DIN-Innovationspreise 2012

Preisverleihung auf der Hannover Messe
(PresseBox) (Berlin, ) EBS Business School, Oestrich-Winkel und OSRAM AG, München sind die ersten Träger des mit jeweils 3.000 Euro dotierten Innovationspreises des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Ziel des 2011 konzipierten Wettbewerbes ist es, überzeugende Beispiele innovativer Norm- und Standardisierungsprojekte aufzuzeigen, die die Initiierung weiterer Projekte mit ähnlichem Innovationspotenzial anregen sollen. Es werden auch Norm- und Standardisierungsprojekte zu innovativen Themen prämiert, deren künftige erfolgreiche Wirkung fundiert und plausibel dargelegt wird. Das DIN will damit belegen, dass Normen und Spezifikationen nicht nur abschließend den Stand der Technik dokumentieren, sondern wegweisend, ja im eigentlichen Sinn bahnbrechend zu neuen Märkten sein können. Die Preise werden am 24. April 2012 auf der Hannover Messe von DIN-Direktor Dr. Torsten Bahke überreicht.

EBS Business School, vertreten durch Prof. Dr. Matthias Gouthier, hat die Entwicklung der weltweit ersten Spezifikation zu Service Excellence initiiert. DIN SPEC 77224 „Erzielung von Kundenbegeisterung durch Service Excellence" wurde durch einen Arbeitskreis aus zwanzig renommierten Dienstleistungsunternehmen und -institutionen erarbeitet. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass im heutigen globalisierten Wettbewerb Kundenzufriedenheit als Unternehmensziel nicht mehr ausreicht. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, muss man mehr tun als nur seine Leistungsversprechen halten. Man muss eine Leistung bieten, die den Kunden begeistert, weil seine Erwartungen in überraschender Art und Weise übertroffen werden. DIN SPEC 77224 beschreibt im Wesentlichen ein Managementsystem, wodurch sichergestellt wird, dass solche Momente der Begeisterung erzielt werden können.

Der OSRAM-Beitrag, der von Andreas S. Scholtz, Dr. Philipp Plathner und Richard Kotschenreuther eingereicht wurde, befasst sich mit der LED-Technologie. Normung wird in dem Beitrag als Instrument der Vertrauensbildung untersucht. Es wird detailliert dargestellt, wie die Schaffung einer internationalen Normungslandschaft, in der für einen komplexen Markt von interagierenden Produkten Vergleichbarkeit, Austauschbarkeit und Sicherheit erreicht wird, die Marktakzeptanz der LED-Technologie erhöhen und die Marktdurchdringung beschleunigen kann. Weltweit einheitliche Normen stärken das Vertrauen des Marktes darin, dass die neue Technologie sicher, komfortabel und zuverlässig ist. Ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz der LED-Technologie wird aber das Vertrauen in die Vorhersage über die effektive Lebensdauer der LED sein. Hierfür wurde ein neues Messverfahren entwickelt und zur Normung vorgeschlagen, das Herstellern, Anwendern und Verbrauchern verlässliche Daten für diesen kritischen Wert liefern wird, und zwar in einem Bruchteil der Zeit, die für eine Echtzeitprüfung erforderlich wäre.

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Peter Anthony
Kommunikationsmanager, Presseansprechpartner
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