Preisgekrönte Software testet Barrierefreiheit

(PresseBox) (Sankt Augustin, ) Die EU-Kommission hat die Software imergo mit dem erst-malig verliehenen Design for All Award ausgezeichnet. Das Programm, das im Kompetenzzentrum BIKA (Barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik für Alle) des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT entwickelt wurde, überprüft die Qualität komplexer Websites und testet, ob sie barrierefrei sind.

Die preisgekrönte Software prüft plattformunabhängig Websites einschließlich Stylesheets auf automatisch überprüfbare Barrieren. Die maßgeblichen gesetzlichen Grundlagen sind die nationale Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) und der internationale Standard der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

Werden die protokollierten Barrieren behoben, kann eine Website zusätzlich für Millionen behinderter Menschen zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig profitieren auch andere Nutzergruppen, insbesondere ältere Menschen oder Nutzer mobiler Endgeräte von standardkonformen Webangeboten. Beispielsweise benötigen sowohl Nutzer von Handys als auch körperbehinderte Menschen eine alternative Navigationsmöglichkeit zur Computermaus. Eine Anpassung der Schriftgröße ist für sehbehinderte und ältere Menschen gleichermaßen wichtig. Doch auch nichtbehinderte Nutzer von Endgeräten mit kleinen Displays wie PDAs profitieren davon.
imergo hat sich bei der Validierung bestehender Websites bereits bewährt. Vor kurzem in das Content-Management-System des Unternehmens RedDot Solutions integriert, wird die mehrsprachige Software als »RedDot Web Compliance Manager« weltweit vertrieben.

Die Europäische Kommission ehrte in einem Festakt auf der internationalen Fachmesse REHACARE am 12. November in Düsseldorf die Entwickler der Software. Eingegangen waren insgesamt 201 Beiträge aus 17 Ländern. Neben der Sparte »Beschäftigung und Berufsleben« wurden Preise in fünf weiteren Kategorien vergeben: Alltag; Mobilität und Beförderung; Kommunikation und Information; lebenslanges Lernen; sowie Kultur, Freizeit und Sport. Die international besetzte Jury bestand aus Vertretern der Europäischen Kommission, des European Disability Forums (EDF) und Fachleuten der Arbeitsgebiete Assistive Technologie, Design sowie Universelles Design.

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M.A. Alex Deeg
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