Quantensprung in der Onkologie: Neuartige In-vitro-Diagnostik stellt Weichen für personalisierte Krebstherapien

Tumorzelle im Blutkreislauf eines Krebspatienten (PresseBox) (Bayreuth, ) Forscher der Arbeitsgemeinschaft Transfusionsmedizinisches Zentrum Bayreuth (TZB) haben mit maintrac ein In-vitro-Diagnostik-Verfahren mikroskopischer Erfolgskontrolle adjuvanter Chemotherapien entwickelt, von dem nun auch Krebspatienten direkt profitieren können. Der Begriff In-vitro-Diagnostik bezeichnet ein medizinisches Diagnoseverfahren, das sich zunehmender Beliebtheit bei Ärzten und Patienten erfreut. Denn bei entsprechenden Verfahren ist in der Regel kein direkter Kontakt zum Patienten notwendig. Weil die Diagnose von Blut- oder Gewebeproben im Labor erfolgt, gilt die In-vitro-Diagnostik nicht nur als sicher und zuverlässig, sondern zudem auch als besonders wirtschaftlich und patientenfreundlich. Darüber hinaus sind Nebenwirkungen ausgeschlossen, so dass der Anwendung keine aufwendigen klinischen Studien vorausgehen müssen.

Aus diesem Grund greifen Mediziner aller Fachrichtungen immer häufiger auf die In-vitro-Diagnostik zurück, um generell physiologische oder pathologische Zustände zu überprüfen oder Auskunft über die Wirkung der verordneten Medikamente zu erlangen. Nur Onkologen konnten ihren Patienten zur individualisierten, personalisierten Erfolgskontrolle bislang die Vorteile der In-vitro-Diagnostik bieten, sondern mussten auf allgemeine onkologische Leitlinien oder aufwendige und trotzdem tendenziell ungenaue nur statistische Verfahren zurückgreifen.

In der für den Patienten einfachen und schmerzlosen Entnahme von nur 15 Milliliter EDTA-Blut besteht die Grundlage für einen Quantensprung in der onkologischen Diagnostik durch den im TZB entwickelten maintrac-Bluttest. "Die Quantifizierung, Identifizierung und Charakterisierung der im Blut zirkulierenden Tumorzellen ermöglicht es für Krebspatienten nun zwei zentrale Aussagen zu treffen: Erstens, welches Medikament beim jeweiligen Patienten die höchste Wirkungswahrscheinlichkeit hat und zweitens, ob die Anzahl der Tumorzellen innerhalb der Therapie ansteigt oder abfällt.", erklärt Dr. Ulrich Pachmann, Leiter der Laborpraxis Dr. Pachmann im TZB. Während die Austestung in Frage kommender Zytostatika Empfehlungen für die geeignete Therapie und Medikation liefert, lässt sich an der Dynamik der Tumorzellenentwicklung ablesen, ob die jeweils verordnete Maßnahme anschlägt oder die Dosierung noch ausreicht.

Anhand einer einzelnen Blutprobe können mit maintrac so vor und während der oft sehr belastenden Behandlung die Wirkung von Therapien beziehungsweise der Medikation stetig getestet und überwacht werden, ohne dass auf den Körper des Patienten Einfluss genommen wird.

Weitere Informationen unter www.maintrac.de

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