Neutrale Zertifizierungen im Trend

CompTIA entwickelt sich zum weltweiten IT-Branchenstandard für Hersteller, Händler und Dienstleister
(PresseBox) (Düsseldorf, ) Der weltweit aktive Branchenverband der IT-Industrie CompTIA (Computing Technology Industry Association) registriert Bewegung im Markt der Personenzertifizierungen. So wächst der Markt für herstellerneutrale Zertifizierungen kontinuierlich. Als Grund hierfür gibt der Branchenverband verschiedene Entwicklungen an: Zum einen legen Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend Wert auf langfristig einsetzbare, produktübergreifende IT-Kompetenzen. Zum anderen entwickeln sich neutrale Zertifizierungen wie beispielsweise CompTIA A+ immer mehr zu einem weltweiten hersteller- und produktunabhängigen Branchenstandard für professionellen Service und Support bei IT-Herstellern, -Händlern und -Dienstleistern.

Fachkräftemangel mit neutralen Zertifizierungen überwinden Die Unternehmen schauen dem wachsenden Fachkräftemangel nicht länger zu. Sie werden aktiv und bilden sich ihre Fachkräfte in Eigeninitiative aus. "Wir registrieren, dass die Unternehmen für diesen Ausbildungsprozess zunehmend auf unsere herstellerneutralen Zertifizierungen zurückgreifen. Denn diese vermitteln aktuelle, praxisrelevante und langfristig einsetzbare IT-Kompetenzen, mit denen die Mitarbeiter lösungsorientiert und nach weltweit einheitlichen Standards professionellen Service und Support leisten können", erklärt Bodo Vander, Business Development Manager von CompTIA Deutschland. Ein weiterer Vorteil der herstellerneutralen Zertifizierungen: Durch sie lässt sich vermeiden, dass die IT-Profis für jedes herstellerspezifische Zertifikat wieder die gleichen Grundlagenprüfungen absolvieren müssen. So sind die herstellerneutralen Zertifizierungen CompTIA A+, CompTIA Network + und CompTIA Security+ längst Bausteine in herstellerspezifischen Zertifizierungsprogrammen wie sie beispielsweise Microsoft anbietet.

Das weltweit am weitesten verbreitete herstellerneutrale CompTIA-Zertifikat ist das Einstiegszertifikat CompTIA A+. Es bestätigt seinen Absolventen, dass sie neben Aufgaben wie Installation, Konfiguration, Fehlerdiagnose und den Basics der Netzwerk-Administration auch den Umgang mit dem Kunden professionell beherrschen. Mit diesem Portfolio, das in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Unternehmen wie Microsoft, Lenovo, Toshiba, Sharp oder Hewlett Packard regelmäßig an aktuelle technische Entwicklungen angepasst wird, hat sich CompTIA A+ zu einem weltweiten Branchenstandard für professionellen IT-Service und -Support entwickelt.

CompTIA als Service- und Support-Qualitätssiegel

Denn der CompTIA- Standard ist für alle Beteiligten der IT-Lieferkette gleichermaßen interessant: Hersteller fordern ihn beispielsweise von ihren Händlern um sicherzustellen, dass diese entsprechend qualifiziert für die Wartung ihrer Produkte sind. Prominentes Beispiel hierfür ist der Computerhersteller Dell: So muss, wer zertifizierter Dell-Partner werden will, über mindestens zwei Mitarbeiter verfügen, die entweder die Zertifizierung CompTIA A+ oder CompTIA Network+ für Netzwerkaufbau und -betreuung absolviert haben. Dell stellt so sicher, dass alle Partner weltweit über ein einheitlich hohes Service- und Supportniveau verfügen.

Druck- und Kopiersysteme: Eine Branche, ein Standard

Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sicher derzeit im Branchensegment der Druck- und -Kopiersysteme ab: Um bei der zunehmend komplexen und anspruchsvollen Betreuung der Systeme einen hohen Servicestandard gewährleisten zu können, denken die verschiedenen Hersteller von Druck- und Kopiersystemen derzeit gemeinsam darüber nach, CompTIA PDI+ bei entsprechendem Personal als Pflichtzertifikat vorauszusetzen. Denn die Zertifizierung CompTIA PDI+ weist den Absolventen nach, dass sie über die technischen Kenntnisse und Fähigkeiten für die professionelle Wartung, Vernetzung und Reparatur von modernen Druck- und Kopiersystemen verfügen - unabhängig vom Hersteller.

