Absolvent des Studiengangs Soziale Arbeit erhält bundesweiten Förderpreis von Fakultäten und Berufsverband

v.l.n.r.: Martin Seidel, Dresdens Bürgermeister für Soziales; Hille Gosejacob-Rolf, Ehrenvorsitzende des DBSH; David Brazier; Prof. Dr. Ulrich Bartosch Vorsitzender des FBTS (Foto: Holger Kühl, Hochschule Bremen) (PresseBox) (Bremen, ) Jährlich vergeben der Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) und der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) einen bundesweit ausgeschriebenen Förderpreis für eine herausragende Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit. Für das Jahr 2012 erhielt David Brazier, Absolvent des Studiengangs Soziale Arbeit an der Hochschule Bremen, den Förderpreis aus der Hand der Ehrenvorsitzenden des DBSH, Hille Gosejacob-Rolf und des Vorsitzenden des FBTS, Prof. Dr. Ulrich Bartosch.

Die Bachelorthesis mit dem Titel "Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit in Bremen - Eine empirische Analyse und Ausblicke auf Handlungsoptionen" wurde an der Hochschule Bremen von Prof. Dr. Christian Spatscheck und Dietmar Benter betreut. Sie erforscht anhand von 200 Interviews die Arbeitsbedingungen von Fachkräften im Lande Bremen. Über Tendenzen der Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen - der Begriff Prekarisierung (von lat.-frz. "prekär", unsicher) umfasst Situationen potenzieller Armut, die an die Erosion des so genannten Normalarbeitsverhältnisses gebunden sind - lagen bislang zu den tatsächlichen Entwicklungen keine empirischen Daten für Bremen vor, obwohl zunehmende Arbeitsbelastung, negative Entwicklungen der Verdienstmöglichkeiten, befristete Stellen und Teilzeitgebundenheit sichtbar sind. Mit seiner Studie schafft Brazier nun empirisch gestützte Grundlagen zur Diskussion der bei den Fachkräften erlebten Arbeitsbedingungen, die auch über Bremen hinaus anwendbar sind.

Frau Gosejacob-Rolf hob in ihrer Laudatio die Relevanz der Fragestellung hervor und würdigte die Bearbeitung dieses Themas. Die Arbeit zeige auch den Bedarf an einer weiteren intensiven Beschäftigung mit den tatsächlichen Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit und stelle die Hochschulen vor die Frage, wie intensiv sie sich in der Ausbildung mit Fragen beruflicher Interessenvertretung beschäftigt haben.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir die Studierenden nicht nur gut im Studium begleiten, sondern sie und ihre Interessenvertretung ernst nehmen und auch in unseren Kooperationen mit der Praxis die Arbeitsbedingungen thematisieren", kommentiert Studiengangsleiter Holger Kühl die Verleihung und ergänzt: "Wir brauchen eine spürbare Weiterentwicklung unserer Rahmenbedingen, damit wir gute Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in die Praxis entlassen können. Sie müssen fachlich gut sein, aber auch aktiv Stellung beziehen, wenn negative Arbeitsbedingungen fachliche Arbeit verhindern."

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