ADVA Optical Networking leistet Pionierarbeit bei OpenFlow für optische Netze

Erfolgreiche Demonstration von mehrschichtiger Netzvirtualisierung mittels Software Defined Networking
(PresseBox) (Martinsried/München, Deutschland, ) ADVA Optical Networking hat heute ein Novum in der Kommunikationsindustrie bekannt gegeben. Mit der neuen OpenFlow-Technologie wurden zum ersten Mal Wellenlängen dynamisch in einem optischen Netz bereitgestellt. Die Implementierung basiert auf der FSP 3000-Plattform und wurde in Kooperation mit der Universität Essex im Rahmen des OFELIA-Projekts entwickelt. OFELIA stellt Forschern eine auf Software Defined Networking (SDN) basierende Testumgebung bereit, die es ermöglicht, mittels Webdiensten neue Applikationen versuchsweise zu implementieren. Mittels einer gemeinsamen OpenFlow-Steuerung für die Paketebene als auch die optische Netzebene können Betreiber viel effektivere Netzlösungen erlangen, welche für die wirtschaftliche Kopplung von Rechenzentren und künftige Cloud Computing-Applikationen notwendig sind.

"SDN bietet unseren Kunden die entscheidende Möglichkeit, Netzinfrastruktur und deren Betrieb zu automatisieren.", sagte Christoph Glingener, Vorstand Technologie von ADVA Optical Networking. "Während Virtualisierungskonzepte in den Bereichen Server und Datenspeicherung schnell umgesetzt wurden, befinden sich diese im Bereich Kommunikationsnetze noch in den Kinderschuhen. Durch die Bereitstellung einer programmierbaren Netzsteuerung, besserer Skalierbarkeit und einer schnelleren Anpassung an die Dynamik von virtuellen Maschinen schließt SDN diese Lücke. Wir haben gezeigt, dass SDN übergangslos in den optischen Bereich erweitert werden kann und somit eine Netzvirtualisierung über mehrere Technologien hinweg ermöglicht. Der OpenFlow-Ansatz erweitert unsere heute existierende SDN-Lösung und basiert auf unsere RAYcontrol(TM) Steuerungssoftware."

"Die Entwicklung dieser OpenFlow-Lösung zusammen mit dem Team von ADVA Optical Networking war hochinteressant", kommentierte Professorin Dimitra Simeonidou, Leiterin der High Performance Networks Group an der University von Essex. "Wir haben zusammen eine SDN-Testumgebung mit Paket- und Wellenlängenvermittlungstechnik aufgebaut, welche gemeinsam durch OpenFlow gesteuert wird. Das ist etwas, was niemals zuvor versucht wurde. Unsere Forscher können nun auf Teile der Netzinfrastruktur zugreifen, um ihre eigenen virtuellen, mehrschichtigen Netze zu programmieren. Sie können neben paketvermittelnden Systemen auch auf optische Systeme zugreifen, um Bandbreite, Latenzzeit und Energieverbrauch auf ihre Applikationen abzustimmen."

Der SDN-Versuchsaufbau an der Universität von Essex besteht aus Paketvermittlungsknoten und Applikationsservern, die dynamisch über optische Verbindungen miteinander verschaltet werden können. Externe Anwender können auf die Anlage direkt über GÉANT, dem breitbandigen pan-europäischen Weitverkehrsnetz zugreifen, welches die nationalen Forschungs- und Bildungsnetze miteinander verbindet. Netzbasierte Applikationen und Dienste ermöglichen es dem Anwender, Netzressourcen von OFELIA anzufordern und auf diesen eigene SDN-Applikationen zu starten, zu steuern und zu überwachen. Die neue SDN-Lösung wird auf der European Future Internet Assembly in Aalborn, Dänemark, vom 10. bis 11. Mai 2012 ausgestellt und vorgeführt werden.

Über OFELIA

OFELIA (OpenFlow in Europe - Linking Infrastructure and Applications) ist ein Kollaborationsprojekt innerhalb des FP7 ICT-Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. Das Projekt schafft eine einzigartige Testumgebung, die es Wissenschaftlern nicht nur erlaubt, auf einem Testnetz Experimente durchzuführen, sondern ihnen auch die Möglichkeit gibt, das Netz selbst zu steuern und präzise dynamisch zu erweitern. Die OFELIA-Netzinfrastruktur basiert auf OpenFlow, einer neuartigen Technik, die die Virtualisierung und Steuerung von Netzen über eine sichere und standardisierte Schnittstelle erlaubt. Weiterführende Informationen finden sich unter www.fp7-ofelia.eu.

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