ACE-Passstraßenbericht Alpenländer

(PresseBox) (Stuttgart, ) Auf immer mehr Hochalpenrouten herrschen winterliche Verkehrsverhältnisse. Der ACE Auto Club Europa berichtete am Dienstag in Stuttgart, dass von den über 200 Passstraßen momentan erst zwei gesperrt sind. Der Club riet Autofahrern dazu, sämtliche Bergstrecken grundsätzlich nur noch mit Winterausrüstung anzusteuern. Zudem könne die Polizei ad hoc eine förmliche Schneekettenpflicht anordnen.

Frankreich
Galibier: Schneekettenpflicht

Italien
Campolongo: Winterausrüstung wird empfohlen
Falzarego: Wnterausrüstung wird empfohlen
Fedaia: Winterausrüstung wird empfohlen
Foscagno: Winterausrüstung wird empfohlen
Gavia: Winterausrüstung wird empfohlen
Grödnerjoch: Witerausrüstung wird empfohlen
Jaufenpass: Winterausrüstung wird empfohlen
Karerpass: Winterausrüstung wird empfohlen
Pordoijoch: Wintrausrüstung wird empfohlen
Rollepass: Winterausrüstung wird empfohlen
Sellajoch: Winterausrüstung wird empfohlen
Stilfserjoch: Winterausrüstung wird empfohlen
Timmelsjoch: Winterausrüstung wird empfohlen
Valparola: vorübergehend gesperrt

Österreich
Hochtannberg: Behinderung durch Baustelle
Nassfeldjoch: vorübergehend gesperrt
Timmelsjoch: Winterausrüstung wird empfohlen
Tauernautobahn: Behinderung durch Baustelle bei St. Michael

Schweiz
Mosses: Behinderung durch Baustelle
San Bernadino - Tunnel: zwischen Hinterrhein und Nufenen wegen Instandhaltungsarbeiten bis 14. Nov. 2008 gesperrt; örtliche Umleitung.
St. Gotthardtunnel: Behinderung durch Baustelle bis 09.10.2008

Fahren auf Eis und Schnee
Der ACE rät dazu, sich vor dem Start genau über Wetterlage und Straßenverhältnisse zu informieren. Unvorbereitet und auf gut Glück sollte man der weißen Pracht jedenfalls nicht entgegenfahren. Wer sich mit dem Auto vom Flachland zum Skiurlaub in die winterliche Bergwelt begibt, sollte immer mit glatten Fahrbahnen rechnen und seine Fahrweise darauf einrichten. Daher mahnt der ACE, niemals ohne Winterausrüstung zu starten. Winterreifen sind obligatorisch; zur Sicherheit sollten zusätzlich Schneeketten mitgenommen und gegebenenfalls aufgezogen werden. Wichtig bei winterlichen Straßenverhältnissen: Schnelle, ruckartige Lenkbewegungen vermeiden und in kritischen Situationen die Kupplung treten; dann bremst man nicht gegen die Schubkraft des Motors. Spurrillen auf schneebedeckter Fahrbahn nur im spitzen Winkel überfahren. Merke: Der Bremsweg auf glatter Fahrbahn ist rund achtmal so lang wie auf trockenem Asphalt. Wer typische Winterunfälle vermeiden will, befolgt am besten ganz konsequent die Grundsätze der Straßenverkehrsordnung (StVO), empfiehlt der ACE. Danach gilt: "Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er sein Fahrzeug ständig beherrscht.".

Auto fit für den Winter
Wenn der Winter vor der Tür steht freuen sich Skifahrer und Snowboarder auf "ihre" schönste Zeit des Jahres. Im Unterschied dazu blicken viele Autofahrer den frostigen Monaten meist mit gedämpfter Freude entgegen. Doch die Gefahren glatter Straßen bei eisigen Temperaturen lassen sich durchaus minimieren, so der ACE. Mit der richtigen Vorbereitung und einem speziellen Winter-Check fürs Auto fährt es sich gelassener. Und nicht vergessen: Seit Mai 2006 gilt eine neue Vorschrift in der StVO (§ 2 Abs. 3a). "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage."

ACE-Wintertipps- Eine Auswahl

- Frostschutzmittel ins Scheibenwaschwasser geben - Behälter des Heckscheibenwischers nicht vergessen. Reservefläschchen ins Auto legen. Zweckmäßig ist auch die Mitnahme eines feuchten Wischtuches. Falls die Spritzdüsen vereisen sollten, kann damit die Windschutzscheibe gereinigt werden.
- Ladezustand und Spannung der Batterie prüfen. Falls erforderlich, destilliertes Wasser nachfüllen, Pole säubern und einfetten.
- Gummidichtungen (Türen, Heckklappe) mit Glyzerin oder Talkum bestreichen, das hilft gegen Festfrieren. Die Türschlösser vorbeugend mit Graphit behandeln - das macht den Einsatz von Türschloss-Enteisern weitgehend überflüssig.
- Scheibenwischer - sofern "ausgefranst" - erneuern.
- Die Autozubehörteile der kalten Jahreszeit anpassen. Sommerutensilien raus aus dem Kofferraum, dicke Jacke, wetterfeste Schuhe, Handschuhe, Mütze und Schal sowie eine Decke und Notproviant wie Kekse oder Schokolade rein.
- Eiskratzer und Handbesen sind unentbehrlich, eine Abdeckfolie für die Frontscheibe ist äußerst hilfreich. Außerdem sorgt ein Antibeschlagtuch für den besseren Durchblick in den ersten Fahrminuten.
- Auf Winterreifen umrüsten. Aus Sicherheitsgründen sollten vier Millimeter Profiltiefe nicht unterschritten werden - sonst ist es mit dem "Grip" auf dem Schnee vorbei. Ab einer Außentemperatur von ca. 7°C haben Winterreifen gegenüber Sommerreifen, auch ohne Schnee und Eis, eine bessere Bodenhaftung.
- Bremsen müssen richtig eingestellt sein, ansonsten besteht Schleudergefahr. Mängel in der Fachwerkstatt beheben lassen.
- Frostschutzmittel-Gehalt des Kühlwassers an der Tankstelle bzw. in der Werkstatt prüfen und gegebenenfalls regulieren lassen (bis mindestens -25 Grad).

Fahrzeug eingeschneit?
Um aus einer Parklücke zu kommen hat es sich bewährt, im zweiten Gang langsam anzufahren. Zugleich sollte das Gas nur sehr zurückhaltend dosiert werden. So reduziert sich das Risiko, dass die Räder durchdrehen. Könner befreien sich schaukelnd aus dem Schnee. Dazu muss rasch zwischen Rück- und Vorwärtsgang hin und her geschaltet und dosiert Gas gegeben werden. Mit dem dadurch ausgelösten rhythmischen Schwung lässt sich im wiederholten Anlauf das glatte Hindernis meist gut überwinden.

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