Mini-BHKW-Aktion der ESB: Überraschend viel Strom

So funktioniert ein BHKW. Quelle: ESB (Graphik in druckfähiger Auflösung auf Anfrage vorhanden.) (PresseBox) (München, ) Wie effizient sind Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW)? Eine Studie von Erdgas Südbayern und Technischer Universität München wird dies herausfinden. Jetzt liegt der erste positive Zwischenbericht vor. Überrascht waren die Wissenschaftler vom hohen Anteil des selbst genutzten Stroms und der durchgängigen Laufzeit.

Ganze 24,39 Megawattstunden Strom produzierten sieben Test-Geräte in Summe. Das ist soviel wie der jährliche Strombedarf von 14 Personen*. Dabei laufen die Geräte im Schnitt erst seit Frühjahr dieses Jahres - in der so genannten Übergangs- oder Sommerperiode, wo weniger verbraucht wird als im Winter. "Im Fachjargon nennen wir dies elektrischen Deckungsgrad. Je höher dieser ist, desto lukrativer ist das Mini-BHKW für den Betreiber, " erklärt Josef Lipp, Mitglied des Projektteams der Technischen Universität München, das die Studie betreut. "Bei einem hohen elektrischen Deckungsgrad muss der Verbraucher weniger Strom aus der Steckdose beziehen. Die Stromrechnung wird günstiger. Darüber hinaus wird der überschüssige Strom eingespeist und vergütet, " so Lipp weiter.

Stromproduktion auch vom Staat gefördert

Mit der neuen KWK-Förderung ab September 2009 zahlt sich der hohe Strombedarf für die BHKW-Betreiber noch mehr aus: Ab dann gibt es sowohl für eingespeisten als auch für selbst genutzten KWK-Strom einen Zuschuss von 5,11 Cent pro Kilowattstunde.

Ein weiteres erfreuliches Zwischenergebnis der Studie: Die Mini-BHKW hatten trotz Sommertemperaturen eine relativ lange Laufzeit. "Diese Anlagen haben eine intelligente Regeltechnik: Sie modulieren. Das heißt sie produzieren nur dann Wärme und Strom, wenn es erforderlich ist und auch nur so viel wie benötigt wird. Bislang hatten wir keine Erfahrungswerte, wie hoch die Gesamtlaufzeit dadurch ist, " so Lipp. Fakt ist aber: Je länger die Laufzeit, desto wirtschaftlicher das BHKW.

Im nächsten Schritt wird das Projektteam der TU München die Energie-Verlaufsströme erfassen und auswerten: Mit Hilfe eines vor Ort installierten "Datenloggers" wird festgehalten, wie viel des eingesetzten Erdgases in Wärme für Heizung und für Warmwasser sowie in Strom umgewandelt wird.

ESB hat die Test-BHKW gestiftet

"Das Zwischenergebnis der Studie bestätigt unseren Kurs, innovative Anlagentechnik zu fördern und unseren Kunden zu empfehlen. Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise", so Andreas Ludeck, Fachbereichleiter Neue Energien bei der ESB.

Für die Studie mit der Hochschule hatte Erdgas Südbayern im Herbst letzten Jahres acht Mini-Blockheizkraftwerke kostenlos vergeben. Die Geräte werden mit Erdgas betrieben und produzieren nicht nur Wärme für Heizung und Warmwasser, sondern auch Strom. Die Test-BHKW gingen an Betreiber in Abensberg, Deggendorf, Garching/Alz, Hohenwart, Lenggries, Ohlstadt, Obing und Pilsting und können auf Anfrage bei der ESB besichtigt werden.

Telefon: 089 / 6800 3522. Mehr zur Mini-BHKW-Aktion auch unter www.esb.de

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