WILD produziert neue Generation der UltraCamX - die UltraCam Xprime

Die WILD GmbH hat kürzlich die ersten Modelle der neuen "UltraCam Xprime" ausgeliefert. Die 196 Megapixel-Digitalkamera mit acht Objektiven liefert Luftaufnahmen im größten Bildformat, das derzeit weltweit am Markt erhältlich ist.
Die Luftbildkamera „UltraCam Xprime“ verfügt über ein neuartiges Linsensystem bestehend aus insgesamt 8 optischen Linsen (PresseBox) (Völkermarkt/ Österreich, ) Sie gilt als Weltmarktführer unter den hochauflösenden digitalen Luftbildkameras und setzt seit 2006 unter anderem auf der Internet Mapping-Plattform "Virtual Earth" und dem Kartensuchdienst "Live Maps" von Microsoft neue Standards in Sachen Geoinformationsdaten: die "UltraCamX", die vom Österreichischen Unternehmen WILD GmbH produziert wird. Der Opto-Mechatronik-Spezialist hat nun die ersten Kameras der weiterentwickelten Nachfolge-Serie, der "UltraCam Xprime" (UCXp), erfolgreich ausgeliefert. Pro Jahr werden am Standort in Völkermarkt/ Österreich rund 40 Kameras des neuen Modells hergestellt.

Noch höhere Auflösung & unbegrenzte Speicherkapazität
Die erstaunlichen Eckdaten der digitalen 196 Megapixel-Luftbildkamera sollen auch in Zukunft Kunden weltweit überzeugen. So ist vor allem die Auflösung der Bilder sowie die Speicherkapazität weiter verbessert worden. Jedes Bild, das mit der neuen "UltraCam Xprime" aufgenommen wird, kann mit einer Auflösung von 17.310 mal 11.310 Pixel aufwarten. Das ist das größte Bildformat, das derzeit weltweit verfügbar ist. Während des Fluges kann die "UltraCam Xprime" ein gestochen scharfes Bild mit einem Datenvolumen von 624 Mega Bytes pro Sekunde produzieren. Die bereits dritte Generation der digitalen Großformat-Luftbildkamera kann die Daten unbegrenzt speichern, da die mobilen Speichereinheiten "on the fly" gewechselt werden. Und sie ist noch robuster als ihre Vorgängermodelle. Luftgeschützt und vibrationsentkoppelt hält sie starken Erschütterungen während des Flugbetriebes ebenso stand wie den hohen Temperaturunterschieden. Bessere Sensoren mit kleineren Pixeln erlauben eine noch höhere Auflösung. Die Computer an Bord arbeiten parallel, um die riesige Datenmenge in kürzest möglicher Zeit auszulesen und abzuspeichern.

Österreichisches Know-how sorgt für Welterfolg
Entwickelt wurde die "UltraCam Xprime" in Graz von der Vexcel Imaging GmbH, der Photogrammetry Division von Microsoft. WILD ist jedoch von Beginn an ständig in die Weiterentwicklung involviert. Allen voran im Bereich Mechatronik hat die WILD GmbH an der Verbesserung der neuen Generation mitgewirkt. Die "UltraCam Xprime" liefert sowohl eine sehr gute radiometrische Qualität, welche speziell in Bildern mit Licht und Schatten, wie es oftmals im Gebirge der Fall ist, zum Tragen kommt, als auch eine exakte geometrische Genauigkeit. Aus einer Höhe von 300 Metern über dem Grund schafft sie eine Bodenauflösung von 1,8 cm, wobei Objekte mit einer Größe von 3,6 cm noch erkannt werden.

Die Auflösung wird über die Flughöhe gesteuert, die Optik ist fix. Die Luftbildkamera verfügt über ein neuartiges Linsensystem, bestehend aus insgesamt 8 optischen Linsen, die ein 1:3 Verhältnis zwischen Panchromatischen und Farbbildern ergibt. Neun graue Pixel werden mit drei Farbpixel eingefärbt. Somit erhält man eine optimale Bildqualität in Farbe als auch in Farbinfrarot (CIR). Das Verhältnis von 1:3 zwischen Farbe und Grauwerten ist in der Fotogrammmetrie als auch im Bereich der Satellitenbildtechnologie ein Standard. Ein höheres Verhältnis würde über das Ziel hinausschießen, da das menschliche Auge die höhere Anzahl von Farben nicht mehr unterscheiden kann. Bei der UltraCam Xprime arbeiten 13 CCD Sensoren (9 pan, 4 color) gleichzeitig. Die Farbtiefe beträgt 12 bis 13 Bit je Pixel und Grundfarbe. Die Luftbildkamera nimmt 14 Bit auf, gerechnet wird mit 16 Bit und zur Geltung gebracht werden 12,9 Bit, das sind 7400 Grauwerte für jede Grundfarbe. Aufgrund dieser herausragenden Qualität der Bilder kann man auch noch auf spiegelnden Dächern oder in tiefen Häuserschluchten Details erkennen.

6.600 Bilder je austauschbare Festplatte
Die Daten der "UltraCam Xprime" werden auf austauschbaren Dateneinheiten DXp gespeichert und transportiert. Um die enormen Datenmengen speichern zu können, verfügt das Computersystem über eine redundante Speicherkapazität von insgesamt 8,4 Terabyte. 3 Gigabits pro Sekunde werden ständig von der Luftbildkamera zur Verarbeitungs-Unit bewegt. 14 CPUs sind parallel damit beschäftigt, die Daten zu verarbeiten und zu speichern. Die Festplatten sind austauschbar und können jeweils 6.600 Bilder speichern. Die Bilder der "UltraCam Xprime" sind für jede gängige photogrammetrische Software kompatibel.

Die einzigartige Kombination aus Elektronik- und Optik-Know-how war ein entscheidendes Kriterium für die Vexcel Imaging GmbH, WILD mit der Herstellung der Luftbildkamera zu beauftragen. Über 35 Jahre Erfahrung im Bereich der Opto-Mechatronik fließt in die Serienproduktion der "UltraCam Xprime", die höchste Kompetenz erfordert. "Durch die Komplexität dieses Produktes muss jeder einzelne Handgriff sitzen. Nur speziell geschulte WILD Mitarbeiter können diese Kamera zusammenbauen", so Stefan Werkl, Leiter des Geschäftsbereichs Technische Optik bei WILD. Die Luftbildkamera ist in der Lage starken Vibrationen - beispielsweise auf nicht asphaltierten Start- und Landebahnen - ebenso zu trotzen wie hohen Temperaturunterschieden. "Durch die Flugaufnahmen muss weiters sichergestellt werden, dass die Vorwärtsbewegung keine Bewegungsunschärfen in den Bildern verursacht. Die "UltraCam Xprime" kompensiert bis zu 50 Pixel Bewegungen.

Einsatzbereich der Digitalen Luftbildkamera
Die "UltraCam Xprime" wird, wie bereits ihre Vorgängermodelle, in den Rumpf spezieller Flugzeuge eingebaut, von denen aus sie in 300 bis 7.000 Metern Höhe digitale Luftbilder in einzigartiger Präzision aufnimmt. Die Kamera liefert unter anderem das Bildmaterial für die Daten, um 3-D-Darstellungen von ganzen Städten auf Virtual Earth zu erzeugen. Derzeit bietet Microsoft seinen Usern bereits 500 Städte weltweit, die mit Hilfe des automatisierten Photogrammetry-Prozesssystems in 3D-Optik "gebaut" wurden. Bis 2012 sollen 3000 Städte weltweit und etwa 1000 Städte in Europa in 3-D-Auflösung zu finden sein.

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