Die bonitätsgeprüfte Adresse

Innovativer Onlinedienst zur Risikoabsicherung
bonitaetfinder.de - Logo (PresseBox) (Köln, ) Schutz vor kalkulierbaren Risiken und Zahlungsausfällen
Das Unternehmen PNO in Köln will Händlern und Verbrauchern die Auskunft über die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und Geschäftspartner erleichtern. Ab sofort können Verbraucherdaten sicher im Internet über www.bonitaetfinder.de abgerufen werden, kündigte PNO-Chef Gerhard Sauer in Köln an. Bisher bei Mitbewerbern teure schriftlich oder telefonisch abgefragte Verbraucherdaten können ab jetzt sofort online für nur 4,70 Euro abgerufen werden. Im Internet soll diese Gebühr für einen längeren Zeitraum gelten.

Einsatz und Nutzen von Scoring-Systemen im Kreditmanagement

Die Flut der Insolvenzen und die konjunkturelle Lage rücken einige Begriffe verstärkt in den Fokus: das Risikopotenzial innerhalb von Kunden-Portfolios und die Prognose der Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen. Die wirtschaftliche Misere erfordert effektive Scoring-Analysen und deren kontinuierlichen Einsatz im gesamten Prozess des Customer Relationship Managements. Als Voraussetzung und gemeinsame Basis sind deshalb bonitätsgeprüfte Adressen unentbehrlich.

Eines der wichtigsten Instrumente im Geschäftsprozess des Customer Relationship Management ist der Bonitätsindex. Neben weiteren Scoring-Systemen ist der Bonitätsindex ein klassisches Kreditmanagement-Tool, um zum einen die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites oder das Risiko eines Forderungsverlustes zu prognostizieren. Zum anderen dient er der Einschätzung der Migrationswahrscheinlichkeit, also der prognostizierten finanziellen Entwicklung von Kunden oder Kundengruppen. Schließlich ist der Bonitätsindex auch ein unerlässliches Informationsmittel im Bereich des Forderungsmanagements.

Methodik der Bonifizierung
Seit den 80er Jahren ermitteln deutsche Auskunfteien - die klassischen Vorreiter der Bonifizierung in Deutschland - für die in ihren Datenbanken erfassten Unternehmen einen Bonitätsindex. Seit den 90er Jahren werden auch Privatpersonen entsprechend bewertet. Bei der Analyse und Methodik muss zwischen dem B2B- und dem B2C-Bereich unterschieden werden.
Die Bonifizierung eines Unternehmens erfolgt aufgrund einer Fülle recherchierbarer Informationen. Dazu zählen insbesondere die Finanzlage, die Umsatzentwicklung, die Zahlungserfahrungen oder das Eigenkapital. Hinzu kommen konjunkturelle Indikatoren wie die Struktur einer Region oder die Wirtschaftskraft einer Branche. Aufgrund aller bekannten Daten erhält das Unternehmen eine Note, beispielsweise anhand des bekannten Schulnotensystems zwischen 1,0 und 6,0. Die Berechnung erfolgt anhand mathematischer Algorithmen, mit denen die Informations-Segmente je nach Relevanz unterschiedlich gewichtet werden. Das Analyseverfahren wird kontinuierlich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Nicht zuletzt die rasante Entwicklung des nationalen wie internationalen Insolvenzgeschehens, die unmittelbar Einfluss auch auf Unternehmen hat, erfordert den Einsatz regionaler und branchenspezifischer Indikatoren.

Scoring-Systeme B2C
Bei Privatpersonen ist die Berechnungsgrundlage für Auskunfteien schon allein aufgrund des Datenschutzgesetzes (BDSG) eingeschränkt. Das BDSG lässt im B2C-Bereich nur die Erfassung bestimmter Informationen zu. Dazu zählen neben der reinen Adresse insbesondere Daten aus den Schuldnerlisten der Gerichte (harte Merkmale) sowie Informationen über beispielsweise Inkassoverfahren (mittlere und weiche Merkmale). Diese so genannten Negativmerkmale geben Aufschluss über die Zahlungserfahrungen der privaten Kunden und ermöglichen auch eine Prognose hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen. Ergänzt werden die personenspezifischen Merkmale beispielsweise anhand von Wohnlage-Scores sowie marketing-relevanter soziodemographischer Merkmale. Für die Umsetzung der Analyse-Ergebnisse werden effektiv einsetzbare Scorenoten genutzt.

