Weltweite Zusammenarbeit fördert die digitale Eingliederung in Entwicklungsländern

Microsoft und UNESCO starten gemeinsame Initiativen zur Förderung der digitalen Bildung und Entwicklung
(PresseBox) (Paris, ) Microsoft Corp. und die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsame Ziele bei der weltweiten Förderung der sozioökonomischen Entwicklung voranzutreiben. Im Rahmen der Initiative sollen sowohl der Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ermöglicht als auch Kenntnisse über diese Technologien in bislang unterversorgten Regionen vermittelt werden. Anlässlich der Feierlichkeiten zur Unterzeichnung der Absichtserklärung in Paris gaben Koïchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO, und Bill Gates, Chairman und Chief Software Architect, Microsoft Corp, Einzelheiten über die Zusammenarbeit bekannt. Demnach werden sich die UNESCO und Microsoft im Rahmen der Kooperation auf Programme konzentrieren, die sich speziell mit den Anforderungen in Entwicklungsländern beschäftigen.

"Informations- und Kommunikationstechnologien sind erforderlich, damit unterversorgte Regionen eine nachhaltige Zukunft haben", so Koïchiro Matsuura. "Durch die Zusammenarbeit mit weltweit führenden Unternehmen wie Microsoft, die uns dabei unterstützen, offene und integrierte Wissensgesellschaften zu etablieren, erreichen wir in den Entwicklungsländern soziale Veränderungen und schaffen ökonomische Chancen."

"Wir fühlen uns geehrt, mit der UNESCO im Rahmen dieser wichtigen Initiativen zusammenzuarbeiten", so Bill Gates. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die digitale Kluft zu überwinden und Menschen rund um den Globus durch Ausbildungsprogramme, den Zugang zu Technologien in bislang unterversorgten Regionen und die Bewahrung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt dabei zu unterstützen, die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien in Anspruch zu nehmen. Technologien spielen in der heutigen Zeit eine ausschlaggebende Rolle - dennoch haben Millionen von Menschen bisher nicht die Möglichkeit, sie zu nutzen. Wir wollen dabei mithelfen, diese Situation zu verändern."

Im Rahmen der Kooperation, der sechsmonatige Verhandlungen vorausgegangen waren, werden Microsoft und die UNESCO folgende Projekte durchführen:

Aus- und Fortbildung

- Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht. Sowohl die UNESCO als auch Microsoft sind der Meinung, dass Informations- und Kommunikationstechnologien ausschlaggebend sind für die Verbesserung des Unterrichts und Lernens. Voraussetzung für die Vermittlung von IKT-Kenntnissen ist jedoch, dass Lehrer darin geschult werden, wie sie das Thema IKT effizient in die Ausgestaltung und Planung des Unterrichts und in andere wichtige bildungsrelevante Komponenten integrieren können. Mit Hilfe von Microsoft wird die UNESCO daher Lehr- beziehungsweise Lernmaterialien zur Verfügung stellen, die die Entwicklung von Lehrplänen und Lehrgängen für den Einsatz von IKT durch Lehrer und im Klassenzimmer unterstützt wird. Die Materialien sollen Entwickler von Lehrplänen und Kursanbieter inhaltlich unterstützen sowie unter anderem Lehrern und bildungspolitisch Verantwortlichen dabei helfen, die Effizienz der verfügbaren Lernsoftware zu bewerten. Das Multistakeholder-Projekt beruht auf Microsofts Expertise in der Entwicklung von IKT-Produkten und -Angeboten im Bildungsbereich. So hat Microsoft im Rahmen der Unternehmensinitiativen "Partners in Learning" und "Unlimited Potential" vor kurzem die weltweite Verfügbarkeit von zwei IKT-Lehrplanreihen zum Einsatz in Schulen und regionalen Bildungseinrichtungen bekannt gegeben.

- UNESCO Knowledge Communities. Unter Einsatz der Microsoft Solutions Sharing Network Plattform wird die UNESCO multiple Online-Communities entwickeln. Mit Hilfe dieser Plattform können Spezialisten und Behörden auf internationaler und nationaler Ebene Inhalte und Best-Practice-Methoden austauschen, gemeinsam auf Tools zugreifen, interessierte Gruppen mobilisieren sowie Lösungen und Strategien vorschlagen, die sich mit kritischen Themen im Bildungswesen beschäftigen. Vorrangige Themen sind "Technologische Lösungen im Bildungswesen", "Mehrsprachigkeit im Cyberspace" und "Informationen für alle".

