Das Pulverfass des Zeitgeistes

Der Mangel an unternehmerischen Kräften kostet uns die Freiheit
Genauso wie auch beim Bruch der Stabilitätsregeln des EURO wirft die Politik die Prinzipien der Wirklichkeit ohne Zögern über Bord und konzentriert sich darauf, den Zeitgeist anzubeten (Foto: Jacques Tilly) (PresseBox) (Leipzig, ) Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten. Staaten, deren Pro-Kopf-Verschuldung das verfügbare Einkommen ihrer Bürger um 100% überschreitet sind die Regel, nicht mehr die Ausnahme.

Die Geldvermehrung durch Notenbanken, die sich als Staatsfinanzierer und nicht mehr als Hüter des Geldwertes verstehen, hat ein Maß erreicht, das auch ohne zunehmende Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu unerwartet hoher Inflation führt. Denn die Asset-Blasen, die durch die USA, Europa und China produziert werden, schwappen unaufhaltsam über die globalen Finanzmärkte zurück in die Güter des täglichen Bedarfs – ein zwingender Zusammenhang, den nur wenige Ökonomen auf dem Radarschirm hatten.

Spielplätze verantwortungsloser Kasino-Kapitalisten

Doch das am meisten beunruhigende Signal, dass wir vor einem Kollaps stehen, ist die extreme Volatilität der Börsen. Denn die Börsen werden inzwischen landauf landab nur noch als Spielplätze verantwortungsloser Kasino-Kapitalisten angesehen. Volatilität wird vornehmlich interpretiert als Beweis, dass man diesen Spielern harte Handschellen der Regulierung anlegen muss. Und hier liegt der Zündstoff, der das Pulverfass Weltwirtschaft spätestens auf mittlere Sicht in die Luft jagen wird. Denn genauso wie auch beim Bruch der Stabilitätsregeln des EURO wirft die Politik die Prinzipien der Wirklichkeit ohne Zögern über Bord – sie blendet das Wesentliche aus und konzentriert sich darauf, den Zeitgeist anzubeten...

Kontakt

P.T. Magazin
Melscher Straße 1
D-04299 Leipzig
Dr. Helfried Schmidt
Geschäftsführer
Chefredakteur

Bilder

Social Media