Forderungen des Handwerks an die künftige Landesregierung

Traublinger: ?Politik für Bayern ist Politik für den Mittelstand?
(PresseBox) (München, ) "Politik für Bayern muss Politik für Mittelstand und Handwerk sein! Hier wird beschäftigt, hier wird ausgebildet. Bayern braucht in diesen schwierigen Zeiten ein solides wirtschaftliches Fundament", erklärt der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL, anlässlich der Koalitionsgespräche zur Bildung einer neuen bayerischen Landesregierung. Die erfolgreiche bayerische Mittelstandspolitik müsse fortgesetzt werden und jeweils den sich wandelnden Anforderungen angepasst werden. Bayern müsse zudem seinen Sachverstand und seinen Einfluss auch auf Bundes- und EU-Ebene geltend machen, um auch hier eine handwerksgerechte Politik zu sichern.

"Politik für Mittelstand und Handwerk heißt, den Betrieben das Arbeiten und Wirtschaften zu erleichtern", so Traublinger. Als Beispiel nennt der BHT-Präsident die Sicherung eines fairen Wettbewerbs. Jeder Gigantismus im Einzelhandel müsse verhindert werden. Dazu zähle die Verhinderung einer Flut von Einzelhandelsgroßprojekten auf der Grünen Wiese. Dazu gehöre auch, dass die Ladenöffnungszeiten nicht weiter ausgedehnt werden. Beides würde nur Großbetriebe begünstigen und die kleinen und mittleren Betriebe vom Markt verdrängen. Traublinger: "Es ist doch nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, wenn eine wohnortnahe Versorgung oftmals nicht mehr gewährleistet ist."

Bei der Förderung des ländlichen Raumes sei darauf zu achten, dass Landwirtschaft und Gewerbe gleichwertig behandelt werden, so eine weitere Forderung des BHT. So wichtig die Landwirtschaft bei der Erhaltung der Kulturlandschaft und der Ernährung der Bevölkerung sei, Handwerk und Gewerbe seien auf dem Land meist der dominierende Wirtschaftszweig. Traublinger: "Nur hier entstehen neue Arbeits- und Ausbildungsplätze, die die Menschen in der Region halten." Das müsse sich auch bei der Umsetzung von Förderprogrammen widerspiegeln.

Die öffentlichen Investitionen in Bayern seien auf hohem Niveau fortzuführen, fordert der BHT-Präsident. Dazu müsse gesichert werden, dass diese Ausgaben dem ganzen Land zugute kommen und dass die dazugehörigen Aufträge mittelstandsgerecht ausgeschrieben werden.

Einen weiteren Schwerpunkt der bayerischen Landespolitik im Interesse der mittelständischen Wirtschaft sieht Traublinger im Bildungsbereich. Der Erfolg der Betriebe hänge vor allem auch von der Qualifikation seiner Fachkräfte ab. Die Basis hierfür müsse in der Schule gelegt werden. Das bayerische Handwerk fordert die Erhaltung des bewährten dreigliedrigen Schulsystems und die konsequente Fortsetzung der begonnenen Hauptschulreform. BHT-Präsident Traublinger: "Unsere Betriebe erwarten mit Recht, dass alle Jugendlichen die Schule ausbildungsreif verlassen."

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