„IT-Sicherheitspreis NRW 2004“

Von den Gewinnern lernen
(PresseBox) (Bonn, ) Elf mittelständische Unternehmen und ein Hochschulinstitut zeichnete NRW-Wirtschaftsminister Harald Schartau für vorbildliche Sicherheit bei elektronischen Geschäftsprozessen aus. Von den Erfahrungen der Preisträger können jetzt alle Firmen kostenlos profitieren.

Im Rahmen des „3. IT-Sicherheitstags NRW“ in Düsseldorf hat Harald Schartau, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, drei mittelständischen Unternehmen den „IT-Sicherheitspreis NRW 2004“ überreicht. Das Institut für Informatik an der Universität Siegen erhielt einen Sonderpreis in der Kategorie „Bildung“. Acht weitere für den Preis nominierte Firmen bekamen eine Anerkennung. Schartau: „Datensicherheit in den elektronischen Geschäftsprozessen ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Sie muss hundertprozentig sein. Ich wünsche mir deshalb, dass die Preisträger Anregung für andere Unternehmen sind, sich ebenfalls mit sicherer Informationstechnik zu modernisieren.“

Der „IT-Sicherheitspreis NRW“ wird gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen und von der Landesinitiative „secure-it.nrw.2005“ vergeben. Thomas Faber, Leiter der Agentur „secure-it.nrw.2005“ in Bonn, hebt hervor: „Ziel ist, kleine und mittlere Firmen verständlich und auf ihren Bedarf zugeschnitten darüber zu informieren, welche praktikablen und kostengünstigen Möglichkeiten es gibt, die IT-Sicherheit in ihrem Unternehmen zu verbessern.“ Dabei helfen ihnen am besten Erfahrungen aus anderen mittelständischen Unternehmen.

Viele Unternehmen aus NRW haben sich in diesem Jahr um die Auszeichnung beworben. Eine namhafte Jury hat daraus elf Unternehmen mit besonders überzeugenden Lösungen ausgewählt und für eine Auszeichnung nominiert und anschließend die Preisträger in den Kategorien Innovation, ökonomischer Nutzen und gesellschaftliche Relevanz sowie für den Sonderpreis benannt. Faber: „Die Gewinnerurkunde hat in der Fachwelt annähernd die Wirkung eines Gütesiegels und ist deshalb für die ausgezeichneten Unternehmen ein wirkungsvolles Marketinginstrument.“

Die Erfahrungen der Preisträger können jetzt alle Firmen nutzen: Die Broschüre „Vorbildliche Praxis der Informationssicherheit in Unternehmen“ beschreibt detailliert, wie die Firmen ihre elektronischen Arbeitsabläufe sicherer gemacht haben und welchen Nutzen sie daraus ziehen konnten. Kostenfrei per E-Mail anfordern: info@secure-it.nrw.de

Das sind die Preisträger:

In der Kategorie „Innovation“
Humpert & Partner, Münster
Mit einer innovativen Technik schützt der Dienstleister für IT-Sicherheitssysteme sensible Kundeninformationen auf den Laptops seiner Mitarbeiter: Ein so genannter biometrischer Token – funktioniert wie ein USB-Memory-Stick – gibt den Zugriff auf die Daten nur dann frei, wenn ein auf dem Chip gespeicherter Fingerabdruck mit dem des Nutzers übereinstimmt.

In der Kategorie „Ökonomische Relevanz“
LogAgency GmbH, Dortmund
Firmen können ihre Rechnungen jetzt auch ohne viel Aufwand sicher per E-Mail verschicken (E-Billing). Der Weg führt über eine von dem Informationstechnik-Anbieter im Internet eingerichtete Zwischenstation. Sie versieht die Rechnung automatisch mit einer elektronischen Unterschrift und verschlüsselt den Text.

In der Kategorie „Gesellschaftliche Relevanz“
S&N AG, Paderborn
Auf Reisen oder vom Home-Office aus können die Mitarbeiter des Software- und Systemhauses jederzeit per Notebook auf das Firmennetzwerk zugreifen. Schutz bietet ein mehrstufiges Sicherheitssystem mit Virenschutzsoftware, Passwort-Authentifizierung sowie sicherer Datentransfer im Internet per Virtual Private Network (VPN).