- Unterstützung der Lehrer und Wissensaustausch. Die UNESCO und Microsoft prüfen gemeinsam, wie Microsofts "Innovative Teachers Program" und Microsofts Online-Community, das "Innovative Teachers Network", die Ziele der UNESCO im Bildungswesen unterstützen können. Das "Innovative Teachers Network" dient Erziehern und Lehrern, die ein Interesse am Einsatz von Technologien zur Verbesserung von Ausbildung und Lernen haben, weltweit als Forum zum Austausch von Ideen, Inhalten und Best-Practice-Methoden.

- Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Ausbildung von Lehrern und Studenten. Die UNESCO und Microsoft prüfen ferner, wie Microsofts Initiative "Partners in Learning" dazu beitragen kann, die Ausbildung in Entwicklungsländern zu verbessern. "Partners in Learning" fördert die Kenntnisse von Lehrern und Studenten, stellt maßgeschneiderte Lehrpläne sowie technischen Support und Forschung zur Verfügung und verbessert den Zugang zu Technologien durch Zusammenarbeit mit Regierungen sowie Schulen und Lehrern auf regionaler Ebene. Gemeinsam eruieren die UNESCO und Microsoft im Rahmen von "Partners in Learning" Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Asien, Lateinamerika und der Karibik, im Nahen Osten und Afrika, in Osteuropa und der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), inklusive Russland.

Zugang und Entwicklung auf Community-Ebene

- Technologie- und Lernzentren für Jugendliche in den Staaten Nordafrikas und Arabiens. Microsoft und die UNESCO planen die Gründung eines subregionalen Technologiezentrums, in dem Jugendlichen in Nordafrika der Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien erleichtert und ITK-Kenntnisse vermittelt werden. Diese Institution wird sich die vorhandenen Ressourcen mit anderen Zentren in der Region teilen. Ziel der Initiative ist es, das Arbeitskräftepotenzial in Nordafrika zu fördern. Das Projekt nutzt Ressourcen und Best-Practice-Methoden des internationalen Informations- und Datenaustausch-Netzwerks der UNESCO, INFOYOUTH, sowie Microsofts "Unlimited Potential" Initiative. INFOYOUTH organisiert den Gedankenaustausch zwischen den unterschiedlichsten Interessenvertretern auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene und erleichtert damit den Transfer von Daten, Erfahrungen und Analysen, die als Basis für die Gestaltung einer nationalen und internationalen Jugendpolitik dienen. Durch Vermittlung von technologischen Kenntnissen in regionalen Technologiezentren konzentriert sich "Unlimited Potential" auf die Verbesserung des lebenslangen Lernens von jungen Menschen und Erwachsenen in benachteiligten Regionen. Im Rahmen der Kooperation ermitteln die UNESCO und Microsoft auch die Möglichkeit zur Zusammenarbeit in weiteren Projekten von "Unlimited Potential".

- Erneuerung von Computern. Die UNESCO wird in Kooperation mit Microsoft die internationale Zusammenarbeit und den Austausch von Best-Practice-Methoden fördern, um Entwicklungsländern den Zugang zu kosteneffizienten Computern und Technologien zu ermöglichen.

Erhalt der kulturellen und sprachlichen Vielfalt

- Förderung von Regional- und Minderheitensprachen. Die UNESCO und Microsoft entwickeln gemeinsam Methoden, um den Zugang zu Technologien zu ermöglichen, mit denen Regionalsprachen und -kulturen bewahrt werden können. Die UNESCO wird Microsoft dabei beratend zur Seite stehen und die Zusammenarbeit des Unternehmens mit nationalen Regierungen unterstützen. In diesem Zusammenhang sollen jene Sprachen priorisiert und erweitert werden, die im Rahmen des Anfang 2004 ins Leben gerufenen "Local Language Program" abgedeckt sind. Microsoft stellt im Kontext dieser globalen Initiative Software und Tools für den PC in nationalen Sprachen zur Verfügung und arbeitet dabei eng mit Regierungen, Universitäten und für Sprache und Kultur zuständigen Institutionen zusammen.

Durch die Kooperation mit der UNESCO hat Microsoft das Engagement für die digitale Eingliederung intensiviert. Das Unternehmen sorgt dafür, dass sowohl Einzelpersonen als auch regionale und nationale Institutionen Zugang zu Technologien, Tools, Wissen und Innovationen erhalten, um damit ihr ganzes Potenzial realisieren zu können.

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