Jeder zweite PC ist über Videos angreifbar

Untersuchung an über 65.000 PCs belegt: 63,8 % aller PCs sind durch Multimedia-Komponenten angreifbar. Kostenlose Prüfung des eigenen Rechners unter www.desine.de
Schwachstellen in typischen Multimedia-Komponenten hier: 67.870 untersuchte PCs, 43.317 davon mit Mängeln, Prozentzahlen bezogen auf 100% aller mangelhaften PCs - grafisch (PresseBox) (Berlin-Kiel, ) Fast zwei Drittel aller PCs in deutschen Privathaushalten sind mit Sicherheitsmängeln behaftet. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Deutsche Sicherheitsnetz e. V. (Desine) unter www.desine.de veröffentlicht hat.

„63,8 % aller Privatcomputer in Deutschland stellen ein Sicherheitsrisiko dar, weil man sie direkt über manipulierte Video- und Bilddaten angreifen kann“, sagt Dr. Frank Bock, Vorsitzender des Deutschen Sicherheitsnetz e. V.. Der Vorsitzende des auf PC-Sicherheit fokussierten Verbrauchervereins rät allen PC-Besitzern, über die Webseite www.desine.de einen kostenlosen Browsercheck vorzunehmen. Der Browser-Sicherheitstest prüft PC und Browser binnen weniger Sekunden und gibt Tipps zum Beheben der gefundenen Schwachstellen.

Im Rahmen der Studie „Browsersicherheit 2008“ wurden 67.870 PCs in privaten Haushalten auf Multimedia-Sicherheitslücken hin untersucht: 63,8 % aller PCs sind über Multimedia-Komponenten im Browser angreifbar. Betroffen sind alle Browser vom Internet-Explorer bis Google Chrome und alle großen Hersteller wie Apple (Quicktime), Microsoft (Media Player), Sun (Java) oder Adobe (Flash, PDF). Über so genannte Drive-by-Infections („Infektionen im Vorbeifahren“) ist fast jeder PC angreifbar, der nicht explizit auf die Sicherheit seiner Multimediakomponenten hin untersucht wurde. Für den Angriff können manipulierte Videos und Multimediadateien eingesetzt werden. So ist es möglich, dass bereits durch das bloße Ansehen eines Videoclips oder das einfache Aufrufen einer Webseite, ein Spionageprogramm übertragen wird.

„Die meisten Menschen denken zwar daran ihren Browser und Windows zu aktualisieren, kaum einer aktualisiert aber die Darstellungsprogramme für Bild, Text und Videodateien“, sagt Bock. So weisen allein 24,8 % aller fehlerhaften PCs Schwachstellen innerhalb des Java-Plugins auf, 20,3% aller Flash-Player sind angreifbar und bei 10,1 % aller untersuchten PCs reicht die Manipulation eines PDF-Dokumentes aus, um einen Computerschädling auf dem PC zu platzieren. Das Deutsche Sicherheitsnetz optimiert und aktualisiert seinen Browsercheck kontinuierlich, da sich fast im Wochenrhythmus neue Sicherheitsprobleme im Bereich der Internet-Browser auftun. Der auf Computer- und Browsersicherheit spezialisierte Verein Desine empfiehlt daher jedem Internet-Nutzer den Check regelmäßig durchzuführen. Wird ein Fehler erkannt, so hilft der Verein bei der Beseitigung der Sicherheitslücke mit Tipps und Informationen weiter. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sich auch für den PC-Pannendienst anmelden und alle Wartungsarbeiten von einem Fachmann durchführen lassen.

Weitere Informationen:
Deutsches Sicherheitsnetz e. V., Schauenburgerstr. 116, 24118 Kiel,
Tel.: 0431 530 237 50, E-Mail: info@deutsches-sicherheitsnetz.de, Web: www.desine.de

Technischer Hintergrund:
Ausführliche Informationen finden Sie auf: http://www.desine.de/...

Studie herunterladen:
Die vollständige Studie können Sie kostenlos unter http://www.desine.de herunterladen

Kontakt

Deutsches Sicherheitsnetz e.V.
Schauenburgerstraße 116
D-24118 Kiel
Dr. Frank Bock
Vorstand
Vorsitzender des Präsidiums (Vereinsvorstand)
Carmen Ehrt
Vorstand
Sekretariat
Social Media