten Kosten durch CO2 in den Strompreis führen
(PresseBox) (Essen, ) Ohne ausreichend verfügbaren und bezahlbaren Grundlaststrom wird die Wirtschaft nicht überleben. Trimet-Vorstandsvorsitzender Heinz-Peter Schlüter: „Wenn der für ein Kohlekraftwerk unter allen denkbaren Gesichtspunkten optimale Standort Moorburg vom Hamburger Senat nicht genehmigt wird, wie und wo soll dann überhaupt noch in Deutschland ein Kohlekraftwerk genehmigt und betrieben werden.“ Es sei eine gefährliche Entwicklung, wenn wegen neuer politischer Konstellationen ein bereits genehmigter Standort aus ideologischen Gründen abgelehnt werde.

Die heute absehbaren CO2-Kosten in Höhe von mindestens 30 Euro pro Tonne ab 2013 bedeuten für die beiden Trimet-Elektrolysen in Essen und Hamburg eine Belastung von 150 Mio. Euro pro Jahr – und damit das Aus. Schlüter appelliert deshalb mit Nachdruck an die Politik, in den aktuellen Verhandlungen auf EU-Ebene ihre Zusagen durchzusetzen und die Elektrolysen jetzt von diesen indirekten Kosten freizustellen. „Ansonsten“, so Schlüter, „müssen unsere Aluminiumhütten abgeschaltet werden, und auch die nachfolgende Industrie ist deutlich gefährdet.“

Ein Aus für die Aluminiumelektrolysen würde auch eine erhebliche Beeinträchtigung für die Nutzung der erneuerbaren Energien bedeuten. Schon heute sei Trimet unverzichtbar für die Stabilität der Netze durch die differenziertesten Fahrweisen des Grundlastbetriebes. Ohne die damit verbundenen zeitweisen, kurzfristigen Stromabschaltungen wäre eine optimale Energie-Einspeisung von Wind und Sonne, die von Natur aus nicht planbar sind, nicht möglich.

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