Heilbronn-Franken führend bei aktiver Fachkräftesuche

Studenten aus Wels/Oberösterreich besuchen die Region
Eine Gruppe österreichischer Studenten besucht den Lager- und Materialflussspezialisten MLOG in Heilbronn (PresseBox) (Heilbronn-Franken, ) Jetzt haben sie Audi, den Automobilzulieferer Getrag und MLOG, den stark wachsenden Mittelständler von Lager- und Materialflusssystemen, noch als Studenten unter die Lupe genommen. Schon bald werden die jungen Ingenieure aus Wels in Oberösterreich dort ihre Arbeitsstellen suchen. Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) ermöglichte ihnen schon mal einen Einblick in die dynamische Region Heilbronn-Franken. Beeindruckt waren die jungen Menschen vor allem von der Offenheit der Unternehmer und der Dichte von Unternehmen im Raum Heilbronn.

Weil die regionalen Unternehmen einen Fachkräftemangel beklagen, nimmt sich die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) sehr um die Aufgabe an, qualifizierte Absolventen für die Region Heilbronn-Franken und deren weltweit erfolgreiche Unternehmen zu begeistern. Präsentationen an Hochschulen, Einladungen zu Exkursionen, Beteiligungen an Jobmessen und enge Beziehungen zu den Professoren stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Heute geht der Wettbewerb vor allem um die Fachkräfte

„Der Wettbewerb der Regionen und Kommunen um Unternehmensansiedlungen geht heute nicht mehr nur um die Lage und den Preis. Längst ist das Human Capital zu einem der wichtigsten Standortfaktoren geworden“, betont Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Seit neuen Jahren baut er an einem engen internationalen Netzwerk zwischen der Region Heilbronn-Franken und gut 40 Hochschulen in ganz Europa. Jetzt war ein Gruppe aus dem oberösterreichischen Wels zu Gast.

Studenten mit fachübergreifenden Kompetenzen

Innovations- und Produktmanagement studieren die 25 Studentinnen und Studenten, die mitsamt ihren Professoren führende Unternehmen der Region Heilbronn-Franken besuchten. „Im Vordergrund steht bei unseren Studierenden das systematische Erstellen von Konzepten, um Innovations- und Entwicklungsprozesse in Unternehmen voranzutreiben“, betont Studiengangsleiter Professor Dr. Michael Rabl. In ihrem Studium an der FH Wels geht es um das Erlernen, Verstehen und Umsetzen der Mechanismen und Methoden bei der Entwicklung von technischen Lösungen. Beginnend beim Ideenfindungsprozess bis hin zur Produktentwicklung, -planung und –analyse.

„Unsere Absolventen agieren später als Experten des Innovations- und Produktmanagement als integrierende Schnittstelle zwischen Forschung, Entwicklung, Marketing und Kunde“, so Mag. Dr. Fiona Schweitzer. Sie sieht sehr viele Parallelitäten zwischen beiden Regionen und gute Möglichkeiten für einen erfolgreichen beruflichen Einstieg ihrer Studenten. Im Studium vermitteltes Grundlagenwissen in den Bereichen Mechatronik, Verfahrentechnik und Anlagenplanung ebenso wie betriebswirtschaftliche Kenntnisse in den Gebieten Marketing, soziale Kompetenzen und Vertrieb gehören zum Kompetenzprofil der zukünftigen Berufseinsteiger.

Die angehenden Wirtschaftsingenieure und Maschinenbauer zeigten sich mitsamt ihren Professoren beeindruckt von der Dichte der Unternehmen in der Region.

GETRAG. Präzision macht Spaß.

Die neuesten Entwicklungen bei Entwicklung und Produktion von Getrieben- und Antriebssystemen sowie Interessantes über die aktuellen Tendenzen im Umfeld eines Zulieferers in der Automobilindustrie erfuhren die Studenten aus Oberösterreich beim weltgrößten unabhängigen Getriebehersteller GETRAG Corporate Group in Untergruppenbach. Markus Scheffler, Leiter der Getrag-Personalentwicklung, präsentierte das Unternehmen, das sich vom traditionsbewussten Familienbetrieb zum erfolgreichen, international agierenden Konzern entwickelt hat. Der Systemlieferant und Integrationspartner produziert jährlich mehr als 3 Millionen Getriebe und 1 Million Achsgetriebe.

„Precision. Passion. Partnership. – Unsere Werte spiegeln wider, was Sie bei uns erwartet“, so beschreibt Markus Scheffler die Philosophie im Unternehmen Getrag, einen Technologiemarktführer, bei dem man wirklich innovative Entwicklungsarbeit leisten und in einem angenehmen, familienfreundlichen Umfeld an interessanten, zukunftsfähigen Produkten auf der Höhe der Zeit arbeiten könne.

