Know-Center und m2n im E-Government Spitzenfeld

Österreichisches Bundesministerium für Finanzen gewinnt Preis für innovativste E-Government-Anwendung
(PresseBox) (Graz, ) Das Österreichische Bundesministerium für Finanzen gewinnt mit Technologien des Know-Center in Graz, Europas führendem Kompetenzzentrum für Wissensmanagement und Wissenstechnologien, den Preis für die innovativste E-Government-Anwendung in der Kategorie Preis der Wissenschaft. Die Auszeichnung im Rahmen des 8. E-Government-Wettbewerbs für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesinnenministeriums vergab eine hochkarätig besetzte, unabhängige Jury. An dem Wettbewerb beteiligen sich jedes Jahr Verwaltungen und Behörden aus dem deutschsprachigen Raum. Mit dem ersten Preis wurde - noch vor der Konkurrenz aus Deutschland und der Schweiz - das Projekt "DYONIPOS Use Case BMF" gewürdigt: Intelligente, digitale Assistenten unterstützen die Wissensarbeit in der Verwaltung und reduzieren die ansonsten aufwändigen und oft ineffektiven Recherche- und Analyseschritte der Mitarbeiter. Initiiert und geleitet hat das Projekt Ministerialrat Josef Makolm, der mit der Planung und Umsetzung das Unternehmen m2n beauftragt hat. Über die Partnerschaft mit m2n und entsprechende Forschungsprojekte wurde auch das Know-Center intensiv in das Projekt eingebunden.

"Keine Mehrarbeit durch Wissensmanagement"

Unter diesem Motto stand die Aufgabe des Finanzministeriums, die steigende Belastung der Mitarbeiter durch die ständige Suche nach Informationen in einer zunehmenden Flut von Daten zu verringern. "Wir brauchten kompetente Partner mit guten Ideen", betont Ministerialrat Josef Makolm. Im Jahr 2006 hat das Ministerium deshalb ein Joint Venture zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung gegründet. Ein Forschungsprojekt wurde ins Leben gerufen, das unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Michael Granitzer vom Know-Center stand und an dem auch das Institut für Informationssysteme und Computer Medien (IICM) der Technischen Universität Graz sowie die Unternehmen m2n und Hewlett-Packard beteiligt waren. Unter der Führung von Ministerialrat Josef Makolm und von Doris Ipsmiller von m2n konnten anschließend die Forschungsergebnisse direkt in die Praxis überführt werden.

Das System

Im DYONIPOS-Forschungsprojekt wurde zunächst die Entwicklung eines intelligenten, kontextsensitiven Systems vorangetrieben, das den Wissensarbeiter in der effektiven und effizienten Bewältigung seiner täglichen Arbeit unterstützt. Es sollte gleichzeitig zum Aufbau einer Wissensbasis in der Organisation beitragen. Ein automatisches Identifizieren des Informationsbedarfs, ergänzt durch eine proaktive Suche, ermöglicht den Abruf von relevanten Informationen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Dr. Michael Granitzer, Abteilungsleiter am Know-Center, erklärt: "'Information at your fingertips', also schnell und mühelos erreichbare Informationen, sind mit DYONIPOS keine Vision mehr, sondern bereits Realität." Stellt ein Benutzer beispielsweise eine Frage an Kollegen per E-Mail, so werden dem Benutzer automatisch relevante Dokumente, elektronische Akten, frühere Korrespondenzen oder aber auch mögliche Experten und Internetressourcen, welche Kollegen in Zusammenhang mit der Frage gelesen haben, zur Verfügung gestellt. Das System basiert auf Spitzentechnologien aus den Bereichen Wissenserschließung und auf dem "Intelligence Management Framework", einem semantischen System von m2n.

"Der Erfolg ist beeindruckend. Wo früher sozusagen schwarze Löcher waren, findet sich jetzt einfach zugängliches Wissen", freut sich Ministerialrat Josef Makolm. "Doppelarbeiten werden vermieden, die Such- und Bearbeitungszeiten sind kürzer und die Wissensträger sind besser vernetzt. Einer Ausweitung auf weitere Benutzergruppen steht nichts mehr im Wege!"

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