iX über volumetrische 3 D-Displays

Realistische Rundum-Ansicht noch unerschwinglich
(PresseBox) (Hannover, ) Sandwich-Monitore, 360-Grad-Displays und Wasserdampfschirme versprechen realistische räumliche Darstellung von 3D-Objekten ohne Datenhelm und sonstige Hilfsmittel. Doch teure Hochleistungsprojektoren sowie aufwendige und äußerst anfällige Mechanik hemmen die Serienproduktion, schreibt das IT-Profimagazin iX [2] in seiner aktuellen Ausgabe 9/04.

Bei der Beurteilung von räumlichen Situationen oder Bewegungsabläufen eröffnen 3D-Displays völlig neue Perspektiven. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Von der Visualisierung mehrdimensionaler Daten- oder Molekülstrukturen im IT-Bereich bzw. in der Medizin bis hin zum Militär. Aber auch in der Kunst, Unterhaltung und Werbung kommen 3D-Displays zum Einsatz.

Bei den so genannten Sandwich-Monitoren nutzt man mehrere halbtransparente Displays, die übereinander gestapelt sind, um eine realistische Tiefenwahrnehmung zu ermöglichen. Die Software schneidet das computergenerierte Objekt wie einen Apfel in mehrere Scheiben, die jeweils auf einer Displayschicht erscheinen. Andere Techniken bieten durch eine rotierende Projektionsfläche sogar eine 360-Grad-Darstellung. Dabei kann man vollständig um das Objekt herumgehen. Beide Konzepte setzen jedoch eine schnelle Bilderzeugung durch Hochleistungsprojektoren oder Laser voraus.

Ideen zu solchen 360-Grad-Displays gibt es schon seit längerem, dennoch existieren nur wenige kommerziell verfügbare Geräte, da eine 360-Grad-Sicht meist eine ausgefeilte und dadurch anfällige Mechanik erfordert. So kostet beispielsweise das 360-Grad-Display "Perspecta" der amerikanischen Firma Actuality Systems rund 40.000 Dollar und ist nur für große Forschungslabore und Unternehmen erschwinglich.

Helio-Displays oder Wasserdampfschirme, die frei in die Luft projizieren können, sind ein weiterer Ansatz für eine realistischere 3D-Darstellung. Diese Technik bringt einen feinen Wasserdampfnebel, der durch Ultraschall erzeugt wird, zwischen zwei gleichmäßig gleitenden Luftströmen ein. Im Vaprikki Museum Center in Finnland wurde 2003 ein Prototyp mit einer Projektionsgröße von 2 x 1,5 Metern für circa 100.000 Dollar installiert.

"Trotz dieser erhöhten Anstrengungen und zahlreicher interessanter Teillösungen dürfte es noch einige Zeit dauern, bis man eine Person ohne Hilfsmittel frei im Raum dreidimensional darstellen kann", so iX- Redakteurin Kersten Auel.

Bildmaterial: Das Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 9/2004 steht zum Download [3] bereit.

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