Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe August 2008

(PresseBox) (Berlin, ) Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat sich vorläufigen Angaben zufolge [1] im August preis- und saisonbereinigt [2] deutlich um 3,4 % erhöht. Sie war im Juli leicht aufwärts revidiert um 1,6 % zurückgegangen. Den kräftigsten Produktionsanstieg hatte das Bauhauptgewerbe mit +5,5 % zu verzeichnen, nachdem die Erzeugung hier im Monat zuvor um 2,6 % abgenommen hatte. Die Industrieproduktion nahm zuletzt um 3,2 % zu, nach 1,8 % im Juli. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen konnten die Hersteller von Investitionsgütern mit +3,9 % den stärksten Produktionszuwachs verbuchen. Bei den Konsum- und den Vorleistungsgüterproduzenten stieg die Erzeugung um 3,0 % bzw. 2,6 % an.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich (Juli/August gegenüber Mai/Juni) nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe leicht zu (+0,2 %). Stützend wirkte sich die Erhöhung des Ausstoßes im Bereich der Energie aus (+1,6 %). Die Industrieproduktion stagnierte nahezu (+0,1 %). Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe nahm um 1,1 % ab. Im Bereich der Industrie hatten die Hersteller von Investitionsgütern leichte Produktionseinbußen um 0,4 % zu verzeichnen. Positive Produktionsimpulse gingen dagegen vom Anstieg der Vorleistungsgüterproduktion um 0,6 % aus, bei in etwa unveränderter Konsumgüterproduktion (+0,1 %).

Ihren Vorjahresstand überschritt die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Juli/August arbeitstäglich bereinigt um +0,9 %. Die Industrieproduktion lag dabei um 1,2 % über, die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 1,2 % unter ihrem Vorjahresniveau.

Mit dem kräftigen Anstieg der Erzeugung hat sich die Produktionstätigkeit im Produzierenden Gewerbe zunächst wieder etwas stabilisiert. Dabei ist allerdings der aktuelle Produktionszuwachs im saisonbereinigten Verlauf im Gegenzug zum Vormonat durch einen spürbaren Ferieneffekt überzeichnet. Die tendenziell insgesamt eher schwache Entwicklung der Auftragseingänge wie auch die eingetrübte Stimmung der Unternehmen signalisieren für die kommenden Monate weiterhin eine gedämpfte Produktionsentwicklung.

[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.

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