IHS: Ford-Absatz in Europa sinkt um 12 %

Fiesta-Absatz wird einbrechen - Erholung ab 2015
(PresseBox) (Köln, ) Die acht Tage Kurzarbeit, die Ford für sein Kölner Werk beantragt hat, sind für den Frankfurter Marktforscher IHS Automotive ein weiteres Indiz dafür, dass der Ford-Absatz in Europa in diesem Jahr stark zurückgehen wird. Angesichts der wirtschaftlichen Probleme in Südeuropa werde Ford in diesem Jahr nur 1,37 Millionen Fahrzeuge absetzen können, nach 1,56 Millionen im vergangenen Jahr. Das geht aus einer IHS-Analyse hervor, die der Zeitschrift AUTOStraßenverkehr vorliegt. Das wäre ein Minus von rund zwölf Prozent.

Einen Einbruch erwartet IHS insbesondere beim Kleinwagen Fiesta, der in Köln gebaut wird und im Herbst ein Facelift bekommen wird. Die Marktbeobachter kalkulieren damit, dass Ford dieses Jahr nur noch knapp 320.000 Fiesta verkaufen wird, 60.000 weniger als noch 2011. Auch 2013 und 2014 geht IHS angesichts der Probleme in Südeuropa von weiter sinkenden Verkaufszahlen des neuen Fiesta aus. 2014 kalkuliert IHS nur noch mit 282.000 Fahrzeugen. Erst mit der nächsten Modellgeneration des Fiesta 2015 werde der Absatz auf 360.000 wieder anziehen und 2016 mit mehr als 450.000 zu alter Stärke zurückfinden. Dann werde auch der Gesamtabsatz wieder nach oben ziehen durch die neuen Modelle Mondeo, B-Max und den SUV Ecosport.

Der überarbeitete Fiesta geht im September in den Verkauf, unter anderem mit einem neuem Dreizylinder-Turbobenziner. Aus Unternehmenskreisen erfuhr AUTOStraßenverkehr, dass die Einliter-Version mit 100 PS zum Einstiegspreis von gut 14.000 Euro angeboten werden soll. Damit hält Ford die Preise stabil. Die Topversion Fiesta ST mit 180 PS kommt Anfang 2013.

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Jens Katemann
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