Software AG verdoppelt Nettogewinn im dritten Quartal, Lizenzumsatz um 10 Prozent gesteigert

(PresseBox) (Darmstadt, ) Die Software AG (TecDAX: SOW) hat ihr Ergebnis für das dritte Quartal (30.09.2004) veröffentlicht. Lizenzumsatz und Gewinn lagen auch in diesem Quartal deutlich über den Zahlen des dritten Quartals 2003. Der Lizenzumsatz wurde um 10 Prozent auf 25,1 Millionen Euro gesteigert. Die Gesamtumsatzerlöse lagen bei 96,6 Millionen Euro und waren damit währungsbereinigt stabil. Das EBIT von 21,0 Millionen Euro lag um 34 Prozent höher als im dritten Quartal 2003. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 21,9 Millionen Euro (Vj. 16,4 Millionen Euro). Der Nettogewinn stieg um 95 Prozent auf 12,7 Millionen Euro.
Umsatz
Mit 71,1 Millionen Euro (Vj. 71,2 Millionen Euro) waren die Produktumsätze im dritten Quartal stabil, währungsbereinigt entspricht dies einem Anstieg von 3 Prozent. Der Lizenzumsatz stieg um 10 Prozent auf 25,1 Millionen (Vj. 22,9 Millionen Euro). Währungsbereinigt lag der Wartungsumsatz mit 46,0 Millionen Euro 1 Prozent unter dem des Vergleichsquartals (48,3 Millionen Euro).
Die anhaltende Schwäche im deutschen Markt sowie saisonale Faktoren in Südeuropa wirkten sich auf die Umsätze mit Projektdienstleistungen aus, die im dritten Quartal 25,2 Millionen Euro betrugen (Vj. 27,1 Millionen Euro).
Die beiden Business Lines der Software AG verzeichneten bei den Lizenzen ein Umsatzplus, Enterprise Transaction Systems wuchs um 10 Prozent auf 17,5 Millionen Euro und XML Business Integration um 2 Prozent auf 5,2 Millionen Euro.
In den Regionen Süd- und Westeuropa und Zentral- und Osteuropa haben die Lizenzumsätze mit einer Steigerung von 56 Prozent bzw. 61 Prozent beträchtlich zugelegt. In der Region Nordeuropa/Asien und Pazifischer Raum ging der Lizenzumsatz um 14 Prozent zurück, in der Region Amerika gab es währungsbereinigt einen Rückgang von 11,8 Prozent.
Ergebnis
Das operative Ergebnis lag mit 21 Millionen Euro um 34 Prozent höher als im dritten Quartal 2003. Es gab weder außerordentliche Erträge noch außerordentliche Aufwendungen. Das Ergebnis vor Steuern betrug 21,9 Millionen Euro (Vj. 16,4 Millionen Euro). Der Konzernüberschuss lag bei 12,7 Million Euro (Vj. 6,5 Millionen Euro), das entspricht einem Gewinn pro Aktie von 0,47 Euro im dritten Quartal (Vj. 0,24 Euro).
Die liquiden Mittel betragen 110,2 Million Euro (21 Prozent der Bilanzsumme). Bankschulden bestehen nicht.
Highlights des dritten Quartals
Die Highlights im dritten Quartal:
· Erweiterung des Partnernetzwerkes der Software AG
· Positive Kundenresonanz auf die Enterprise Transaction Systems Productivity and Performance Packages und Adabas SQL Gateway
· Erfolgreiche Direktinvestition in Chile