Vorsprung durch Technik

Mit großer Spannung erwarteten die Studenten die Werkführung durch die A 6 – Produktion in Neckarsulm. Beeindruckt hat sie schon das Audi Forum mit seiner imposanten Architektur. „Besonders fasziniert waren die Studenten der FH Wels von der Präzision der Abläufe, die bei der Produktion der Luxusfahrzeuge oberste Priorität hat“, sagt Johanna Karch. Sie absolviert derzeit ein Praktikum bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) und hat diesen Exkursionstag organisiert.

Allein die Audi AG bietet am Standort Neckarsulm weit über 200 offene Stellen für Praktikanten, Diplomanden, Berufseinsteiger und Berufserfahrene. Die für die Nachwuchsprogramme zuständige Personalreferentin Katharina van den Berg stellte Chancen für Studenten und Hochschulabsolventen des derzeit beliebtesten Ingenieurarbeitgebers vor.

Für Studenten gibt es neben dem klassischen Praktikum und der Betreuung während der Abschlussarbeit die Möglichkeit des so genannten Student-Line Programms. Herausragende Studenten werden so mit einem „Premium Paket“ schon während des Studiums mit Produkt- und Markenschulungen, Messebesuchen und einer gezielten Förderung des Karriereverlaufs und einer intensiven persönlichen Betreuung an das Unternehmen gebunden. Für Hochschulabsolventen gibt es neben dem Direkteinstieg, internationale Trainee- und Entwicklungsprogramme bis hin zur Promotionsmöglichkeit.

Insgesamt sind in Neckarsulm rund 14.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im vergangenen Jahr wurden 279.184 Modelle der Baureihen Audi A4, Audi A6, Audi A8 und Audi A6 allroad quattro, Audi RS4, RS6 und Audi R8 produziert. Und auch der Septemberabsatz des Konzerns war so hoch wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte.

Wachstum bei MLOG Logistics braucht Fachkräfte

Mit insgesamt 240 Mitarbeitern ist die MLOG Logistics GmbH, ehemals MAN Logistics, ein mittelständisches Unternehmen und zählt zu den Marktführern in der Entwicklung und Herstellung von automatischen Lager- und Materialflusssystemen. Das Unternehmen, das im kommenden Jahr nach Neuenstadt in den Gewerbe- und Industriepark Unteres Kochertal umzieht, sucht vor allem Konstrukteure, Maschinenbauer, Fertigungsplaner und Vertriebsleute, um das starke Wachstum weiter zu sichern.

Der Leverkusener Mechatronik-Ingenieur Dirk Spielmann, zuständig für den Vertrieb von Neuanlagen, kann den Gästen als „Zugereister“ von einer erfolgreichen Region und interessanten Aufgaben im Unternehmen berichten. „Jedes Projekt ist eine neue Herausforderung. Und es ist immer wieder etwas Besonderes für Kunden wie Würth, Miele oder die russische Nationalbank individuelle Lager- und Materialflusssysteme zu entwickeln und in die Tat umzusetzen“, sagt Spielmann.

Mit Patenschaften für junge Mitarbeiter, umfangreichen Qualifizierungsmaßnahmen, flachen Hierarchien und der Möglichkeit, auch bei den Niederlassungen im internationalen Umfeld Erfahrungen zu sammeln, rückt sich MLOG ins Interesse der angehenden Ingenieure.

Appell an die Unternehmen

Schoch freut sich, dass sich die regionale Akademikerjobbörse regiojobs24.de zur zentralen Plattform in der Region entwickelt hat und mit zahlreichen Hochschulen verlinkt ist. Aktuell sind wieder rund 1.550 offene Akademikerjobs darin abgebildet. Davon sind über 300 Stellen für Praktikanten und Diplomanden, welche die WHF bei den Unternehmen der Region ausfindig gemacht hat.

Kritisch sieht er allerdings, dass immer noch viele Unternehmen weder Eingangsbestätigungen der Bewerbungen schicken oder teilweise sogar die Bewerbungen ohne Kommentar einbehalten und nicht mehr zurück senden würden. „Das ist kein Vorgehen, denn gerade das macht das Image der Region und seiner Unternehmen aus“, sagt Schoch energisch. „Wer Fachkräfte sucht, muss diese anständig behandeln und pflegen!“

Kontakt

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Weipertstraße 8-10
D-74076 Heilbronn
Steffen Schoch
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