Sonderpreis in der Kategorie „Bildung“
Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität Siegen
Ein kostenloses E-Learning-Programm hilft Firmen, ihre Mitarbeiter schnell fit für den Einsatz digitaler Signaturen zu machen. Unter www.cryptool.de erfahren sie, welche Auswirkung eine gute und eine schlechte Verschlüsselung hat. Das in der Uni Siegen entwickelte Programm zeigt Firmenchefs zudem, auf welche Verfahren und Standards das Unternehmen setzen sollte.


Diese Nominierten erhielten eine Anerkennung:

IBS – Service & Systemhandels GmbH & Co. KG, Neunkirchen
Mit optimal aufeinander abgestimmten Sicherheitsmodulen hat der Spezialist für Kommunikationstechnik den Arbeitsfluss in seinem Unternehmen optimiert. Sie sichern kontinuierlich und automatisiert alle Daten, schützen umfassend gegen Viren und sperren den ungewollten Aufruf gebührenpflichtiger Internetseiten durch die Mitarbeiter.

Niederrheinische Treuhand GmbH, Duisburg
Ohne Risiken für ihre Mandanten verschicken die Wirtschaftsprüfer auch Steuerunterlagen per E-Mail. Sie nutzen dabei ein von der Datev entwickeltes Verfahren: Der Anwender steckt eine SmartCard in ein Kartenlesegerät an seinem Notebook, nennt dem System seine PIN-Nummer. Durch Anklicken entsprechender Buttons signiert und versendet er verschlüsselte E-Mails sowie angehängte Dokumente.

RheinLand Versicherungen, Neuss
Die Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens können jetzt morgens schneller mit der Arbeit beginnen: Das so genannte Single Sign-On-Verfahren (SSO) erspart ihnen beim PC-Einsatz ein zeitaufwändiges Anmelden mit unterschiedlichen Passwörtern. Und sicherer ist es auch.

Gesellschaft für Labordienstleistung in Dortmund mbH, Dortmund
Nach einem „Internationalen Leitfaden für das Management der Informationssicherheit auf allen betrieblichen Ebenen“ hat sich das medizinische Laboratorium zertifizieren lassen. Klare Regelungen sorgen jetzt für einen sicheren Umgang mit der Firmen-EDV – bis hin zum Verbot, privat übers Firmennetz ins Internet zu gehen oder E-Mails zu versenden.

DV-Lösungen Schreiner GmbH, Königswinter
Ohne großen Aufwand hat der Spezialist für Informationstechnik seine eigene EDV sicherer gemacht: Zugriff auf PC oder Laptop bekommt nur, wer seine Berechtigung mit einer kreditkartenförmigen SmartCard plus Kennwort nachweist. Die klugen Karten verschlüsseln die Informationen zudem automatisch.

Pallas GmbH, Brühl
Mit einer cleveren Technik verhindert der Dienstleister für Internetsicherheit Manipulationen bei der Datenübertragung: Sensoren im Netzwerk kontrollieren den Datenstrom und schlagen bei unplanmäßigen Veränderungen Alarm. Mit diesem ARP-Guard-System lässt sich beispielsweise auch das Online-Banking sicherer machen.

KHD Humboldt Wedag AG, Köln
Per Internet verbindet der Maschinen- und Anlagenbauer kostengünstig seine weltweiten Niederlassungen. So können Mitarbeiter in Indien Stücklisten und Zeichnungen direkt ins System eingeben. Für den sicheren Datentransfer durchs Web sorgen so genannte Virtuelle Private Netzwerke (VPN).

Bazzar Vertriebs GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Wenn Kunden per Kreditkarte bezahlen, kommt der Online-Shop künftig mit Sicherheit an sein Geld. Der Anbieter von Espressomaschinen will dafür ein neuartiges Prüfverfahren (ipayment) installieren. Über eine geschützte Internetverbindung überprüft das Kreditinstitut blitzschnell die Angaben des Käufers und gibt sein Okay. Das Verfahren schützt auch den Kunden vor Mehrfachbuchungen.

Kontakt

Agentur 'secure-it.nrw.' bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg
Bonner Talweg 17
D-53113 Bonn
Thomas Faber
secure-it.nrw
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