Die Bayerische Börse beendet den Handel von CO2-Emissionszertifikaten

(PresseBox) (München, ) Die Bayerische Börse AG beendet zum 30. Juni 2012 den Handel von CO2-Emissionszertifikaten. Die an europäischen Börsen gehandelten Volumina sind in den vergangenen Monaten drastisch auf nahezu null zurückgegangen. Dem Emissionshandel fehlen die Voraussetzungen für einen liquiden Börsenhandel. Die Gründe dafür reichen vom Imageschaden durch gestohlene Emissionszertifikate und Mehrwert-steuerbetrug bis zum Überangebot durch überwiegend kostenlos zugeteilte Zertifikate und dem daraus resultierenden Verfall der Kurse.

"In seiner derzeitigen Ausgestaltung findet der Emissionshandel im Markt keine Akzeptanz. Wir erwarten auch mit Blick auf die Situation in Brüssel, die von der Staatsschuldenkrise ausgehenden Unsicherheiten und die negativen Konjunkturaussichten keine schnelle Anpassung der Rahmenbedingungen seitens der Politik", so Dr. Christine Bortenlänger, Vorstand der Bayerischen Börse AG. "Wir tragen diesem Umstand mit der Einstellung des CO2-Handels zum 30. Juni Rechnung. Ohne einen wirklichen politischen Kraftakt wird der Emissionshandel nicht wieder auf die Beine kommen", so Bortenlänger weiter. "Um das ursprüngliche Ziel der Emissionsminderung tatsächlich zu erreichen, müsste die Anzahl der Zertifikate deutlich verknappt werden, damit die Kurse wieder steigen. Nur dann würde es sich für Unternehmen lohnen, in Technologien zur Emissionsminderung zu investieren", so Bortenlänger.

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Pressereferent / Press Officer
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