Forschungsoffensive "Software Engineering 2006" entscheidet sich für Technologie und Tools von Delta

Generatoren automatisieren die Entwicklung Service-orientierter Anwendungen
(PresseBox) (Schmallenberg, ) Mit der Forschungsoffensive "Software Engineering 2006" will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führende Positionen in der Softwaretechnik stärken. Delta Software Technology (Delta) http://www.d-s-t-g.com hat im BMBF-Projekt "Process Family Engineering in Service-Oriented Applications" (PESOA) mit der Bereitstellung der Basistechnologie und der generativen Werkzeuge eine zentrale Rolle übernommen. Die von Delta entwickelte HyperSenses-Technologie wird dabei zur automatischen Generierung von Softwarekomponenten eingesetzt.

Das Projekt PESOA ist Teil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufenen Forschungsoffensive "Software Engineering 2006", deren Ziel die Stärkung Deutschlands als innovativer Standort der Softwareindustrie ist. Dabei stehen die folgenden Themen im Mittelpunkt:

· Entwicklung von Techniken zur Modellierung organisatorischer und technischer Systeme und Prozesse sowie zur Definition branchen- und produkttypischer Anwendungsarchitekturen
· Produktivitätserhöhung mittels Komponentenorientierung und Wiederverwendung
· Korrektheit, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Softwaresystemen

Die beteiligten Projekte werden regelmäßig in Bezug auf Publikationen, neue Patente und hinzugewonnene Arbeitsplätze evaluiert. Das Projekt PESOA hat ein Gesamtvolumen von 4 Mio. EUR, mit einem vom BMBF finanzierten Förderanteil von 2,4 Mio. EUR. Teilnehmer des Verbundprojekts sind, neben Delta Software Technology GmbH, die DaimlerChrysler AG (Forschung und Technologie), das Fraunhofer Institut Experimentelles Software Engineering (IESE), das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik sowie die Universität Leipzig (Wirtschaftsinformatik).

Aufgabe des PESOA-Projekts ist der Entwurf und die prototypische Implementierung einer Plattform für "Process Family Engineering". Dabei geht es insbesondere um das Konzept, dass Mitglieder einer Produktfamilie unterschiedliche Varianten eines Prozesses realisieren. Die Umsetzung solcher Prozessvarianten in konkrete Softwarekomponenten soll weitestgehend automatisch mit Hilfe von Generatoren erfolgen. Man verspricht sich davon eine signifikante Steigerung der Produktivität und der Qualität in der Entwicklung. Bereits im Rahmen dieses Projekts wird die Relevanz für die unternehmerische Praxis nachgewiesen. Als Praxisszenarien dienen hier so unterschiedliche Anwendungsbereiche wie die Entwicklung von Software für Steuerungsgeräte und e-Business-Anwendungen wie z.B. Online-Reservierungssysteme.

Delta liefert in diesem Forschungsprojekt die Generierungstechnologien und -werkzeuge für die automatische Umsetzung von Prozessmodellen für unterschiedliche Zielplattformen, beispielsweise Simulink oder BPEL4WS (Business Process Execution Language for Web Services). Als zentrale technologische Plattform für diese Transformationsaufgaben wird HyperSenses eingesetzt. Delta hat mit HyperSenses die Kerngedanken des Generative Programming (GP) und des Intentional Programming (IP) in eine neue Technologie umgesetzt: HyperSenses bietet für eine Source unterschiedliche Darstellungen, sogenannte "Renderings".

"Die Pattern-Technologie von HyperSenses erleichtert die Implementierung von Prozesstransformationen entscheidend.", unterstreicht Prof. Dr. Mathias Weske vom Hasso-Plattner-Institut und Konsortialführer für PESOA mit Blick auf die bisherigen Beiträge von Delta in dem Projekt.

Aktuell befasst sich das Projekt mit der Entwicklung der Generatoren zur automatisierten Software-Produktion. In der Analysephase des Projekts wurde bereits nachgewiesen, dass die HyperSenses-Technologie die umfassenden Anforderungen erfüllt und hervorragend für die Transformation von Prozessmodellen auf Zielplattformen geeignet ist. Solche Prozessmodelle können sogar in unterschiedlichen Notationen vorliegen, beispielsweise in UML oder BPMN (Business Process Modeling Notation). Vor allem die umfangreiche Toolunterstützung von HyperSenses wurde positiv bewertet. Alle Transformationen sind modellbasiert und werden durch Patterns – in diesem Fall: Prozess-Patterns – realisiert. Das Ergebnis sind separierte und wartbare Teilkomponenten als Implementierung einer Transformation.
Die HyperSenses-Technologie hat sich bereits als methodische und technische Plattform bewährt – sowohl bei der Entwicklung der Delta-Produkte selbst als auch als Bestandteil der Delta-Produkte. Sie wird vor allem bei SCORE Adaptive Bridges verwendet, einem Produkt, mit dem Delta die schnelle und einfache Integration von Legacy-Anwendungen in Enterprise Portale ermöglicht. Die HyperSenses-Technologie wird hier vor allem im Bereich des Customizing eingesetzt um eine genaue Anpassung der Werkzeuge an die projektspezifischen Anforderungen zu erreichen.

"Für uns ist die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung von fundamentaler Bedeutung für die Entwicklung von Technologien und Werkzeugen.", betont Winfried Buhl, Geschäftsführer von Delta Software Technology. "Wir stellen Wissenschaftlern und Entwicklern neue Technologien frühzeitig zur Verfügung, um eine stabile Basis für die Entwicklung unserer Produkten für den Einsatz in großen Projekten zu garantieren."

Im Rahmen des PESOA-Projekts befasst sich Delta aktuell mit der Realisierung eines Modell-Imports für Prozessmodelle aus verschiedenen Quellen. Dieser bildet die Ausgangsbasis für nachfolgende Transformationen auf Ausführungs- oder Simulationsplattformen. In den kommenden Projektphasen rückt die Implementierung der Prozesstransformation durch HyperSenses-Patterns in den Mittelpunkt. Angestrebt wird insbesondere, ein generisches Prozess-Metamodell – basierend auf dem MOF (Meta Object Facility) -Standard der OMG (Object Management Group) – als Basis für Codegenerierungen zu nutzen.

Weitere Informationen zu PESOA finden Sie auf unserer Website zum Projekt unter
http://www.d-s-t-g.com/PESOA .

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Bianca von Cieminski
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