Kinder-Paradies freut sich über Hilfe aus Balingen

relatio-Unternehmensgruppe unterstützt das „Kinderheim Cecilton“ in Sri Lanka
Die relatio-Geschäftsführung vor Ort im Kinderheim Cecilton (PresseBox) (Balingen/Balangoda, ) Für die jungen Bewohner ist es das Paradies, eine Oase, schlicht ein Zuhause. 32 Kinder und Jugendliche leben im „Kinderheim Cecilton“ auf Sri Lanka. Künftig unterstützt die relatio-Unternehmensgruppe die Einrichtung, die nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 ins Leben gerufen worden ist.

Damit widmet sich relatio wieder einmal den Schwächsten der Gesellschaft: den Kindern und Jugendlichen. Zustande gekommen ist das neue Projekt über einen Kooperationspartner von relatio, den Wechselrichterhersteller Diehl Ako. Denn dort arbeitet Kandasamy Srikaran, der Gründer des „Kinderheims Cecilton“. Srikaran hat das Projekt gemeinsam mit seiner Familie ins Leben gerufen. Bis heute ist das Kinderheim das Herzensprojekt der Srikarans. Große Teile der Kosten übernimmt die Familie selbst, uneigennützig und ohne viel Aufhebens darum zu machen. Das Geld ist trotz Spenden und Patenschaften oft knapp. Einmal rutscht eine Mauer nach starken Regenfällen ab, einmal müssen überraschend Matratzen ausgetauscht werden, das andere Mal werden die Räder vom Heimbus gestohlen, oder das treue Vehikel streikt. „Da wissen wir oft nicht, wie wir die nächsten Monate überstehen sollen“, erzählt eindrücklich Kishor Srikaran, der Sohn des Kinderheim-Gründers, „wir brauchen monatlich allein 1600 Euro für den laufenden Betrieb und den Unterhalt unserer Einrichtung.“ Mit gutem Willen, Gottvertrauen und viel Idealismus schafften es die Verantwortlichen, das Heim am Leben zu erhalten und ein Netzwerk aus Helfern aufzubauen. Neben dem Wangener Verein „Kinderheim Cecilton“, dessen stellvertretender Vorsitzender Srikaran übrigens ist, gehört seit neuestem auch die Firma relatio zu diesem Netzwerk, das uneigennützig in die Bresche springt, wenn es klemmt.

Die Idee zur Zusammenarbeit zwischen Sri Lanka und Balingen entstand, weil das Kinderheim im Landesinneren von Sri Lanka eine Photovoltaik-Anlage plant. Kandasamy Srikaran war im Rahmen der Planung auf der Suche nach Fachleuten, die ihm bei der Projektierung helfen sollten. Es dauerte nicht lange, bis Srikaran das Team von relatio als erfahrene Systemintegratoren ins Boot holte. „Sonne haben wir genug – nur mit der Stromversorgung hapert es. Was liegt da also näher als die Photovoltaik?“ beschreibt Kishor Srikaran, der Elektroniker von Beruf ist, die Vorteile des umweltfreundlichen Stroms. Bernd Bodmer und seine Kollegen aus der relatio-Geschäftsführung waren von der Idee schnell überzeugt. Alle drei sind schließlich Familienväter und sagten dem Projekt gern ihre Hilfe zu.

Vor einigen Tagen flog Srikaran senior schließlich gemeinsam mit den relatio-Geschäftsführern Bernd Bodmer und Jörn Menke nach Sri Lanka, um Nägel mit Köpfen zu machen. „Nur zu reden und überlegen hilft den Kinder nicht“, sagt Bernd Bodmer. Vor Ort wurden die vielen Planungen schnell konkret. Eine Photovoltaik-Anlage, das stand gleich fest, ist die beste Lösung für die bislang sehr störungsanfällige Stromversorgung des Heims – zum einen. Zum anderen speist das Kinderheim den Energieüberschuss ins öffentliche Netz ein – und kann damit einen kleinen Erlös erzielen, der die Finanzen des Heims ein wenig stabilisiert. Außerdem unterstützt relatio das Projekt nicht nur mit seinem umfangreichen Know-how, sondern auch noch finanziell: So kommen die Erlöse vom Tag kürzlich stattgefundenen Tag der offenen Tür bei relatio dem Kinderheim zugute – außerdem können sich relatio Kunden beim Kauf einer Anlage für einen „Sri Lanka Cent“ entscheiden.

Die Verantwortlichen nahmen zudem die Statik des Heimgebäudes genau unter die Lupe. „So eine PV-Anlage hat durchaus ein stattliches Gewicht – und wir bauen unser Häuser vorwiegend aus Holz“, erzählt Kishor Srikaran. Falls das Kinderheim-Dach aufgrund mangelnder Stabilität nicht geneeignet ist, gibt’s schon einen „Plan B“: „Gelände rund ums Haus haben wir genug. Wir könnten also auch durchaus eine Freiland-Anlage ins Auge fassen.“

Derzeit leben 32 Kinder und Jugendliche im „Kinderheim Cecilton“. Cecilton liegt etwa 18 Kilometer von der nächstgrößeren Stadt, Balangoda, entfernt im Landesinneren des Inselstaats Sri Lanka. Eine neue Heimat gefunden haben hier Straßen- und Waisenkinder, viele von ihnen durch den Tsunami elternlos geworden. Großen Wert legen die Srikarans und das Betreuerteam darauf, dass all ihre Schützlinge adäquaten Schulunterricht erhalten, egal ob an einer öffentlichen Schule oder durch Privatunterricht. Bernd Bodmer und Jörn Menke zeigten sich bei ihrem Besuch im Kinderheim beeindruckt davon, mit welchem Engagement sich die Verantwortlichen für das Wohl der Kinder und Jugendlichen einsetzen. „Uns wurde – wieder einmal – bewusst, in welchem Luxus wir selbst leben dürfen“, so Bernd Bodmer nach seiner Rückkehr. Berührt hat die beiden relatio-Geschäftsführer, wie fröhlich und zufrieden die jungen Bewohner waren, trotz Geldnöte und mancher Knappheit: „Sie haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Davon könnten sich hierzulande viele eine Scheibe abschneiden.“

Kontakt

relatio Unternehmensgruppe
Häselstr. 10
D-72336 Balingen
Bernd Bodmer
Geschäftsführender Gesellschafter

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