Girogo: Cryptalloy lässt Hackern keine Chance

Erste Girogo-Bankkarten im Umlauf: Experten raten zu wirkungsvoller Abschirmung
(PresseBox) (München, ) München, 10. Mai 2012 Seit rund drei Wochen sind die neuen Girogo-Bankkarten nun im Umlauf. Doch das neue kontaktlose Bezahlsystem stößt auch auf Sicherheitsbedenken. Experten geben allerdings Entwarnung: Mit einer speziellen Abschirmfolie lassen sich die Girogo-Karten zuverlässig vor Missbrauch schützen.
Seit dem 17. April können nun 1,3 Millionen Kunden erstmals bis 20 Euro mit der neuen Girogo-Bankkarte bezahlen – ohne Unterschrift oder Geheimzahl. Im Großraum Hannover starteten Banken und Sparkassen ein entsprechendes Pilotprojekt. Nun kann man bei den Edeka und Netto einkaufen oder sich einen Hamburger bei McDonald's gönnen, ohne Bargeld dabei zu haben. Es reicht, die neue Girogo-Karte an einem Lesegerät vorbeizuziehen. Die Karte kann mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden.
Ganz ohne Risiko ist die schöne, neue Bezahlwelt natürlich nicht. Die Karten, so die Banken, seien so sicher oder unsicher wie Bargeld – würden sie gestohlen, hafte der Kunde. Das neue elektronische Geld sehen viele Verbraucherschützer aber als unsicherer an als Scheine und Münzen. Denn das System basiert auf der sogenannten NFC-Technologie (Near Field Communication) – und diese ist im Grunde nichts anderes als RFID mit geringer Reichweite. RFID-Chips sind zwar weit verbreitet, sie wurden ursprünglich aber eher für den Logistikbereich konzipiert und sind nicht unbedingt für ihre Datensicherheit bekannt.
Grundsätzlich unbegründet sind diese Vorbehalte nicht. Das bestätigt auch Stefan Horvath, Managing Director von Kryptronic, München. Sein Unternehmen befasst sich schon seit vielen Jahren mit RFID-Shielding-Technologie. „Die Hersteller geben zwar eine Reichweite von nur wenigen Zentimetern an“, erklärt Horvath, „Überreichweiten sind bei dieser Technologie aber recht häufig, das wissen wir aus unserer täglichen Praxis.“
So sei es auch nicht auszuschließen, dass sich Hacker frei erhältliche NFC-Lesegeräte beschafften und sich damit, zum Beispiel im Gedränge einer U-Bahn, an ahnungslose Girocard-Besitzer heranmachten. „Im ungünstigsten Fall könnte einem das Geld buchstäblich aus der geschlossenen Handtasche gezogen werden“, warnt Horvath. „Aber selbst mit einfachster Technik und ohne jedes Fachwissen kann ein Ganove zumindest feststellen, wer eine Girocard in welcher Tasche hat – wo es sich also wirklich lohnt, lange Finger zu machen“.
Horvaths Szenario ist dabei keineswegs aus der Luft gegriffen: Der Hackerin Kristin Paget ist es bereits gelungen, von einer amerikanischen Kreditkarte Geld zu stehlen – kontaktlos. Zum Glück geschah dies nur im Rahmen eines Penetrationstests.
Dennoch sieht Stefan Horvath keinen Grund, auf das praktische Girogo-System zu verzichten. „NFC-Karten wie die Girocard lassen sich ganz einfach gegen nicht autorisiertes Auslesen und Kopieren absichern. Dazu verwahrt man die Karte in einer Hülle aus einer Spezialfolie. Diese gibt es für nur wenige Euro in diversen Online-Shops. Erst wenn man kontaktlos bezahlen will, nimmt man die Karte heraus. So kann ein Hacker weder Geld von der Karte stehlen noch feststellen, ob jemand überhaupt eine Girogo-Karte mit sich führt.“
Viele Geldinstitute geben ihren Kunden bei der Ausgabe der Girocard gleich eine passende Abschirmhülle mit und schützen so ihre Investition. „Denn eines ist klar“, so Stefan Horvath: „Spätestens, wenn die ersten Betrugsfälle bekannt werden, steht Girogo erneut auf dem Prüfstand. Akzeptiert wird das System nur mit einem überzeugenden Sicherheitskonzept.
Stefan Horvath rät zu einer Abschirmfolie aus Cryptalloy. Diese Speziallegierung wurde eigens für Abschirmzwecke entwickelt. Die Folie selbst ist nur 0,1 mm dick und hat einen Schichtträger aus PET. Cryptalloy gibt es bei Kryptronic sowohl als Meterware als auch als fertig konfektionierte Hüllen. Aber auch viele Produzenten von Geldbörsen, Kreditkarten-Fächern, Schlüssel- oder Ausweisetuis rüsten ihr Sortiment im Hinblick auf die Girogo-Einführung auf die Cryptalloy-Abschirmtechnik um. Jeder Hersteller kann seine Produkte übrigens bei Kryptronic laborphysikalisch testen und zertifizieren lassen.
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