„Gegen das Vergessen“

Kultusminister Müller zum Tag der Deutschen Einheit 2008
(PresseBox) (Erfurt, ) Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) fordert zum Tag der Deutschen Einheit eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte und dem SED-Unrechtsstaat. "Die DDR war kein 'Kessel Buntes'. Unterdrückung, Abschottung, Bespitzelung, Verfolgung, ideologische Indoktrination, Erziehung zur Unselbständigkeit und Unfreiheit sowie staatliche Misswirtschaft waren Programm. Das ist gerade vielen Kindern und Jugendlichen nicht bewusst genug", erklärte Müller.

"Der Kampf gegen das Vergessen ist daher eine der dringendsten Aufgaben, der wir uns gemeinsam stellen müssen. Aufgefordert sind dabei Eltern, Schule, Politik, Vereine, Unternehmen, Institutionen sowie die gesamte Gesellschaft. Erinnerung an die Vergangenheit sowie Demokratieerziehung für die Gegenwart und Zukunft sind auch die Ziele des von der Landesregierung ausgerufenen Jahres der Demokratie 2009. Denn Demokratie will gelebt und jeden Tag erneut gegen Extremisten verteidigt werden. In diesem Sinne werbe ich bei allen jungen Menschen für Beteiligung, Mitgestaltung und Verantwortungsübernahme", so der Minister.

"Am Tag der Deutschen Einheit muss aber auch allen Opfern der kommunistischen SED-Herrschaft gedacht werden, die an der innerdeutschen Grenze und in Gefängnissen ihr Leben verloren und die verfolgt wurden, weil sie frei sein wollten", so Müller abschließend.

Hinweis: Am morgigen Freitag werden Kultusminister Müller sowie die Kultusstaatssekretäre Kjell Eberhardt und Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg im Theater Erfurt um 17 Uhr am Festakt der Thüringer Landesregierung zum Tag der Deutschen Einheit teilnehmen.

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