Universität Konstanz: Gremienwahlen automatisiert ausgewertet mit TeleForm von Electric Paper

Das mühselige Auszählen von Wahlstimmen nimmt ein glückliches Ende
(PresseBox) (Lüneburg, ) Gremienwahlen – das hieß auch an der Universität Konstanz bis vor kurzem vor allem eins: eine Menge Arbeit. Tausende von Stimmzettel müssen ausgezählt werden, möglichst schnell und natürlich möglichst fehlerfrei. Zwei Dutzend Helfer zählen am letzten Wahltag ab dem Abstimmungsende um 16 Uhr bis spät in den Abend. Das manuelle Auszählen birgt jedoch auch immer eine Fehleranfälligkeit, da höchste Konzentration erforderlich ist.

Nachdem die Studierendenbefragungen für die regelmäßige Lehrevaluation an der Universität Konstanz seit mehreren Semestern mit dem System EvaSys vollautomatisch ausgewertet werden, lag es nahe, eine ähnliche Arbeitserleichterung für die Auszählung der Gremienwahlen zu suchen.
Die in EvaSys integrierte Beleglesesoftware TeleForm ist für die Auswertung sensibler Daten wie Wahlstimmen ideal geeignet. Nicht umsonst wird TeleForm vielfach im Bereich der Klinischen Forschung eingesetzt, wo es in ganz besonderem Maße auf die Datenqualität ankommt.

Erstmals wurden die diesjährigen Gremienwahlen deshalb mit TeleForm ausgewertet. Um die Technik für die Auszählung der Stimmzettel zu nutzen, konnte die für die Lehrevaluation bestehende Infrastruktur genutzt werden, zusätzliche Investitionen waren nicht nötig.
Die verschiedenen Stimmzettel wurden zunächst in ein von TeleForm maschinenlesbares Formular umgewandelt. Das Layout bleibt davon weitgehend unberührt, abgesehen von vier Erkennungspunkten an den Ecken.

Das mühselige Auszählen hat ein Ende
Die Stimmzettel in den Formaten DIN A4 und DIN A5, je nach Anzahl der Kandidaten, sind in verschiedenen Gelbtönen gehalten und einseitig bedruckt. Insgesamt wurden 27 verschiedene Formulare angefertigt: Ein Stimmzettel für die Senatswahl sowie für jeden der 13 Fachbereiche Stimmzettel für zwei Gremien. Einmal erstellt, können diese Vorlagen immer wieder verwendet werden, es brauchen nur noch die Namen der Kandidaten ausgetauscht werden. So amortisiert sich der höhere Aufwand am Anfang sehr schnell.
Um eine optimale Lesbarkeit der Kreuze zu gewährleisten, wurden in den Wahlkabinen Filzstifte ausgelegt. Jedoch können auch Kugelschreiber-Kreuze einwandfrei gelesen werden, nur Bleistiftzeichen sind problematisch.
Bei einer Wahlbeteiligung von 20% waren etwa 6.000 Stimmzettel auszuzählen. Die Auszählung erfolgt dieses Mal zur Probe noch parallel händisch und automatisch. Dies war auch erforderlich, da stark verzerrt kopierte Stimmzettel schwierig auszuwerten waren. Um dies in Zukunft zu vermeiden, werden die Stimmzettel für die nächste Wahl als PDF von der Hausdruckerei gedruckt.

Werden die Wahlscheine aus den Urnen geleert, müssen sie zunächst wie bisher auseinandergefaltet und offensichtlich ungültige Stimmen aussortiert werden. Die Wahlscheine werden dann stapelweise eingescannt und die Kreuzchen von TeleForm erkannt.
Wahlscheine mit von TeleForm nicht eindeutig zu zählenden Stimmen werden mit dem Korrekturmodul einer Sichtprüfung unterzogen, mit der man die Stimmzettel in Zweifelsfällen schnell nachprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann. Außerdem wird die Plausibilität der Angaben geprüft, etwa ob mehr Stimmen abgegeben wurden als zulässig. Ist dies der Fall, kann er ungültig erklärt werden.
Nach der Verifikation werden die Ergebnisse in eine Access-Datenbank gespeichert, die von TeleForm ausgelesen wird und einen Bericht in Form einer CSV-Datei erstellt.

Technik wird nicht müde
Innerhalb von nur acht Stunden waren die Stimmzettel ausgewertet und verifiziert. Dies ist ein Bruchteil des Aufwandes gegenüber der Arbeitszeit von 25 Helfern, die je sieben Stunden lang mit Auszählen beschäftigt sind. Ein weiterer Vorteil ist die gleich bleibende Qualität der Auszählung: „Technik ermüdet nicht“, betont Detlef Zilz, Wahlleiter. Bei einer händischen Auszählung ist es unvermeidlich, dass die Konzentration nach einer Weile nachlässt. Zilz ist mit dem Verfahren insgesamt sehr zufrieden: „Es klappt besser, als wir uns das je vorgestellt hätten.“
Auch die Archivierung wird durch die elektronische Verarbeitung komfortabler. Momentan werden nur die ausgelesenen Daten, nicht jedoch die Stimmzettel elektronisch archiviert. Zukünftig sollen auch die Grafikdateien der eingescannten Wahlscheine archiviert werden. Dies ist insbesondere bei Rückfragen der Wahlkommission hilfreich, da man die Scheine in elektronischer Form schneller durchsuchen kann.
Mit dem ersten Wahllauf zeigt sich die Universität Konstanz sehr zufrieden. Einer weiteren Ausweitung des Systems auf 96 Wahlscheine für die nächsten Gremienwahlen im Sommer 2005 steht nichts mehr im Wege. Dann werden die Wahlscheine ausschließlich mit TeleForm ausgewertet.

Informationen zu TeleForm: www.electricpaper.de

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Dorothee Schneider
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