iX über das Hype-Thema Grid

Rechnen im Netz: verteilte Anwendungslast
(PresseBox) (Hannover, ) Rechnernetze, die sich gegenseitig Dienstleistungen und Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen, bezeichnet man als Grid-Computing. Durch Einsatz dieser Technik versprechen sich IT-Verantwortliche eine bessere Auslastung ihres Maschinenparks. Oracle setzt in seiner neuen Datenbank-Version 10g das Werkzeug "Grid Control" ein und vereinfacht damit die Datenbankverwaltung, schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 11/04.

Als eine der ersten kommerziellen Anbieter hat Oracle in seine Datenbank Grid-Technik integriert, die mehr bieten soll als die bekannte Clustertechnik. Die Version 10g zeichnet sich durch dynamisches Provisioning aus. Dabei geht es vor allem darum, die Last der einzelnen Anwendungen automatisch und dynamisch auf die zur Verfügung stehenden unterschiedlichen Rechner zu verteilen.

Ein Grid soll heute die unterschiedlichen IT-Ressourcen bereitstellen. In der Praxis heißt das, dass zum Beispiel bei der monatlichen Lohnabrechnung die Buchhaltung auf drei Verteilerstationen, so genannten Nodes, im Netz abläuft, von denen sonst zwei für das Intranet zuständig sind. Anfragen an dieses verteilt das Grid in diesem Fall an andere Nodes oder bearbeitet sie mit geringerer Priorität. Dieses Provisioning verlangt einige von den Betriebsmitteln unabhängige Eigenschaften: hohe Verfügbarkeit, genügend Rechenleistung und Speicherkapazität sowie bessere Skalierung und Ausfallsicherheit.

"Oracle hat es geschafft, mit erprobter Technik dem Grid-Computing-Hype Leben einzuhauchen", so iX-Redakteur Ralph Hülsenbusch. "Der nächste logische Schritt in der Evolution der IT dürfte in den kommenden Jahren einen riesigen Markt eröffnen: bis 2008 etwa vier Milliarden US-Dollar."

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