Saarkonjunktur bleibt robust

IHK erwartet Belebung in den Sommermonaten
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Das Stimmungsbild der Saarwirtschaft bleibt auch im April insgesamt freundlich. Dies zeigt der heute (20. April) von der IHK Saarland vorgelegte Konjunkturbericht. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage zwar etwas weniger positiv als im Vormonat - der IHK-Lageindikator ist um 3,2 Punkte auf 32,8 Zähler gefallen. Doch schätzen immer noch über 90 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage als gut oder befriedigend ein. Hauptgrund für die leichte Eintrübung ist die anhaltend flaue Konjunktur in den südeuropäischen Ländern, die sich in Teilen der exportorientierten Industrie dämpfend auswirkt. Nochmals leicht verbessert haben sich dagegen die Einschätzungen für die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten. Der IHK-Erwartungsindikator ist um 1,4 auf 12,4 Punkte gestiegen. "Der Konjunktur fehlt es gegenwärtig noch an Schwung. Sie bleibt aber robust. Vom Außenhandel kommen derzeit nur schwache Impulse. Der private Konsum wird aber mehr und mehr zur Stütze der Konjunktur. Hierzu tragen die anhaltend freundliche Lage auf dem Arbeitsmarkt und die damit verbundene steigende Kaufkraft bei. Insgesamt deutet der positive Erwartungsindikator darauf hin, dass die Konjunktur im Sommerhalbjahr wieder mehr Fahrt aufnehmen wird. Es bleibt vor diesem Hintergrund bei unserer Prognose von 1 bis 1,5 Prozent für das Saarwachstum in 2012. Die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken". So kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Ergebnisse der Umfrage, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 42 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 49 Prozent mit befriedigend und 9 Prozent mit schlecht. Gut laufen die Geschäfte insbesondere im Maschinenbau, in der Medizin-und Automatisierungstechnik, bei den Herstellern von Metallwaren, im Stahlbau sowie - mit Abstrichen - im Fahrzeugbau. In der Ernährungsindustrie und in der Bauwirtschaft ist die Lage gespalten. Hier gibt es ebenso viele Gut-wie Schlechtmeldungen.

Überwiegend positive Rückmeldungen erreichen die IHK auch aus dem Dienstleistungsbereich. Der Einzelhandel profitiert von der guten Arbeitsmarktentwicklung und die unternehmensnahen Dienstleister von der robusten Industriekonjunktur. Gut ausgelastet ist auch das Verkehrsgewerbe. Allerdings drücken hier die hohen Benzinpreise auf die Marge.

Erwartungen: vorsichtig optimistisch

Für den weiteren Jahresverlauf ist die Saarwirtschaft vorsichtig optimistisch. Insgesamt rechnen 20 Prozent der befragten Betriebe mit besseren, 72 Prozent mit gleichbleibenden und nur noch 8 Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen nicht nur aus der Industrie, sondern auch aus dem Handel, aus der IT-Wirtschaft und aus dem Dienstleistungsbereich. Giersch: "Die Konjunkturampel dürfte schon bald von gelb auf grün springen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Staatsschuldenkrise in Südeuropa nicht erneut eskaliert und dass die Ölpreise das aktuelle Niveau nicht deutlich überschreiten".

Der Erwartungsindikator für die Saarwirtschaft liegt weiter deutlich über dem Vergleichswert des Ifo-Instituts für ganz Deutschland. Giersch: "Das bestärkt uns in der Einschätzung, dass die Saarwirtschaft in diesem Jahr wieder stärker wachsen wird als die bundesdeutsche Wirtschaft. Um diese Tendenz zu stützen, sollte die neue Landesregierung die Weichen in der Wirtschafts- und Standortpolitik klar in Richtung Zukunft stellen".

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