ASM-Jukeboxen steigen die Kapazitäts-Leiter weiter hoch

Nächste Generationen der Professional Disc for DATA (PDD) steigern laut Sony-Roadmap nicht nur die Kapazität sondern auch die Datenübertragungsrate um ein Vielfaches.
Bis zu 41 TB Datenmaterial können die PDD-Jukeboxen von ASM archivieren (PresseBox) (Westerstede, ) Nach dem erfolgreichen Start der ersten PDD-Generation von Sony blickt der Westersteder Jukeboxanbieter ASM bereits auf die zweite Generation der Blaulichtlaser-Medien. Diese wird in 2005 nicht nur ihre Kapazität verdoppeln sondern auch ihre Datenübertragungsrate. Mit einer derzeitigen Datentransferrate von elf Megabyte pro Sekunde können die gespeicherten Daten auf einer PDD etwa 45 Prozent schneller gelesen werden als auf einer Magneto-Optical-Disc. Durch die Abwärts-Kompatibilität der Medien ist ein Mischbetrieb von verschiedenen PDD-Generationen innerhalb der Jukebox möglich. Dazu muss mindestens ein Jukebox-Laufwerk immer der neusten Generation entsprechen. Steigende Datentransferraten und Kapazitäten der Medien erweitern auch die Zielgruppe für den Jukeboxanbieter. Beispielsweise können Film- und Fernsehanstalten dann ihre Videostreams an einem Stück auf nur einem Medium schnell und sicher archivieren. Schon jetzt erreicht die größte PDD-Jukebox von ASM eine Speicherkapazität von 41 Terabyte.

Laut einer aktuellen Lünendonk-Anwenderstudie wird allein das Datenwachstum der Emails mit einer jährlichen Steigerungsrate von circa 38 Prozent beziffert. Da die Masse der zu archivierenden Daten täglich steigt, ist die ständige Weiterentwicklung der Medien und deren Technologie unumgänglich. Die PDD erzielt ihr großes Speichervolumen von 23,3 Gigabyte durch die hohe Schreibdichte des blau-violetten Lasers. Herkömmliche rote Laser schreiben Daten mit etwa einer zweieinhalb Mal geringeren Schreibdichte auf DVDs. "Die Sony-Roadmap zeigt uns klar, dass die Entwicklung der optischen Laufwerke noch längst nicht am Ende ist. Anwender von PDD-Jukeboxen können langfristig und guten Gewissens auf die neue Archivierungstechnik setzen", sagt Johann Deters, Geschäftsführer der ASM GmbH & Co. KG, erfreulich. Nicht nur die Speicherkapazität der Medien überzeugt, sondern auch deren Verlässlichkeit. So bewältigt beispielsweise der komplette Lösch-/Schreib-/Lesezyklus einer Disc um die zehntausend Vorgänge. Der Lesezyklus allein bewältigt mindestens eine Million Zugriffe. Da die Daten auf dem Medium sehr dicht beieinander liegen, muss eine Verunreinigung der Disc ausgeschlossen werden. Daher ist das PDD-Medium mit einer Cartridge umgeben, die sie vor Staub, Schmutz, Kratzern und UV-Strahlung schützt. Samt der Cartridge wird das Medium innerhalb der Jukebox in das Laufwerk befördert. Erst nachdem das Laufwerk sich luftdicht verschlossen hat, wird die Cartridge einen Spalt weit geöffnet und der blau-violette Laser kann das staubfreie Medium lesen bzw. beschreiben. ASM bietet ihre PDD-Jukeboxen, je nach Bedarf, entweder mit einmalbeschreibbaren (WORM) oder auch mit wiederbeschreibbaren Medien an. PDD-Jukeboxen verschiedener Größen speichern bereits seit mehreren Monaten zuverlässig die Daten bei ihren Anwendern. Die Kosten pro Gigabyte liegen etwa ein Fünftel unter denen einer Magneto-Optical-Disc (MO), welches nur 9,1 Gigabyte speichern kann. Ein Nachfolger für die MO-Technik scheint damit gefunden zu sein. In 2007 soll die dritte Generation des optischen Mediums ein Fassungsvermögen von 100 Gigabyte pro Disc sowie eine Datentransferrate von 43 Megabyte pro Sekunde erreichen.

Auf der DMS EXPO (7. - 9. September 2004)in Essen stellt ASM in Halle 1, Stand 1570 (DICOM) aus.

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