Vorsicht Liquiditäts-Falle! EDV hilft Liquidität planbar zu machen

Rüdiger Hess, Anwendungsberater der Nemetschek Bausoftware GmbH
(PresseBox) (Achim, ) Die Zunahme insolventer Bauunternehmen in den letzten Jahren ist alarmierend. Sicher ist ein Grund dafür die gesamte wirtschaftliche Entwicklung. Doch bei der bekannten, schon lange schlechten finanziellen Verfassung vieler mittelständischer Betriebe ist es unverständlich, wie wenig mögliche Gegenmaßnahmen in die strategischen Überlegungen der Unternehmensleitungen Eingang gefunden haben. Sehr viele Insolvenzen könnten deshalb hausgemacht sein, auf unternehmerischen Fehlentscheidungen basieren.

Was muss für die Liquidität geplant werden?
Viele kleinere und mittlere Bauunternehmen beschränken Liquiditätsplanung gar nur auf die Kontrolle der Bankauszüge. Eine vollständige Übersicht der eingehenden und ausgehenden Gelder ist eventuell auch nur im Rahmen eines Vergleichens von Offenen-Posten-Listen vorhanden. Die Alarmglocken schrillen oft erst, wenn finanzielle Engpässe bereits entstanden sind, Löhne und andere Verbindlichkeiten nicht mehr gezahlt werden können.
Viel sinnvoller ist es, eine detaillierte Liquiditätsplanung einzurichten. Hierbei wird die gesamte Zahlungsmittelverfügbarkeit über den kurz- und mittelfristigen Zeitraum mit allen Geld beeinflussenden Bestandteilen betrachtet.
Als Faktoren sind dabei zu berücksichtigen:
- Kontostände sämtlicher Bankkonten und jeweils sortiert nach Fälligkeiten
- alle offenen Debitorenforderungen,
- alle offenen Lieferantenverbindlichkeiten,
- alle zu erwartenden und
- alle zu leistendenden Abschlagszahlungen sowie die
- Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten und
- sonstige Verbindlichkeiten wie Steuern
- Auftragsbestände
Die Beträge sollten nach ihren Fälligkeiten taggenau zugeordnet werden und jede Zahlung möglichst exakt, aber keinesfalls zu optimistisch geschätzt werden.

KLIP - ein Beispiel für konkrete EDV-Hilfe in wöchentlich 30 Minuten
Anwendern der integrierten Branchenlösung BAU financials von Nemetschek Bausoftware steht für die kurzfristige Liquiditätsplanung das Modul KLIP zur Verfügung. Die Abbildung zeigt das Einsatzbeispiel einer wöchentlichen Liquiditätsplanung für einen 4-Wochen-Zeitraum. Wenn hiernach verfahren wird, bekommt die Unternehmensleitung jede Woche eine detaillierte Liquiditätsübersicht für die kommenden Wochen. Die oben angeführten Faktoren werden dabei natürlich genau berücksichtigt.
Die kurzfristige Liquiditätsplanung in BAU financials arbeitet nach dem Versionsprinzip, ähnlich wie die Bilanz- und GuV-Versionen. Grundlage sind eine oder mehrere Versionen, in denen sich die Strukturen für die jeweilige Planung speziell den individuellen Bedürfnissen und Wünschen anpassen lassen. Sie können deshalb nach unterschiedlichen Fragestellungen aufgebaut und aufgerufen werden. Die kurzfristige Liquiditätsplanung lässt sich auch mandantenübergreifend ausführen.
In jeder Liquiditätsplanungsversion können unterschiedliche (Ausgabe-) Strukturen der gewünschten Planungen festgelegt werden. Hier ist die kurzfristige Liquiditätsvorschau ebenso zu definieren, wie eine mittelfristige Finanzplanung. Die Auswahl der ‚KlipVersion' (siehe Abbildung, oberste Zeile) bestimmt den Aufbau der jeweiligen Liquiditätsplanung. Die einzelnen Zeilen der Planung können entweder Text-, Betrags-, Summenzeilen oder mit Formeln belegte Zeilen sein. Als Datenbasis werden unterschiedliche Postentabellen oder Auszüge aus den Postentabellen angeboten. In die Betrachtung lassen sich auch Daten einbeziehen, die in einer separaten Tabelle für die Liquiditätsplanung erfasst wurden. Die zu berücksichtigenden Fälligkeiten werden aus den Belegdaten bestimmt und mit dem erwarteten Zahlungseingang versehen. Es ist ebenso möglich, auf das Fälligkeitsdatum abzustellen.

Einmal eingerichtet, benötigt die Anwendung dieses Liquidtätsplanungs-Moduls pro Woche nicht mehr als 20 bis 30 Minuten.
Kein hoher Aufwand, um drohende Zahlungsengpässe, Zahlungskrisen rechtzeitig erkennen und frühzeitig agieren zu können. Es bleibt so eine Chance erhalten, noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Weiterführende Informationen für Interessierte: www.bausoftware.de

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