Deutsch-Turkmenische Regierungsarbeitsgruppe Wirtschaft und Handel erörterte den Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen

(PresseBox) (Berlin, ) Die Deutsch-Turkmenische Regierungsarbeitsgruppe Wirtschaft und Handel hat gestern auf ihrer dritten Tagung in Aschgabat (Turkmenistan) den weiteren Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beider Länder vereinbart.

Die Sitzung der Regierungsarbeitsgruppe wurde geleitet von Dr. Karl-Ernst Brauner, Leiter der Abteilung Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), und Rashid Meredow, Stellvertretender Vorsitzender des Ministerkabinetts und Außenminister Turkmenistans. Die deutsche Wirtschaft war durch die Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien und den Ost- und Mitteleuropa Verein vertreten.

Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Zusammenarbeit der Unternehmen beider Länder standen bilaterale Kooperationen im Energie-, Infrastruktur-, Agrar-, Gesundheits- und Umweltbereich sowie im Tourismus auf der Agenda. Auf der Tagung der Arbeitsgruppe wurden auch mehrere Projekte deutscher Unternehmen für Investitionen in die turkmenische Wirtschaft vorgestellt.

Dr. Brauner traf heute außerdem mit Präsident Berdymuhammedov zusammen und führte mit zahlreichen turkmenischen Ministern Gespräche über die Intensivierung der deutsch-turkmenischen Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere im Energie- und Infrastrukturbereich.

Für die deutsche Wirtschaft bietet eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Turkmenistan große Chancen. Sie kann einen wichtigen Beitrag zur notwendigen, umfassenden Modernisierung der öffentlichen und privaten Infrastruktur in Turkmenistan leisten. Vor dem Hintergrund einer angestrebten weiteren Diversifizierung der Energiequellen und Transportwege eröffnet Turkemenistan auch aus wirtschaftspolitischer Sicht neue Chancen. Das Land verfügt über große Gasreserven.

Das BMWi unterstützt Turkmenistan mit einem Managerfortbildungsprogramm, das bis zum Jahr 2014 verlängert wurde. Seit Programmbeginn 2008 haben sich planmäßig vier Managergruppen mit insgesamt 80 Teilnehmern in Deutschland fortgebildet und Kontakte zu deutschen Unternehmen geknüpft. Damit wurde ein Beitrag zur Entwicklung der turkmenischen Wirtschaft und zum Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen geleistet.

In den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen war zuletzt ein Aufschwung sichtbar, jedoch auf ausbaufähigem Niveau. So wuchs das Handelsvolumen 2011 um 7,7 % von 330 Mio. € im Jahre 2010 auf 356 Mio. €.
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