Prospect-Qualifizierung im Direkmarketingmanagement
Die heutigen Bonitäts- und Scoring-Systeme beruhen auf dem jahrzehntelang gesammelten Know-how mit der Analyse professionell recherchierter und erfasster Daten. Integriert in den Workflow eines Unternehmens umspannt der Einsatz mittlerweile den gesamten Prozess des Customer Relationship Managements. Schon im Vorfeld von Akquisetätigkeiten oder Direktmarketing-Aktivitäten dient der Bonitätsindex der systematischen Bewertung geschäftlicher Erfolgsaussichten.
Dabei spielen bonitätsgeprüfte Adressen eine entscheidende Rolle. Sie ermöglichen neben der Zielgruppen- auch eine Bonitäts-Selektion. Der Kunde erhält genau die aktuellen Adressen seiner Zielgruppe, die anhand des Bonitätsindexes (B2B) ausreichende Liquidität aufweisen bzw. deren Scorenote (B2C) positive Zahlungserfahrungen indizieren. Dem Risiko der Kontaktaufnahme zu "faulen Kunden" und damit dem Ausfall von Forderungen wird so von Anfang an vorgebeugt. "Die bonitätsgeprüfte Adresse ermöglicht eine aussagekräftige Prospect-Qualifizierung als Grundvoraussetzung für ein effizientes CRM", so Johan Zevenhuizen.
Wegen der Anonymität besonders sensibel ist der gesamte E-Commerce-Bereich. Vor einer Lieferung aufgrund einer Online-Bestellung, aber auch am Point-of-Sale vor dem Abschluss einer langfristigen Vertragsbindung (wie etwas in der Telekommunikationsbranche), sollte nur nach einer gründlichen Prüfung entschieden werden. Risiko-immanent ist auch die vom Kunden angegebene Liefer- oder Rechnungsadresse. Dienstleister im Direktmarketing stützen die Prüfung der B2C-Kunden durch die Verifizierung und ggf. die Aktualisierung der Adressen.

Bonitätsindex stärkt das Portfolio-Management
Sensibilität hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit gilt nicht nur im Prospect-Bereich. Für den langfristigen geschäftlichen Erfolg ist die permanente Beobachtung des bestehenden Kunden-Portfolios ein entscheidendes Instrument. Dubletten, veraltete oder falsche Adressen oder "schwarze Schafe" verbrauchen enorme Ressourcen und schmälern die Rendite. "Der Markt, die Branchen und nicht zuletzt die finanzielle Situation eines Unternehmens oder Konsumenten verändert sich stetig. Dieser externe Prozess muss parallel intern über geeignete Tools gesteuert und begleitet werden." Die exakte Analyse und Bewertung der wirtschaftlichen Situation eines bestehenden Kunden ist ein laufender Prozess als Basis für erfolgreiche Akzeptanz- und Ablehnungsstrategien.

Datenrationalisierung und Permanent Watch
Kunden sind das stärkste Potenzial eines Unternehmens. Die systematische Erfassung ihrer Wertigkeit und die Möglichkeit, Prognosen hinsichtlich der geschäftlichen Entwicklung zu erstellen, entscheiden über den langfristigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.
Die kontinuierliche Datenrationalisierung ist daher professioneller Bestandteil innerhalb des strategischen und erfolgsorientierten Portfolio-Managements. Anhand umfangreicher Fremddatenbanken werden Datenabgleiche und so genannte "Waschabgleiche" (Data Cleansing) durchgeführt. Auch hier kommt dem Bonitätsindex eine entscheidende Rolle zu. Über ihn werden liquiditäts-schwache Unternehmen oder Privatpersonen herausgefiltert bzw. kenntlich gemacht. Über unterschiedliche AdressChecks beispielsweise anhand von Ortsbuchprüfungen oder externen Datenbanken, findet darüber hinaus eine Bereinigung veralteter oder eine Verifizierung falscher Adressen statt. Eine Anreicherung der Adressen mit marketing- und kreditrelevanten Informationen ergänzt den Rationalisierungsprozess und optimiert das Kunden-Portfolio. "Customer Relationship Management geht einher mit einem umfangreichen, den gesamten Geschäftsprozess begleitenden Risikomanagement. Es setzt pro-aktives und damit präventiv wirkende Handeln voraus."

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