Die Software AG baut ihre strategischen Allianzen weiter aus und schließt eine Partnerschaft mit Novell Inc., um die Entwicklung von XML-basierten Produkten unter Suse Linux voranzutreiben. Wichtige Kundenprojekte waren die Implementierung eines Portals für das Dorset County Council (Großbritannien) auf Linux sowie die Unterstützung des Tewkesbury Borough Council (ebenfalls Großbritannien) bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Bereich Electronic Service. Beide Projekte wurden in Zusammenarbeit mit Sun Microsystems durchgeführt.
Die Partnerschaft mit Shanghai 5A Technology Development Co. Ltd trug erste Früchte: Das Shanghai Government, Volksrepublik China, konnte mit XML Business Integration als Kunde gewonnen werden.
Nach ihrer Einführung im zweiten Quartal generierten die Enterprise Transaction Systems Productivity and Performance Packages und Adabas SQL Gateway im dritten Quartal über 1 Million Euro Umsatz.
Nach der Direktinvestition in Chile verbuchte die Software AG umgehend Erfolge. In den Bereichen öffentliche Verwaltung bzw. Gesundheitswesen konnte sie mit der chilenischen Post sowie fünf Krankenhäusern und sieben Notfallzentren Verträge abschließen.
Investitionen
Zu den Direktinvestitionen im Ausland gehören die Gründung der Software AG Chile und der Ausbau der Software AG South Africa. Das Engagement in Südamerika und die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, um lokale spanische Lösungen zur Produktreife zu führen, sind signifikante Faktoren für den Rückgang des EBITA in der Region Süd- und Westeuropa.
Entwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
Der Gesamtumsatz war mit 298,6 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 stabil (-2 Prozent, währungsbereinigt plus 1 Prozent). Der Produktumsatz (Lizenz und Wartung) stieg um 1 Prozent (währungsbereinigt 4 Prozent) auf 214,6 Millionen Euro, der Lizenzumsatz erreichte 77,7 Millionen Euro und wuchs damit um 13 Prozent.
Die allgemeinen Verwaltungskosten waren im Periodenvergleich um 18 Prozent niedriger, die Vertriebskosten um 12 Prozent und die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 22 Prozent. Das EBIT lag bei 84,9 Millionen Euro (9,4 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2003) einschließlich außerordentliche Erträge aus dem Verkauf des verbliebenen Anteils an der SAP Systems Integration AG (SAP SI) in Höhe von 24,5 Millionen Euro im zweiten Quartal.
Cash Flow und Bilanz
Trotz der fast doppelt so hohen Auszahlungen für Restrukturierung stieg der erwirtschaftete Cash Flow auf 42,4 Millionen Euro (40,9 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2003), das entspricht 14,2 Prozent des Gesamtumsatzes, Einnahmen aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von 26 Millionen Euro sind in diesem Betrag nicht enthalten. Der verfügbare Cash Flow hat sich in den ersten neun Monaten auf 11,4 Millionen Euro verdoppelt (5,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum).
Die liquiden Mittel verbesserten sich auf 110,2 Millionen Euro (Vj. 74,8 Millionen Euro). Aufgrund des Verkaufs des verbliebenen SAP-SI-Anteils im zweiten Quartal 2004 weist die Bilanz mit 228,8 Millionen Euro ein geringeres Anlagevermögen als im Vorjahr aus (Vj. 247,8 Millionen Euro).
Die Bilanzsumme hat sich auf 515,3 Millionen Euro erhöht (Vj. 494,2 Millionen Euro), das Eigenkapital auf 312,7 Millionen Euro (Vj. 262,2 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote stieg auf 61 Prozent und hat damit den höchsten Wert seit dem Börsengang erreicht.
Die Mitarbeiterzahl fiel zwischen dem 30. September 2003 und dem 30. September 2004 von 2.743 auf 2.445.
Ausblick
Die Software AG rechnet für das Jahr 2005 bei zurückhaltender Investitionstätigkeit der Kunden mit einem einstelligen Wachstum, mittelfristig werden bei gleichbleibenden Margen zweistellige Wachstumsraten erwartet. Der verfügbare Cash Flow wird bei ca. 2 Euro pro Aktie liegen.
Der Ausblick für 2004 bleibt unverändert. Der Gewinn pro Aktie wird im Bereich von 2,75 bis 2,85 Euro (einschließlich 0,88 Euro für den Verkauf des verbliebenen SAP-SI-Anteils) erwartet.
*IFRS und HGB
Da die Software AG das Ergebnis nach IFRS-Rechnungslegung ausweist, wurden die Vergleichszahlen des Vorjahres ebenfalls nach IFRS ermittelt. Sie weichen deshalb teilweise von den im Vorjahr nach HGB veröffentlichten Zahlen ab. Im Detail werden die Änderungen in den Anmerkungen zu den Quartalsergebnissen veröffentlicht.

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