parallel 2012: Konferenzauftakt

Neue Konferenz zur Parallelprogrammierung eröffnet
(PresseBox) (Hannover, ) Die parallel 2012 wurde heute offiziell eröffnet. Die zum ersten Mal ausgerichtete Softwarekonferenz für Parallel Programming, Concurrency (Nebenläufigkeit) und Multi-/Many-Core-Systeme findet noch bis Freitag, 25. Mai, in Karlsruhe statt. Ausrichter der frühzeitig ausverkauften Veranstaltung sind der Online-Channel heise Developer, das IT-Profimagazin iX und der dpunkt.verlag.

Seit einigen Jahren schon greift nicht mehr Moores Law, nach dem sich alle 18 bis 24 Monate die Geschwindigkeit der Prozessoren verdoppelt. Die technischen Voraussetzungen für eine weitere Erhöhung der Rechnergeschwindigkeit sind aber mittlerweile durch die Etablierung der Multicore-Prozessoren gegeben. Um diese jedoch effektiv zu nutzen, müssen die Programme dazu gebracht werden, ihre Aufgaben auf verschiedenen Kernen parallel zu bearbeiten.

"Doch die Entwicklung parallel oder nebenläufig arbeitender Software ist alles andere als trivial, und die Hilfen zur Lösung der damit einhergehenden Probleme sind nur rar gesät", gibt Alexander Neumann, Redakteur von heise Developer und Mitverantwortlicher der parallel 2012, als Voraussetzung für die Installation einer eigenen Konferenz zum Thema an: "Wir wollen auf der parallel 2012 neben Grundlagen und wesentlichen theoretischen Aspekten auch wertvolle Ratschläge zum Einsatz von Produkten, Techniken und Mechanismen geben, die das Potenzial parallelisierter Softwarearchitekturen besser ausschöpfen können."

Die Veranstalter hatten schon kurz nach der Frühbucherrabattphase den Ausverkauf der parallel 2012 melden können, was ein deutliches Signal an die Branche darstellt, dass die Parallelisierung von Software flächendeckend als wichtig erachtet wird. An der parallel 2012 nehmen über 160 Besucher teil, von denen ein Großteil auch die Workshops am letzten Konferenztag gebucht hat. Unter den Referenten finden sich Walter F. Tichy, Professor am Karlsruher Institut für Informatik, der seit etlichen Jahren zu Programmierumgebungen für parallele Rechner forscht, und Tim Mattson von Intel. Letzterer hat sich durch Arbeiten an den Parallelisierungstechniken OpenMP und OpenCL hervorgetan.

"Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Schon früh konnten wir den Ausverkauf der parallel 2012 vermelden. Das zeigt, dass wir mit der Konferenz zum richtigen Zeitpunkt an den Start gegangen sind", zieht Michael Barabas, Geschäftsführer des dpunkt.verlags und zweiter Mitverantwortlicher der parallel 2012 zu Beginn der Veranstaltung ein erstes Fazit: "Wir planen daher, die Konferenz auch im nächsten Jahr auszurichten. Zum einen, um sie zu einem jährlichen Community-Event rund um das Thema Parallelprogrammierung zu gestalten und zum anderen all jenen eine Chance zu geben, die dieses Mal nicht teilnehmen konnten."

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