Infineon expandiert in Portugal

Werk für Montage und Test von Speicherchips für 230 Millionen Euro erweitert - rund 500 neue Arbeitsplätze in Porto
(PresseBox) (München und Porto/Portugal, ) Infineon Technologies AG, einer der weltweit führenden Halbleiterhersteller, erweitert sein bestehendes Werk für Montage und Test (Backend) von Speicherchips. Für das zweite Modul investiert das Unternehmen insgesamt 230 Millionen Euro. Der Ausbau der Fertigung startete im Herbst 2003 und die Vollauslastung soll Mitte 2006 erreicht werden. Es ist geplant, dadurch etwa 500 neue Arbeitsplätze zu schaffen und somit die Zahl der Mitarbeiter in Porto auf rund 1.500 zu erhöhen. In Anwesenheit des portugiesischen Premierministers Jose Manuel Durao Barroso wird das neue Modul am 16. Juni 2004 feierlich eingeweiht. Erste Produkte wurden in der neuen Fertigung bereits gestartet.

Die Erweiterung der Kapazitäten für Montage und Test wurde erforderlich, da Infineon seine Kapazitäten im Frontend kontinuierlich expandiert, beispielsweise durch den erfolgreichen Hochlauf der 300-mm-Fertigung in Dresden und die geplante Inbetriebnahme des 300-mm-Moduls in Richmond, USA, sowie sein Produktportfolio erweitert. Als maximale Kapazität sind im neuen Modul in Porto im Endausbau bis zu 600 Millionen Chips pro Jahr geplant, wobei durch die Erweiterung die heutige Kapazität mehr als verdoppelt wird. Das erste Modul hat rund 5.000 Quadratmeter Reinraumfläche und das zweite etwa 7.000 Quadratmeter und ist damit so groß wie ein Fußballfeld.

„Der Ausbau unserer Produktion in Portugal steht für die Wettbewerbsfähigkeit von Europa und speziell von Portugal, die sich in hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern und in einer außergewöhnlichen Performance unseres Backend-Werks in Portugal zeigt“, sagte Dr. Michael Majerus, Chief Financial Officer des Geschäftsbereichs Speicherprodukte. „Wenn wir in Porto die volle Kapazität erreicht haben, werden rund 30 bis 40 Prozent unserer weltweiten Speicherchipproduktion hier montiert und getestet.“ Der Startschuss für den Bau des zweiten Moduls erfolgte im Herbst 2003 und Ready-for-Equipment war im April 2004. Die Volumenproduktion wurde mit der Fertigung von 256-Mbit-Bausteinen in BGA-Gehäusen gestartet. Die maximale Auslastung soll Mitte 2006 erreicht sein. Die Wafer zur Weiterverarbeitung kommen dabei vornehmlich aus Dresden und Richmond, USA. Der erweiterte Standort Porto gehört zusammen mit dem Standort in Malakka/Malaysia und dem in Bau befindlichen Standort in Suzhou/China zu den Hochvolumen-Backend-Standorten für Speicherprodukte.

Über den Backend-Prozess
Bei der Chipfertigung unterscheidet man zwei Prozesse. Während im Frontend auf den Siliziumscheiben durch komplexe Prozesse die Chips entstehen, werden im Backend die Siliziumscheiben, auf denen sich die fertigen Chips befinden, zersägt und die Chips im Gehäuse montiert und getestet. Die daraus entstandenen Komponenten ermöglichen eine einfache Montage der Chips auf Leiterplatten.

Über Infineon in Portugal
Das Werk für Montage und Test von Speicherchips wurde 1996 in Vila do Conde, nahe Porto, gegründet. Derzeit sind hier rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Investitionen in das bestehende erste Modul betrugen 330 Millionen Euro; wovon 140 Millionen Euro auf die Modernisierung dieser Fertigung von Mitte 2000 bis Mitte 2003 fallen. Zusammen mit den 230 Millionen Euro für die Erweiterung des Standortes hat Infineon insgesamt rund 560 Millionen Euro am Standort Porto investiert.

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