B20 Gipfel 2012: Führende Wirtschaftsvertreter weisen den Weg für Themen des G20-Gipfels

Mexiko erstes lateinamerikanische Land und nach Südkorea zweites Schwellenland das Präsidentschaft des B20 und G20 Gipfels innehat
(PresseBox) (Mexiko-Stadt, ) Am 18. und 19. Juni treffen sich die Vertreter der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer anlässlich G20- Gipfel in Los Cabos, Mexiko. Im Vorfeld dieser bedeutsamen Treffen haben führende Wirtschaftsvertreter der zwanzig größten Volkswirtschaften, die sogenannten B20, gegenüber den Führern der G20 Staaten ihre Empfehlungen und Selbstverpflichtungen ausgesprochen, die sie als wesentlich erachten, um die derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Diese Ratschläge bestimmen maßgeblich die Gespräche zwischen Vertretern der Wirtschaft und der Politik während des B20- Treffens und sind tonangebend für den G20-Gipfel. Beide Treffen finden unter der mexikanischen Präsidentschaft statt, das damit der erste lateinamerikanische Staat und nach Südkorea das zweite Schwellenland ist, welches diese Position innehat.

Alejandro Ramirez, Vorsitzender des B20-Organisationskomitees und CEO von Cinepolis, einer der weltweit größten Kinoketten, in einer Pressemeldung der B20: "Wir brauchen umfassende strukturelle Reformen. Der internationale Handel muss zum Motor für Wachstum werden, um eine Erholung der Wirtschaft sowie eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit herbeizuführen, um gegen die derzeitige Arbeitsplatzkrise vorzugehen. Wirtschaftsunternehmen spielen eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. Aus genau diesem Grund gibt es das B20-Treffen und deshalb nimmt diese Zusammenkunft auch eine so wichtige Stellung ein, wenn es um die Formulierung weltweiter wirtschaftlicher Leitlinien geht. Des Weiteren wollen die B20 den Aufbau einer "grünen" Wirtschaft verfolgen."

Mexikos Beitrag zum B20 Gipfel

Der B20 Gipfel unter der mexikanischen Präsidentschaft ist in acht zentrale Themenbereiche bzw. Arbeitsgruppen unterteilt: Grünes Wachstum, Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und Innovation, Nahrungssicherstellung, Handel und Investitionen, Beschäftigung, Finanzierung von Wachstum und Entwicklung, Transparenz und Anti-Korruption, Implementierung und Wirksamkeit.

Die achte Arbeitsgruppe - Implementierung und Wirksamkeit - erfüllt eine Querschnittsfunktion für die anderen sieben Bereiche. Sie soll die bisherigen im Rahmen der B20 Treffen ausgesprochenen Empfehlungen nachverfolgen und daran anschließende Folgeaktivitäten garantieren. Die Einrichtung einer solchen Arbeitsgruppe unterstreicht, wie wichtig es Mexiko ist, sicher zu stellen, dass die aus dem B20 -Gipfel hervorgehenden Empfehlungen konkret formuliert und umsetzbar sind, die nötige Priorität erhalten und klare Handlungspläne definiert werden.

Erstmals in der Geschichte des B20-Gipfels wurde unter der mexikanischen Präsidentschaft klar festgesetzt, welche Empfehlungen oberste Priorität besitzen: Unternehmen sind die treibende Kraft bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. " Es ist jedoch Aufgabe der Regierungen, günstige Bedingungen zu schaffen, in denen Unternehmen wachsen und gedeihen können", so eine Pressemeldung der B20. Auf diese Weise werden die B20- und G20-Gipfel unter der mexikanischen Präsidentschaft zu einer Plattform für den globalen Fortschritt.

Die zentralen Empfehlungen der B20:

Grünes Wachstum
- Globale Finanzströme für grünes Wachstum nutzen: mittels öffentlicher Ausgaben eine dramatische Erhöhung der privaten Investitionen herbeiführen.

ICT und Innovation
- Breitbandzugang für alle ermöglichen: Förderung der Verfügbarkeit bezahlbarer Breitband-Angebote und der nötigen Hardware, um es der gesamten Bevölkerung zu ermöglichen, sich zu vernetzen.
- Unterstützung der sozialen Integration durch ITC: Eine Entstehung von Inhalten und Anwendungen für das Allgemeinwohl unterstützen sowie das dafür nötige Potenzial fördern, das hierfür nötig ist.

Nahrungssicherstellung
- Förderung der privaten und öffentlichen Investitionen, um bis zum Jahr 2030 die Agrarproduktion und -produktivität um 50% zu erhöhen.
- Stärken von Programmen auf nationalstaatlicher Ebene, die auf der Basis staatlich - privatwirtschaftlicher Zusammenarbeit die Nahrungsversorgung sicherstellen.

Handel und Investition
- Anhand einer Prioritätenliste gezielt dafür sorgen, dass bestimmte Punkte auf der WTO Agenda rascher umgesetzt werden zu Gunsten der langfristigen Interessen von Schwellenländern und entwickelter Volkswirtschaften.
- Mit gutem Beispiel vorangehen und Maßnahmen ablehnen, die den Handel und Investitionen behindern und solche fördern, welche beides begünstigt.
- Sich wiederholt für grenzüberschreitende Investments einsetzen: Sie sind ein wichtiger Beitrag für Wachstum, Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Konkrete Schritte einleiten, um eine internationale Investitionsagenda voranzutreiben.

Beschäftigung
- Das Wachstum kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sowie innovative Geschäftsmodelle erleichtern.
- Anzahl an Praktikums- und Ausbildungsplätzen erhöhen.

Finanzierung von Wachstum und Entwicklung
- Das Bewusstsein dafür stärken, wie risikoarm und wichtig Handelsfinanzierungen für Schwellenländer sind. Maßnahmen einleiten, um ungewollte Folgen der Handhabung von Kapital und Geldflüssen bei Handelsfinanzierungen rückgängig zu machen.
- Dafür sorgen, dass auch KMUs leichter Finanzierungen erhalten, indem Informationen zu Exportgarantieprogrammen einfacher zugänglich gemacht werden. Zudem soll eine einheitliche, staatliche Institution diesen Bereich der Finanzierungen fördern.

Transparenz und Anti-Korruption
- Staatliche Beschaffungsprozesse verschlanken, um die von der Nachfrageseite ausgehende Bestechung zu bekämpfen. Anreize für Unternehmen setzen, gegen Korruption vorzugehen.
- Die Privatwirtschaft soll sich verstärkt an gesamtwirtschaftlichen und auf die einzelnen Wirtschaftssektoren bezogenen Aktionen beteiligen, um den gegenseitigen Ideenaustausch zu fördern bei dem Best Practices und Weiterbildungsmittel miteinander geteilt werden. Zudem sollen KMUs mittels Warenketten stärker eingebunden werden.
- Regierungen und die Wirtschaft sollen eine Plattform des Austauschs entwickeln, die eine Teilnahme an Integritätspakten fördert. Beide Parteien sind dazu aufgefordert, jegliche Bemühungen zu unterstützen, die darauf abzielen, Integritätsstandards von KMUs zu erhöhen. Zudem verlangen die B20 eine good practice festzulegen, die eine aktive Kooperative zwischen Unternehmen und Strafverfolgungsbehörden erleichtert.

Mehr zum B20-Gipfel 2012unter: www.b20.org
Mehr über MexicoToday unter www.mexicotoday.org/de
Social Media