Schaeffler demonstriert Innovationsstärke

Schaeffler erneut auf Platz vier der innovativsten Unternehmen Deutschlands
Das Sensor-Tretlager von Schaeffler ermöglicht eine sehr schnelle, genaue Erfassung der vom Fahrer aufgebrachten Pedalkraft. Dadurch wird die elektri-sche Unterstützung optimiert. Um diese Entwicklung zu schützen, hat  Schaeffler ein entsprechendes Schutzrechtsportfolio aufgebaut (PresseBox) (Herzogenaurach, ) Schaeffler hat im vergangenen Jahr 1.832 Patente in Deutschland angemeldet - so viele wie noch nie. Das Deutsche Patent-und Markenamt veröffentlichte in seiner jährlichen Statistik die 50 innovativsten Unternehmen Deutschlands. Damit konnte Schaeffler im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der angemeldeten Patente um 11,6 Prozent steigern und belegt erneut Platz vier hinter Bosch, Daimler und Siemens.

"Dieser vierte Platz und die Steigerung der Anzahl der Patentanmeldungen zeigen unsere Innovationsstärke. Immerhin wurden im letzten Jahr im Schnitt pro Arbeitstag sieben Erfindungen zum Patent angemeldet. Das erfüllt uns mit Stolz und ich danke allen, die mit ihren Ideen und Erfindungen entscheidend zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit beitragen", sagt Prof. Peter Gutzmer, Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG, Forschung & Entwicklung.

In der Sparte Industrie liegt einer der Forschungsschwerpunkte bei den erneuerbaren Energien. Hierzu zählen auch Lagerungen, die im Meerwasser, beispielsweise in Strömungs- oder Wellenkraftwerken, betrieben werden. Zu der hohen Korrosionsbelastung durch das Salzwasser kommt in diesen Fällen erschwerend hinzu, dass auf eine Schmierung der Lager mit Öl oder Fett nach Möglichkeit verzichtet werden soll. Stattdessen sollen die Lager mit dem Umgebungsmedium, d. h. Meerwasser, "geschmiert" werden. Man spricht daher von mediengeschmierten Lagern. Schaeffler treibt die Entwicklung dieser Lager intensiv voran und flankiert dies durch entsprechende Schutzrechtsanmeldungen.

Ein weiteres Beispiel aus der Sparte Industrie: Der Markt der Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb entwickelt sich besonders dynamisch. Der Kunde erwartet von einem E-Bike, dass die elektrische Unterstützung sanft und insbesondere ohne wahrnehmbare Zu- und Abschaltvorgänge funktioniert. Eine solche Funktion setzt eine sehr schnelle, genaue Erfassung der vom Fahrer aufgebrachten Pedalkraft voraus. Dieser Anforderung wird ein Tretlager mit integriertem Drehmomentsensor gerecht, welches Schaeffler entwickelt und erfolgreich am Markt platziert hat. Auch in diesem Fall hat Schaeffler ein entsprechendes Schutzrechtsportfolio aufgebaut. Eine besondere Herausforderung stellte die Integration von Lagerung und Drehmomentsensorik einschließlich Auswerteelektronik innerhalb des engen Bauraums und auch des beschränkten Kostenrahmens dar.

In der Sparte Automotive waren und sind weiterhin die Themen Energieeffizienz und Kraftstoffeinsparung die bestimmenden Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte - und das nicht nur für den klassischen Antriebsstrang im Verbrennungsmotor, sondern vor allem auch für Hybridlösungen und reine Elektrofahrzeuge.

Downsizing und Downspeeding sind zwei Ansätze, um den Kraftstoffverbrauch im Verbrennungsmotor signifikant zu senken. So geht der Trend zu Motoren mit geringerer Brennraumzahl. Daraus resultiert indes ein stärkeres Schwingungsverhalten, das wiederum neue Dämpfungskonzepte nötig macht. Hier ist das Fliehkraftpendel eine innovative Schlüsseltechnologie, um die Schwingungsprobleme bei niedrigen Drehzahlen zu bewältigen. Die Schaeffler-Ingenieure forschen bereits seit Jahren intensiv am Fliehkraftpendel und treiben die Entwicklung stetig voran. Derzeit hat Schaeffler hierzu 146 Patentfamilien. Mit diesem innovativen Produkt setzt sich Schaeffler vom Wettbewerb ab. Da die Automobilhersteller zukünftig Motoren mit noch höherem Drehmoment bei geringerer Drehzahl anstreben, arbeiten die Schaeffler-Spezialisten bereits an weiteren neuen Dämpfungskonzepten.

Auch das Thema Elektromobilität im Automotive-Bereich gestaltet Schaeffler aktiv mit und hat interessante Produkte im Portfolio. Ein mobiles Labor ist beispielsweise der Schaeffler ACTIVeDRIVE, ein Konzeptfahrzeug zum Thema Elektromobilität. Es handelt sich um ein reines Elektrofahrzeug, bei dem aktive Elektrodifferenziale (eDifferenziale) eine aktive Drehmomentverteilung ermöglichen. Das eDifferenzial ist ein ideales Bauteil für moderne Hybride. Auch hierzu wurden in den letzten Jahren zahlreiche Erfindungen zum Patent angemeldet. Um die zahlreichen Aktivitäten der beiden Sparten bezüglich Elektromobilität zu bündeln - vom Sensortretlager über Hybridfahrzeugkomponenten bis zum Bereich der erneuerbaren Energien - und Synergieeffekte zu nutzen, wurde im letzten Jahr das Systemhaus eMobilität gegründet.

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