Zertifizierte Mitarbeiter als Wettbewerbsvorteil

Entsprechende Entwicklungen in der Branche bewegen immer mehr Händler, Dienstleister aber auch Freelancer, herstellerneutrale Zertifizierungen zu absolvieren. Die Absolventen profitieren doppelt: Zum einen erwerben sie durch die Zertifizierungen den von den Herstellern geforderten Status, zum anderen aber auch einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

"Händler und Dienstleister berichten uns zunehmend, dass sie aufgrund ihrer zertifizierten Mitarbeiter neue Kunden und Projekte für sich gewinnen konnten", erklärt Vander.

Weil sich CompTIA-Zertifizierungen auf diesem Wege zu einem weltweiten Branchenstandard entwickelt haben, hat sich der Verband entschieden, ein entsprechendes Siegel zu etablieren. So können Unternehmen, in denen mehr als die Hälfte der IT-Service-Mitarbeiter CompTIA A+ absolviert haben, sich mit dem Status CompTIA ASC (Authorized Service Center) A+ auszeichnen lassen. Entsprechendes ist für die CompTIA-Zertifizierungen Network+ oder Server+ möglich. Namhafte Unternehmen wie Ricoh oder Dell verfügen weltweit über CompTIA-zertifizierte Service-Center. Aber auch immer mehr kleine und mittelständische Branchenvertreter wie beispielsweise der schweizerische Aftersales Dienstleister ESAG nutzen den Status, um sich in Punkto Kundenservice vom Wettbewerb abzusetzen.

Hintergrundinformationen zu neutralen Zertifizierungen

Im Gegensatz zu den produktspezifischen Zertifizierungen von Unternehmen wie Microsoft, IBM oder Novell werden neutrale Zertifizierungen meist von staatlichen Organisationen oder Branchenverbänden entwickelt. In Deutschland stellt beispielsweise die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelte APO-IT ein herstellerneutrales Zertifizierungsprogramm dar. CompTIA kooperiert in Deutschland mit der APO-Zertifizierungsstelle Cert-IT und gibt den auf den deutschen Markt fokussierten APO-Zertifikaten damit eine internationale Komponente. Denn Cert-IT erkennt nahezu alle der international gültigen CompTIA-Zertifikate als APO-Einstiegsqualifikation an. Die CompTIA-Zertifizierungen ersetzen damit die eigentlich im Rahmen der APO notwenige formale Ausbildung.

Weltweit zählt CompTIA 20.000 Mitglieder, unter ihnen bedeutende Unternehmen der Branche wie Microsoft, IBM, Dell, Hewlett-Packard, Novell oder Ricoh. Gemeinsam legen sie bei CompTIA die Standards für ein weltweit einheitliches Qualitätsniveau für IT-Fachkräfte fest. Durch diesen einmaligen Prozess kann CompTIA gewährleisten, dass die Inhalte der Zertifizierungen sich an den tatsächlichen Erfordernissen der Branche orientieren, sehr praxisrelevant sind und dadurch zu gelebten Standards werden. Dies wird durch die Tatsache belegt, dass CompTIA weltweit bereits mehr als eine Million Personen zertifiziert hat.

Die zwölf aktuellen herstellerneutralen CompTIA-Zertifizierungen im Überblick:

CompTIA A+ : Einstiegszertifikat für PC-Support CompTIA Network+: Zertifizierung für Netzwerk-Spezialisten CompTIA Security+: Zertifizierung für Experten im Bereich IT-Sicherheit CompTIA Server+: Zertifizierung für fortgeschrittene IT-Profis mit Schwerpunkt "Server" CompTIA CTT+: Zertifizierung für IT-Trainer CompTIA Project+: Zertifizierung für Projekt-Management CompTIA PDI+: Zertifizierung für die Betreuung von Druck- und Kopiersystemen CompTIA Linux+: Zertifizierung für Linux-Professionals CompTIA CDIA+: Zertifizierung für Dokumenten-Management CompTIA Convergence+: Zertifizierung für das Management von Daten- und Sprach-Netzwerken CompTIA RFID+ : Zertifizierung für RFID-Professionals CEA-CompTIA DHTI+: Zertifizierung für Heimtechnologie-Systeme

Kontakt

CompTIA Germany GmbH
Immermannstr. 50
D-40210 Düsseldorf
Bodo Vander
CompTIA Germany GmbH
Nicola Wesselburg
Wesselburg Kommunikation
Social Media